Steinhagen
Für Umwelt sensibilisieren

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Welche Vor- und Nachteile bieten Holzheizungen, Gasheizungen, Luftwärmepumpen? Welche Bäume eignen sich hierzulande für die immer trockener werdenden Sommer? Was sind Ökopunkte? Zahlreiche Umweltthemen greift eine Gruppe Steinhagener Autoren jetzt in ihrem neuen Online-Magazin auf: „Umwelt trifft Technik“ ist das Ganze überschrieben.

Sonntag, 22.11.2020, 17:10 Uhr
Ernst Niedermeyer mit einem kleinen Mammutbaum (links) und einer Kiefer. Beide hat er vor einem halben Jahr aus Samen gezogen. Da der Mammutbaum schneller wächst und größer wird als die Kiefer, bindet er mehr CO₂.
Ernst Niedermeyer mit einem kleinen Mammutbaum (links) und einer Kiefer. Beide hat er vor einem halben Jahr aus Samen gezogen. Da der Mammutbaum schneller wächst und größer wird als die Kiefer, bindet er mehr CO₂. Foto: WB

„Im Grunde funktioniert das ähnlich wie ein Online-Blog“, zieht Dr. Birgit Lutzer einen Vergleich. Die Amshausenerin gehört wie Cora Brandt, Ernst Niedermeyer und Thomas Knapp zu den Initiatoren: „Mitten im sommerlichen Wahlkampf haben Cora Brandt (Bündnis 90/Die Grünen) und ich als CDU-Kandidatin für den Gemeinderat uns auf der Amshausener Straße kennen gelernt. Schnell waren wir uns einig: Beim Umweltschutz geht es unabhängig vom Parteibuch um die gemeinsame Sache“, sagt Lutzer. „Aus dieser Begegnung ist die Idee für ein neues Umweltmagazin mit Facebook-Seite entstanden.“ Seit Anfang November sind bereits mehrere Themenfelder veröffentlicht worden.

Das Online-Magazin „Umwelt trifft Technik“ greift Themen rund um Klima und Naturschutz auf. Im Fokus stehen sowohl kleinere Aktivitäten, die Privatleute durchführen können, als auch Umwelttechnologie und Nachhaltigkeitsprojekte von Firmen. „In lockerer Folge wird das online ergänzt“, erklärt Birgit Lutzer. „Wir schreiben ehrenamtlich, ohne Einnahmen.“

Geplant sind neben klassischen Artikeln und kleinen Posts auch Videos. „Das Produzieren von Beiträgen ist unser Weg, um Menschen für das Umwelt-Thema zu gewinnen“, erläutern die Initiatoren. Darüber hinaus werde man „Umwelt-Aktionen“ durchführen, sobald dies wieder möglich ist.

Ein Beispiel dafür nennt Cora Brandt. Die Biologin ist unter anderem in den Projektgruppen der Urban Street Forest Foundation engagiert: „Unser Ziel dort ist, möglichst viele neue Bäume zu pflanzen und für jeden dieser Bäume zusätzlich mindestens einen in einem Entwicklungsland zu pflanzen.“ So könnten Baumpflanzungen in Amshausen mit Pflanzungen zur Wüstenbegrünung in Spanien und Afrika in Zusammenhang gebracht werden.

Zu den Autoren gehört zudem Ernst Niedermeyer. Als Waldbauer bewirtschaftet er in Amshausen 25 Hektar Wald. Mit Sorge beobachtet er die Folgen des Klimawandels, nennt die vergangenen viel zu trockenen Jahre und versucht, resistentere Baumarten zu pflanzen: Douglasien und Küstentannen etwa. 2019 brachte sich der Amshausener „nur zum Spaß“ aus Kalifornien Samen eines Mammutbaums mit, eine Art, die ebenfalls mit wenig Niederschlag auskommt. Das zeitgleiche Säen einer heimischen Kiefer brachte ein Aha-Erlebnis, wie er sagt: „Der Mammutbaum wächst deutlich schneller.“

Ist das eine Alternative für hiesige Wälder? „Es war mehr ein Versuch“, sagt Niedermeyer. Schließlich müsse man Neues ausprobieren: „Von den 1000 Bäumen, die ich 2017 und 2018 gepflanzt hatte – 80 Prozent Nadelgehölze, der Rest Laubbäume –, ist ein Drittel wegen der Trockenheit eingegangen.“ So will das Autorenteam nun auf einem halben Hektar von Ernst Niedermeyers Fläche weitere Pflanzungen vornehmen, Neues dabei ausprobieren und auch später Schulklassen einladen.

Weitere Mitstreiter sind willkommen: www.umwelt-trifft-technik.info

 

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