Wunschbaum-Aktion der Gemeinde Steinhagen so erfolgreich wie nie
Enorme Spendenfreudigkeit

Steinhagen (WB). So gut ist die Aktion Wunschbaum der Gemeinde noch nie gelaufen: „Es waren mit 67 Zetteln erheblich mehr Wünsche als sonst am Baum, was zeigt, wie hoch die Bedürftigkeit ist. Es gab aber auch eine noch höhere Spendenbereitschaft als sonst zu verzeichnen“, zog Bürgermeister Klaus Besser Resümee. Vom heutigen Donnerstag an holen die Eltern der an der Aktion beteiligten Kinder die Geschenke im Rathaus ab – rechtzeitig zum Fest.

Donnerstag, 19.12.2019, 07:00 Uhr
Päckchen über Päckchen: Darüber, dass die Wunschbaum-Aktion so erfolgreich war, freuen sich (von links) Bürgermeister Klaus Besser, die Tafel-Leiterinnen Hannelore Buckenauer und Helma Hein sowie Koordinatorin Birgit Biniok. Foto: Annemarie Bluhm-Weinhold
Päckchen über Päckchen: Darüber, dass die Wunschbaum-Aktion so erfolgreich war, freuen sich (von links) Bürgermeister Klaus Besser, die Tafel-Leiterinnen Hannelore Buckenauer und Helma Hein sowie Koordinatorin Birgit Biniok. Foto: Annemarie Bluhm-Weinhold

Playmobil wird verschenkt ebenso wie Lego, viele Fahrräder sind dabei, auch ein Aufnahmegerät mit Mikro wünscht sich ein Kind – die Wünsche sind natürlich vielfältig. Aber: „Handy, Tablet, Playstation kamen nicht an erster Stelle“, sagte Birgit Biniok, die im Rathaus die Koordination der Aktion, die Annahme und vor allem die Zuordnung der Pakete übernahm. Tatkräftige Hilfe leisteten ihr dabei die beiden Auszubildenden Rika Pohlmann und Lea Hülsmann.

Selbst nach dem offiziellen Aktionsende kamen noch Anfragen im Rathaus

Die Spendenbereitschaft war diesmal enorm: „Wir mussten am Ende nur 450 Euro über die Kinder- und Jugendstiftung der Gemeinde finanzieren. Das war auch schon mal mehr als das Doppelte“, so der Bürgermeister. In der ersten Woche der Aktion sind kaum Wunschzettel vom Baum entfernt worden. Umso größer war die Resonanz in der zweiten Woche. „Und selbst nach dem offiziellen Ablauf sind auch in den vergangenen Tagen noch einige Anfragen gekommen“, so Birgit Biniok. Offenbar haben sich viele erst einmal ein Bild gemacht, wie Klaus Besser vermutet, und sich besprochen, denn erfahrungsgemäß werden viele Geschenke von größeren Gruppen realisiert.

Birgit Biniok berichtet von zwei Steinhagenerinnen, die Geburtstag gefeiert haben und sich statt Geschenken Spendengeld gewünscht haben: „Die beiden sind groß in die Wunschbaumaktion eingestiegen.“ Mehrere Fahrräder und einige andere Pakete gehen auf sie zurück.

Dass die Spendenbereitschaft in diesem Jahr auch allgemein offenbar noch ausgeprägter ist als sonst, das bestätigt auch Helma Hein, Leiterin der Amshausener Verteilstelle der Gütersloher Tafel: „Auch die Lebensmittelspenden, um die wir vor Weihnachten bitten, kommen reichlich. Und es sind ausschließlich gute Produkte.“

Tafel spricht bedürftige Familien zur Teilnahme an

Über die Gütersloher Tafel werden bekanntlich die bedürftigen Familien angesprochen, damit sie sich an der Aktion beteiligen – aber nicht nur. Auch über die Kindergarten-Leitungen hat die Gemeinde Kontakt zu weiteren Familien bekommen, die nicht von der Tafel versorgt werden. Gerade auch für Brockhagen war das wichtig. Dass die Wunschbaumaktion missbraucht werden könnte, fürchtet das Rathaus nicht. Schließlich werden alle geprüft. Und Birgit Biniok betont zudem: „Es geht hier nicht um Hilfe bei vorübergehenden Engpässen, sondern um echte Bedürftigkeit.“ Und die verstecke sich oftmals.

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