Fr., 17.05.2019

»Gesund alt werden in Steinhagen«: Teilnehmer loben Themenvielfalt Konkrete Hilfestellung kommt gut an

Miriam Wigand, Stefan Hellweg, Christel Kunz, Knut Menzel, Klaus Besser, Thomas Kuhlbusch, Angelina Stuckert und Julia Krause (von links) blicken auf die erfolgreiche Reihe »Gesund alt werden in Steinhagen« zurück.

Miriam Wigand, Stefan Hellweg, Christel Kunz, Knut Menzel, Klaus Besser, Thomas Kuhlbusch, Angelina Stuckert und Julia Krause (von links) blicken auf die erfolgreiche Reihe »Gesund alt werden in Steinhagen« zurück. Foto: Sara Mattana

Von Sara Mattana

Steinhagen (WB). Die Organisatoren des Projekts »Gesund alt werden in Steinhagen« hatten einen straffen Zeitplan: Acht Vorträge und Workshops, der erste Tag der Gesundheit und eine umfassende Bürger­befragung standen in den vergangenen Monaten auf dem Programm – und die vielen Mühen haben sich gelohnt.

So blickten die Vertreter der Gemeinde Steinhagen, des Kreises Gütersloh, der Krankenkassen Bertelsmann BKK und IKK Classic sowie das Zentrum für Innovation in der Gesundheitswissenschaft Ostwestfalen-Lippe (ZIG) nun auf ein erfolgreiches Pilotprojekt zurück. »Mit der Reihe wollten wir Angebote für ältere Menschen und pflegende Angehörige aufzeigen und gemeinsam entwickeln«, sagte Bürgermeister Klaus Besser.

Ein Viertel der über 55-Jährigen fühlt sich oft gestresst

Und um diese bestmöglich an den Wünschen und Bedürfnissen der Bürger zu orientieren, erfolgte am Rande des Heidefests erst einmal eine Bestandsaufnahme. Dabei stellte sich heraus, dass sich 25 Prozent der Menschen ab 55 Jahren oft gestresst fühlen. 65 Prozent bewerten das Sportangebot vor Ort als ausreichend, und 77 Prozent würden generationsübergreifende Projekte nutzen.

Da jedoch nicht nur ältere Steinhagener, sondern auch pflegende Angehörige von der Aktion »Gesund alt werden« profitieren sollen, wurden auch sie sowohl vor als auch nach dem Projekt befragt. »73 Prozent der Befragten fühlen sich durch die Pflege ihrer Angehörigen belastet. 57 Prozent halten die bisherigen Hilfsangebote für ausreichend, während sich 31 Prozent über bestehende Angebote nicht ausreichend informiert fühlen«, sagte Christel Kunz, Geschäftsstellenleiterin der Gesundheitskonferenz des Kreises Gütersloh.

Mehr Zeit für Fragen gewünscht

Deshalb entwickelten die Organisatoren acht Vortragsveranstaltungen, von denen die letzte krankheitsbedingt ausfallen musste. Bei den anderen Vorträgen und Workshops herrschte jedoch meist rege Beteiligung. So ging es im Frühjahr beispielsweise um Themen wie die Bewegung im Alter, Pflege und Demenz. »Wir haben als Rückmeldung bekommen, dass die anschaulichen Beispiele den Besuchern besonders gefallen haben. Viele hätten sich jedoch mehr Zeit für Fragen gewünscht«, sagte Christel Kunz, die sich gut vorstellen kann, ähnliche Veranstaltungen erneut zu begleiten.

Auch der im Februar erstmals durchgeführte Tag der Gesundheit kam bei den Gästen gut an. »33 von 34 Befragten würden den Gesundheitstag weiterempfehlen«, sagte Christel Kunz. Und obwohl im Nachhinein einerseits die Vielfalt der Themen gelobt wurde, hätten sich einige der Besucher mehr Informationen zu Angeboten für jüngere Menschen gewünscht.

Künftig auch ortsansässige Gruppen einbeziehen

»Auch wurde angemerkt, mehr ortsansässige Gruppen einzubeziehen und die Veranstaltung beim nächsten Mal lieber im Sommer und draußen durchzuführen«, sagte Christel Kunz, die gemeinsam mit den Vertretern aller beteiligten Gruppen einen detaillierten Leitfaden für die Organisation und den Ablauf von »Gesund alt werden« erstellt hat. »Wir möchten ein Beispiel sein für andere Kommunen und sie an unseren Erfahrungen teilhaben lassen«, sagte Klaus Besser.

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