Netzwerk Apostolische Geschichte will Gebäude in Brockhagen selbst erwerben
Hauskauf soll das Archiv dauerhaft sichern

Steinhagen-Brockhagen (WB/vh). Große Pläne hat das Netzwerk Apostolische Geschichte e.V.: Um sein umfangreiches Archiv in Brockhagen langfristig sichern zu können, will der Verein das Gebäude in der Uhlandstraße 6 kaufen. Bislang ist es gemietet.

Freitag, 02.10.2020, 02:05 Uhr aktualisiert: 02.10.2020, 03:01 Uhr
2012 wurde die ehemalige Neuapostolische Kirche Brockhagen an der Uhlandstraße als Archiv mit Versammlungsräumen eröffnet. Foto: Mathias Eberle
2012 wurde die ehemalige Neuapostolische Kirche Brockhagen an der Uhlandstraße als Archiv mit Versammlungsräumen eröffnet. Foto: Mathias Eberle

Seit fast acht Jahren mietet das Netzwerk das Gebäude von der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland. In dieser Zeit ist der Trägerverein deutlich gewachsen – von 22 Mitgliedern Anfang 2012 auf derzeit rund 140 Mitglieder. Mitte 2012 wurde die ehemalige und umgebaute Neuapostolische Kirche Brockhagen als Archiv mit Bibliothek und Versammlungsräumen eröffnet. Mittlerweile beherbergt es mehr als 6500 Bücher, Schriften, Fotos, Ton- und Videodokumente zur Geschichte der apostolischen Glaubensgemeinschaften, dazu eine Bibliothek. Historiker und Forscher vieler Konfessionen nutzen das.

Neuapostolische Kirche hat in Deutschland bislang 1000 Immobilien verkauft

„Seit 2019 gibt es Überlegungen, das Archivgebäude zu kaufen, um die Sammlung und die Seminarmöglichkeit dauerhaft erhalten zu können“, erklärt Mathias Eberle vom Vorstand des Netzwerks. Zwar gebe es akut keine Sorge, die Räume als Mieter aufgeben zu müssen, und auch die Miete betrage nur symbolisch einen Euro monatlich. „Aber die Neuapostolische Kirche hat in ganz Deutschland bislang etwa 1000 Immobilien verkauft. Und weil es uns hier um den langfristigen Erhalt geht, planen wir für 2021 den Kauf des Gebäudes“, so Eberle.

Die Neuapostolische Kirche habe bereits Bereitschaft dazu signalisiert; als Kaufpreis stünden 150.000 Euro plus Nebenkosten im Raum. „Im Mai 2020 haben wir dazu eine digitale Mitgliederbefragung durchgeführt, und die deutliche Mehrheit will diesen Weg mittragen und finanziell unterstützen.“

Weitere Spenden benötigt

Die Finanzierung des Kaufs soll zum großen Teil durch Spenden der Mitglieder und Freunde des Netzwerks und des Archivs sowie über einen Bankkredit erfolgen. „Als Verein haben wir nur geringe Barmittel. Bei der Gemeinde Steinhagen haben wir bereits einen Zuschuss von 15.000 Euro für die Kaufnebenkosten beantragt“, sagt Mathias Eberle. Näheres zum Spendenaufruf und zum Trägerverein findet man auf der Homepage: www.apostolische-geschichte.de

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