Di., 03.09.2019

FDP-MdB Frank Schäffler zu Gast bei Unternehmer Peter Stoll Flexiblere Arbeitszeiten gefordert

FDP-Bundestagsabgeordneter und OWL-Bezirksvorsitzender Frank Schäffler (Mitte) spricht mit (v.l.) Friedrich Wilhelm Kley (Erdmann & Domke), Gastgeber Peter Stoll, der Steinhagener FDP-Ratsdame Silke Wehmeier und Stoll-Prokuristin Barbara Pape.

FDP-Bundestagsabgeordneter und OWL-Bezirksvorsitzender Frank Schäffler (Mitte) spricht mit (v.l.) Friedrich Wilhelm Kley (Erdmann & Domke), Gastgeber Peter Stoll, der Steinhagener FDP-Ratsdame Silke Wehmeier und Stoll-Prokuristin Barbara Pape. Foto: Bluhm-Weinhold

Steinhagen (WB/anb). Deutliche Entlastungen gerade für mittelständische Unternehmen fordert Frank Schäffler. Der FDP-Bundestagsabgeordnete (MdB) und OWL-Bezirksvorsitzender aus Bünde war am Montag zum Unternehmensgespräch beim Steinhagener Gebäudereiniger Artur Stoll GmbH und formulierte klare Forderungen: »Wir brauchen eine Unternehmenssteuerreform, Bürokratieabbau und eine Anpassung der Arbeitszeitgesetze.«

Gerade die beiden letztgenannten Punkte wurden auch von seinen Gesprächspartnern als dringend reformbedürftig benannt. Neben Gastgeber Peter Stoll waren das Silke Wehmeier, FDP-Fraktionsvorsitzende im Steinhagener Gemeinderat und selbst Unternehmerin (Interspeed GmbH), sowie Friedrich Wilhelm Kley, Geschäftsführer des Autohauses Erdmann & Domke. Kley findet die bestehenden Arbeitszeitgesetze mit starren Regelungen nicht mehr nachvollziehbar.

Und auch Frank Schäffler würde dem Mobilen Arbeiten und dem Home Office gerne eine Reform verpassen: »Die Arbeitswelt ist auf Flexibilisierung noch gar nicht eingestellt. Der Gesetzgeber muss reagieren und die heutige Lebenswirklichkeit spiegeln, sonst drängt er Unternehmer in die Illegalität.«

Stoll will weiter wachsen

Peter Stoll treibt vor allem die Suche nach Personal um: »Wir wollen weiter wachsen«, sagt der Geschäftsführer des Steinhagener Unternehmens, das 2800 Mitarbeiter bundesweit beschäftigt. Doch das sei, wie Prokuristin Barbara Pape sagte, teurer geworden. So muss das Unternehmen mehr Geld in Anzeigen und Marketing investieren. Die Stoll GmbH wirbt zudem etwa mit Familienfreundlichkeit und hohen Umweltstandards.

Schäffler kritisiert steigenden bürokratischen Aufwand

Das Gebäudereinigergewerbe liegt deutlich über Mindestlohn. »Ich nehme aber auch einen steigenden bürokratischen Aufwand wahr, vor allem bei öffentlichen Ausschreibungen«, so Schäffler. Sein Kritikpunkt: Der öffentliche Dienst erledige die Gebäudereinigung noch allzu häufig »Inhouse«. »Das ist aber nicht effizient, denn der Staat ist ein schlechter Unternehmer«, so Schäffler. Im Sinne der Steuerzahler findet er es wichtig, Arbeiten wie diese an private Unternehmen zu vergeben.

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