Fr., 13.09.2019

Rohbau im Steinhagener Schlichte-Park steht – Architekt plant nun Alternative für das zweite Gebäude Schwierige Suche nach Hotelier

Architekt Jürgen Brakhage und seine technische Mitarbeiterin Erika Römer stehen auf dem künftigen Balkon eines der beiden Penthäuser. Rechts am Bildrand ist die Schlichte-Brücke über die Woerdener Straße erkennbar.

Architekt Jürgen Brakhage und seine technische Mitarbeiterin Erika Römer stehen auf dem künftigen Balkon eines der beiden Penthäuser. Rechts am Bildrand ist die Schlichte-Brücke über die Woerdener Straße erkennbar. Foto: Volker Hagemann

Von Volker Hagemann

Steinhagen (WB). Exakt sechs Monate nach Baubeginn steht der Rohbau des ersten Neubaus im Schlichte-Park. In dem Zehn-Familien-Haus, das hier an der Alten Kirchstraße entsteht, sind die ersten der künftigen Mietwohnungen schon reserviert. Zukunftsmusik ist bislang ein Hotel, das daneben entstehen könnte. Doch es gibt Alternativ-Überlegungen.

»Wir sind gut im Zeitplan und nur wenige Tage in Verzug«, berichtet Architekt Jürgen Brakhage, der für die Annette-Schlichte-Steinhäger-Stiftung die Planung des Bauvorhabens übernommen hat. Wie exklusiv berichtet (WB vom 26. Januar), errichtet die Stiftung als Grundstückseigentümerin im südwestlichen Teil des Schlichte-Parks zwischen Woer­dener und Alter Kirchstraße ein Gebäude mit zehn Mietwohnungen und Tiefgarage. Ausführendes Unternehmen ist die Firma Runschke aus Rheda-Wiedenbrück. Veranschlagte Baukosten: zweieinhalb Millionen Euro.

Ein zweites Gebäude auf dem 6000-Quadratmeter-Areal in Steinhagens Mitte ist zwar angedacht, aber noch nicht in endgültiger Form beschlossen.

Hoher Grundwasserstand und Schutz des alten Baumbestands

Für den derzeit entstehenden Neubau ist am Mittwoch die obere Betondecke gegossen worden. »Die Arbeiter kommen gut voran«, freut sich Jürgen Brakhage. Schließlich hatte man auf dem Grundstück einige Herausforderungen zu meistern: »Schon für den Bau der jetzigen ersten Tiefgarage mit ihren zwölf Stellplätzen musste der hohe Grundwasserstand gesenkt werden. Gleichzeitig bereitete uns der trockene Sommer einen enormen Aufwand beim Wässern des alten Baum- und Heckenbestands; denn der bleibt auch weiterhin erhalten«, betont Brakhage. Ein Teil des Parks soll künftig öffentlich zugänglich sein.

Voraussichtlich im Herbst 2020 soll das Gebäude mit seinen zwei Vollgeschossen plus Staffelgeschoss fertiggestellt sein. »Sechs der zehn Mietwohnungen sind schon reserviert, darunter die beiden 125-Quadratmeter-Penthouse-Wohnungen mit Blick Richtung Woerdener Straße«, so Brakhage. Alle Wohnungen entstehen barrierefrei in hochwertiger Ausführung, alle mit Balkon.

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Machbar wären 30 bis 35 Hotelzimmer, doch die Inter­essenten von Hotelketten oder Boarding Houses, mit denen wir bisher gesprochen haben, wünschen sich mindestens 60.

Architekt Jürgen Brakhage

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In zumindest ähnlicher Optik könnte das zweite Gebäude im östlichen Teil des Schlichte-Parks entstehen. Der hier geplante dreigeschossige Komplex plus Staffelgeschoss und zweiter Tiefgarage mit 20 Stellplätzen sollte nach bisheriger Planung auch ein Hotel beherbergen. »Machbar wären 30 bis 35 Hotelzimmer, doch die Inter­essenten von Hotelketten oder Boarding Houses, mit denen wir bisher gesprochen haben, wünschen sich mindestens 60«, beschreibt Jürgen Brakhage die Krux.

Als Alternative erstellt er daher jetzt einen Entwurf, der ausschließlich Wohnungen vorsieht. Zur Miete, wohlgemerkt, denn die Stiftung benötigt laufende Erträge. Der Architekt stellt aber klar: »Bis nicht alles in wirtschaftlich trockenen Tüchern ist, beginnen wir nicht zu bauen.«

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