Do., 23.05.2019

Steinhagener Jan Düfelsiek nimmt an TV-Talentshow »Master of Photography« teil Von Rom zum Ruhm?

Jan Düfelsiek in Ostia antica: Die alte Hafenstadt Roms ist Grabungsstätte. Als erste Aufgabe hatten die Kandidaten in dieser Kulisse fotografisch den Bogen von der Vergangenheit in die Gegenwart zu schlagen.

Jan Düfelsiek in Ostia antica: Die alte Hafenstadt Roms ist Grabungsstätte. Als erste Aufgabe hatten die Kandidaten in dieser Kulisse fotografisch den Bogen von der Vergangenheit in die Gegenwart zu schlagen. Foto: Sky

Von Annemarie Bluhm-Weinhold

Steinhagen (WB). Wird der Steinhagener Jan Düfelsiek der beste Fotograf Europas? Die Chance dazu hat er: Denn der 25-jährige Student gehört als einziger Deutscher zu dem handverlesenen Kreis aus acht internationalen Teilnehmern der Talentshow »Master of Photography« des Senders Sky.

Neben dem Titel – und dem damit verbundenen Renommee – locken auch 100.000 Euro Preisgeld. Nach aufregenden Wochen während der Produktion in Rom und Umgebung steht von kommender Woche an die Ausstrahlung der sechs Folgen auf dem Pay-TV-Sender Sky an – zuerst am Dienstag, 28. Mai, auf Abruf, im Fernsehen dann ab Samstag, 1. Juni, 15.25 Uhr.

Wie es ausgeht, darf Jan Düfel­siek natürlich nicht erzählen. Alle Teilnehmer müssen bestimmte Aufgaben lösen, um sich weiterzuqualifizieren. Der Titel der ersten Folge lautete: »Past and Present« – Vergangenheit und Gegenwart. Dafür waren Jan Düfelsiek und seine Mitstreiter in Ostia unterwegs, der antiken Hafenstadt Roms. Dort galt es, fotografisch die Verbindung von alt und neu, damals und heute, zu schaffen und – bildlich – die Frage zu beantworten, was uns vom Vergangenen bleibt.

Ausgewählt aus 700 Bewerbern

Nicht nur im antiken Ostia, sondern in jeder Beziehung waren die Wochen in Italien der Ausflug in eine andere Welt. Aus 700 Bewerbern ist der Steinhagener, der in Dortmund Fotografie studiert hat und derzeit in Bielefeld seinen Masterabschluss macht, ausgewählt worden. Die Dreharbeiten fanden auf dem Landgut der berühmten Designerfamilie Fendi statt, wo es neben dem Fernsehstudio auch ein Hotel gibt. Dort lebten und arbeiteten die acht Kandidaten über Wochen zusammen, Seite an Seite auch mit den prominenten Juroren wie Olivieri Toscani, legendär durch die kontroversen Benneton-Kampagnen, und Elisabeth Biondi, Fotografin bei Magazinen wie Vanity Fair, Geo und The New Yorker, sowie den Gastfotografen. Einen davon kennt Jan Düfelsiek gut: Martin Schoeller. Bei dem deutschen Fotografen hat er 2017 in New York schon hospitiert, ist mit ihm um die Welt gereist und hat Größen wie Bono und Paul McCarney kennen gelernt.

Kein Hauen und Stechen hinter den Kulissen

Wer angesichts einer solchen WG nun an »Germanys next Topmodel« und ein Hauen und Stechen hinter den Kulissen denkt, der irrt, wie Jan Düfelsiek betont: »Es ist keine Castingshow für Fotografen. Es geht einzig um die Fotografie und um die Frage, wie man zu einem Bild und zu einer Bildaussage kommt.«

Es sei interessant, wenn acht Fotografen am gleichen Ort seien, doch jeder mit einem ganz anderen Bild herauskomme. »Die Zuschauer sehen, was wir machen. Da kann man nichts faken«, betont der Steinhagener die Authentizität der Show. Jeder Schritt bei der Arbeit wird aufgezeichnet.

Dennoch: Wenn man ständig ein Filmteam im Schlepptau hat und dann noch den künstlerischen Blick für sein Motiv entfalten soll, ist das schon eine Herausforderung. Und Gelassenheit hat er gelernt: Denn beim Fernsehen dauert alles etwas länger, bis die Einstellung stimmt und auch simpelste Szenen im Kasten sind.

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