Zwei bestätigte Fälle in Steinhagen, zwei in Schloß Holte-Stukenbrock
Ski-Rückkehrer an Corona erkrankt

Steinhagen/Schloß Holte-Stukenbrock (WB/anb). In Steinhagen und Schloß Holte-Stukenbrock gibt es die ersten laborbestätigten Corona-Fälle. Jeweils zwei sind es in den beiden Orten. Auf 15 hat sich die Zahl im Kreis erhöht.

Donnerstag, 12.03.2020, 17:39 Uhr aktualisiert: 12.03.2020, 17:42 Uhr
Thomas Kuhlbusch, Fachbereichsleiter Gesundheit, Ordnung und Recht, Landrat Sven-Georg Adenauer und Dr. Anne Bunte, Abteilungsleiterin Gesundheit, informieren zum aktuellen Stand. Foto: Bluhm-Weinhold
Thomas Kuhlbusch, Fachbereichsleiter Gesundheit, Ordnung und Recht, Landrat Sven-Georg Adenauer und Dr. Anne Bunte, Abteilungsleiterin Gesundheit, informieren zum aktuellen Stand. Foto: Bluhm-Weinhold

Diese Zahlen hat der Kreis Gütersloh Donnerstagnachmittag bei einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Fünf Fälle, vier in Verl, einer in Rheda-Wiedenbrück, waren bekannt, nun sind es jeweils zwei in Steinhagen und Schloß Holte-Stukenbrock, einer in Rietberg, zwei in Gütersloh, fünf in Verl und drei in Rheda-Wiedenbrück. Alle sind Ski-Rückkehrer aus Österreich, vornehmlich Ischgl, und Italien. Allen geht es den Umständen entsprechend gut, 14 befinden sich in häuslicher Quarantäne, einer muss stationär versorgt werden. Bei den Erkrankten sind deutlich mehr Männer als Frauen, jüngere ebenso wie ältere. Der Rest des Altkreises ist – Stand: Donnerstagmittag – noch nicht betroffen.

Dynamische Entwicklung

Landrat Sven-Georg Adenauer, Thomas Kuhlbusch, Fachbereichsleiter Gesundheit, Ordnung und Recht, und Dr. Anne Bunte, Abteilungsleiterin Gesundheit rechnen aber damit, dass am Freitag die Fallzahlen schon ganz anders aussehen werden. Die Entwicklung sei sehr dynamisch, so Kuhlbusch.

Am Städtischen Klinikum Gütersloh wird an diesem Freitag in Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung ein Test- und Diagnosezentrum in einem Container eingerichtet. Dort haben aber nur Patienten Zutritt, für die der Hausarzt dort einen festen Termin gemacht hat. Derweil ist die Bürger-Hotline des Kreises (05241/85-4500) gut frequentiert, wie Dr. Anne Bunte sagte. Dort können sich alle melden, die Fragen zu der Lungenkrankheit haben, sie werden dann je nach Spezifik weitergeleitet. Etwa 120 Anrufer waren es allein am Mittwoch.

15 Minuten Face-to-Face

Bunte betonte, dass keine Ansteckung erfolgt, wenn man nur aneinander vorbeigeht. „Dafür ist eine 15-minütige Face-to-Face-Situation nötig“, sagte sie. Der Kreis will die Grippe-Patienten, von denen es derzeit 600 im Kreis gibt, von den Corona-Patienten getrennt wissen. „Unser Ziel ist die Verlangsamung der Ausbreitung, weil wir die Funktionsfähigkeit unseres Gesundheitswesens, speziell der Krankenhäuser und Intensivbetten, sicherstellen müssen“, so der Landrat.

Veranstaltung werden inzwischen reihenweise abgesagt, auch wenn sie deutlich unter 1000 erwarteten Besuchern liegen. Adenauer bittet die Bürger, Ruhe zu bewahren, verantwortungsbewusst zu handeln, zum Beispiel keine Altenheime oder Krankenhäuser zu besuchen und bei Symptomen den Hausarzt zu kontaktieren.

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