Do., 12.09.2019

Fest am 21. September auf dem Marktplatz rückt Kinderrechte in den Mittelpunkt Spielen ist nicht selbstverständlich

Klaus Besser, Karmen Höfing, Elisabeth Zsiska, Sigrid Ordelheide, Susanne Sonder und Birgit Biniok (v.li.) laden ein.

Klaus Besser, Karmen Höfing, Elisabeth Zsiska, Sigrid Ordelheide, Susanne Sonder und Birgit Biniok (v.li.) laden ein. Foto: Hagemann

Steinhagen (WB/vh). Spielen zu dürfen und ausreichend Freizeit zu haben, Eltern zu haben und zur Schule gehen zu können – was manch einem hierzulande vielleicht selbstverständlich erscheinen mag, ist längst nicht allen Kindern auf der Welt möglich.

Dabei zählen all diese und viele weitere Punkte zu den Kinderrechten, die 1989 in der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen verankert worden sind. In Steinhagen stehen diese Rechte am Samstag, 21. September, im Mittelpunkt des Weltkindertagsfestes.

Von 14 bis 17 Uhr wird es auf dem Marktplatz eine Reihe an Mitmach-Stationen geben, darunter zwei AWO-Spielmobile, Spielgeräte wie »Bungee Run« und »Poi Swing«, eine Fotowand, für die Erwachsenen außerdem jede Menge Informationen, um das Thema Kinderrechte deutlich ins Bewusstsein zu rücken. Waffeln, Kuchen und Getränke sorgen für Stärkung.

Petition unterschreiben

»Nach der Premiere im vergangenen Jahr mit toller Besucherresonanz stellen wir nun das zweite Fest dieser Art auf die Beine«, erklärt Birgit Biniok von der veranstaltenden Gemeinde Steinhagen. Weitere Organisatorinnen sind Susanne Sonder und Karmen Höfing vom Haus der Jugend »Checkpoint«, Sigrid Ordelheide von der Evangelischen Jugend Brockhagen und Elisabeth Zsiska vom Familienzentrum Steinhagen.

Wer will, kann beim Fest auf dem Marktplatz für eine Petition unterschreiben, Kinderrechte künftig im deutschen Grundgesetz zu verankern. Ein Wunsch, der seit langem diskutiert wird; würde er umgesetzt, hätten Inter­essen der Kinder bei vielen gesetzlichen Maßnahmen Vorrang.

Kinder einbeziehen in politische Entscheidungen

In Steinhagen werden Kinder bereits an vielen Stellen altersgerecht an Entscheidungsprozessen beteiligt; so gibt es etwa an Grundschulen und sogar in Kindertagesstätten regelmäßige Zusammenkünfte in Form kleiner »Kinderparlamente«. Ein weiteres ganz aktuelles Beispiel für aktive Mitbestimmung nennt Bürgermeister Klaus Besser: »Eine Gruppe von Schülern des Steinhagener Gymnasiums hat jetzt einen Bürgerantrag formuliert, der auf der Tagesordnung der nächsten Ratssitzung steht: Darin geht es um die gewünschte Umgestaltung des Unterstufen-Schulhofs. Damit wird sich dann voraussichtlich später der Schulausschuss befassen.«

Ein tolles Beispiel, wie sich Kinder und Jugendliche in Sachen Mitbestimmung einbringen können, findet der Bürgermeister. Seine Kollegin Birgit Biniok vom Amt für Schulen, Jugend, Sport und Kultur betont zudem: »Kinder altersgerecht und nach ihren Möglichkeiten miteinzubinden, ist auch ein wichtiges Zeichen von Vertrauen.«

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