Steinhagener Restaurant „Mann&Metzger“ in der Doku-Soap „Mein Lokal, dein Lokal“
Versmolder Rind schmeckt TV-Gourmets

Steinhagen (WB). Dass ihm eine Fernsehkamera in die Töpfe schaut, ist Denis Mann eigentlich gewohnt – so häufig wie er „Die Geissens“ in der gleichnamigen RTL 2-Sendung schon auf ihrer Yacht bekocht hat. Doch diesmal war alles anders, bekam der Steinhagener Gastronom doch TV-Besuch im eigenen Restaurant in Steinhagen. Denn „Mann&Metzger“ ist bei „Mein Lokal, dein Lokal“ dabei.

Samstag, 01.08.2020, 05:00 Uhr
Die Messer sind gewetzt, der Küchenchef beginnt mit der Essens­zubereitung: Aber vorher ist Denis Mann (rechts) noch zum Interview und zum Foto mit „Mein Lokal, dein Lokal“-Moderator Mike Süsser aufgefordert. Foto: „Mann&Metzger“
Die Messer sind gewetzt, der Küchenchef beginnt mit der Essens­zubereitung: Aber vorher ist Denis Mann (rechts) noch zum Interview und zum Foto mit „Mein Lokal, dein Lokal“-Moderator Mike Süsser aufgefordert. Foto: „Mann&Metzger“

Kabel 1 sendet die Staffel „So kocht der Teutoburger Wald“ vor­aussichtlich Ende September. Aber bereits in der vorvergangenen Woche hatten sich Moderator Mike Süsser und sein Team bei den fünf Kandidaten zum Essen eingeladen – und natürlich zum Drehen. „Mann&Metzger“ wurde zum Fernsehstudio. „Das ist viel aufwändiger als bei ‚Die Geißens‘“, sagt Denis Mann.

Ehefrau Sabrina Schüler als Testesserin bei der Konkurrenz

Seine Frau Sabrina Schüler berichtet ebenfalls von einer harten Woche. Zwar schwärmten die Fernsehleute nur für einen Tag – einen sehr langen Tag – am Steinhagener Kirchplatz ein. Aber Sabrina Schüler oblag die Aufgabe der Testesserin in den Konkurrenzlokalen, während ihr Mann zu Hause blieb – mit Kindern und Küche und dem wieder voll angelaufenen Restaurantbetrieb.

Sabrina Schüler dinierte derweil im Deutschen Hof in Detmold, im Forstfrieden am Donoperteich, im Hotel Surenburg in Hörstel und im Landhaus Begatal in Dörentrup. Starke Konkurrenz, findet sie. Als fünftes Lokal reihte sich „Mann&Metzger“ in die „Teuto“-Staffel der Doku-Soap ein. Denis Mann und Sabrina Schüler haben sich nicht darum beworben. „Wir sind ohnehin in einem Pool für verschiedene TV-Formate“, berichtet der Gastronom, der mit der Alten Schmiede schon einmal bei „Mein Lokal, dein Lokal“ dabei war. Aber nur am Gastgebertag.

Gedreht wurde von morgens bis nachts

Diesmal also das volle Programm: „Fernsehen ist aufwändig“, sagt Sabrina Schüler. Am Morgen um 8.45 Uhr kam die Crew, nachts um 1 Uhr ging sie wieder. Insgesamt war Süsser mit vier Teams unterwegs – schon wegen der Arbeitszeiten. Nach einem regelrechten Drehbuch wird alles gefilmt: Das Ankommen der Gäste, die ihre Erwartungen schildern, der gedeckte Tisch, das Essen, das serviert wird – und das die Testesser dann zunächst gar nicht anrühren dürfen. Erst braucht die Kamera die Totale. „Dann wird der Teller zerpflückt, damit man erläutern kann, was man isst und wie es schmeckt“, schildert die Steinhagener Gastronomin. Zwischendurch Interviews, Detaileinstellungen...

Und dann natürlich die Dreharbeiten in der Küche. Denis Mann bereitete – „schließlich sind wir konzeptionell darauf ausgelegt“ – natürlich feinstes Fleisch zu. Ausgewählt wird zwar aus der ganzen Karte. „Aber die nehmen schon die Aushängeschilder eines Betriebs“, so Mann. Beef Shashimi als Vorspeise, regionales Rind als Hauptgericht. Und der Windbeutel als Dessert, zubereitet von Sabrina Schüler, kam ebenfalls gut an bei den Gästen.

Das Rindfleisch kommt direkt vom Bauern, dem Hof Krumkühler aus Versmold. „Es ist morgens frisch gebracht worden.“ Das erzählt Denis Mann auch den TV-Gästen. Denn Transparenz sei ihm wichtig, betont er – und das forderten auch die Gäste ein. Zwar ist das Fleisch auf seiner Karte international – aber eben auch regional, wo es geht.

Transparenz bei der Herkunft des Fleischs ist wichtig

„Die Zuschauer sehen, wie es verarbeitet wird“, so Mann und bilanziert: „Ich glaube, wir haben uns gut präsentiert.“ Auf das Gewinnen käme es ihm nicht an: „Viel wichtiger ist, dass wir beim Zuschauer gut und sympathisch rüberkommen“, sagt er. Ganz bewusst hat er seiner Frau die Hauptrolle dabei überlassen – „ich war nur in der Küche.“

Apropos Fleisch – und Transparenz. Denis Mann berichtet, dass er sich einer Sammelklage gegen den Fleischkonzern, die eine Berliner Kanzlei vorbereitet , angeschlossen hat. „Ich möchte, dass sich in der Struktur etwas verändert. Das geht nur über öffentlichen Druck“, sagt er.

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