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Sa., 11.11.2017

Showmaster kommt mit Zoodirektor Matthias Reinschmidt nach Verl Frank Elstner spricht über Reisen und neues Buch

Begegnung mit Papagei: Frank Elstner (rechts) und Matthias Reinschmidt im Karlsruher Zoo.

Begegnung mit Papagei: Frank Elstner (rechts) und Matthias Reinschmidt im Karlsruher Zoo. Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

Verl (WB). Für ihr neues Buch haben Showmaster Frank Elstner und der Karlsruher Zoo-Direktor Matthias Reinschmidt entlegene Orte in Brasilien, Australien und Sri Lanka besucht. Am 13. November machen die beiden Reisenden Station in Verl. Dort stellen sie ihr Werk »Artenschatz. Unsere abenteuerlichen Reisen zu mutigen Menschen und faszinierenden Tieren« vor.

Herr Reinschmidt ist beruflich eng mit der Tierwelt verbunden. Woher rührt die Tierliebe bei Ihnen, Herr Elstner?

Frank Elstner: Wir haben zu Hause drei Hunde, die aus dem Tierheim kommen. Ohnehin habe ich mein Leben lang Hunde gehabt. Mein erster stammt aus einem Zirkus und konnte sogar Rückwärtssaltos machen. Das war für mich als damals Sechsjähriger natürlich super. (lacht)

Wie kam Ihre Zusammenarbeit zustande?

Matthias Reinschmidt: Wir haben uns in Franks Sendung »Menschen der Woche« kennengelernt, als wir über die Lage gefährdeter Papageien sprachen. Zusammen haben wir die Idee entwickelt, überall auf der Welt bedrohte Tierarten zu besuchen und ihnen zu helfen.

Elstner: Matthias hat meine Spinnenphobie geheilt, dafür bin ich ihm sehr dankbar. Er geht mir nur auf den Geist, wenn er wieder so viele Vögelbestimmungsbücher einpackt, dass wir Übergepäck haben. (lacht) Wir sind grundverschiedene Typen, aber mit der Zeit Freunde geworden.

Was war Ihre Motivation für die weiten Reisen?

Elstner: Es ist toll, so eng mit Artenschützern zusammenzuarbeiten. Ich finde es bewundernswert, dass diese Menschen ihr Leben dem Artenschutz verschrieben haben. Ich will meinen Teil dazu beitragen.

Auf Tuchfühlung mit Elefanten: In Sri Lanka haben Entertainer Frank Elstner (links), der Elefantenexperte Brian Batstone (Mitte) und Matthias Reinschmidt, Direktor des Zoos Karlsruhe, ehemalige Arbeitstiere gewaschen.

Herr Elstner, Sie sind im April 75 Jahre alt geworden. Wie strapaziös sind diese Reisen, das Klima und die oft nicht gerade luxuriösen Unterkünfte?

Elstner: Ich habe schon als Pfadfinder in jungen Jahren beschwerliche Reisen unternommen. Und bislang habe ich auch unsere Abenteuer wunderbar überstanden.

Reinschmidt: Frank ist total fit und war ganz sicher keine Last. Bei den Temperaturen waren wir alle irgendwann geschlaucht.

Mussten Sie bisweilen Ängste überwinden?

Elstner: Einmal hat mich ein Elefant mit dem Rüssel am Arm erwischt. In Australien hat Matthias mir Vogelfutter auf meinem Kopf ausgestreut, so dass sechs Papageien auf mir gelandet sind. Generell gilt: Wenn Sie auf Tierexpeditionen gehen, dann müssen Sie die Angst abschalten.

Welche Begegnungen mit Tieren waren für Sie besonders eindrücklich?

Reinschmidt: Die Vielfalt ist so groß. Es gilt einfach, möglichst alle Arten zu retten.

Elstner: Ich habe mich vor allem in die Orang-Utans verliebt. Das sind wirklich tolle Tiere.

Wie ist das Kunstwort »Artenschatz« – der Titel Ihres Buches – entstanden?

Reinschmidt: Frank hat sich versprochen und statt »Artenschutz« einmal »Artenschatz« gesagt. Es ist ein neuer Ausdruck, der aber total gut passt: Wir müssen diesen Schatz unbedingt für die Nachwelt bewahren.

Lesung in Verl

Die gemeinsame Lesung von Frank Elstner und Matthias Reinschmidt findet am Montag, 13. November, um 19.30 Uhr im Multifunktionsraum des Gymnasiums Verl (Sankt-Anna-Straße 22) statt. Es sind noch Eintrittskarten zum Preis von 15 Euro in der Buchhandlung Pegasus und im Bürgerservice des Rathauses Verl erhältlich. An der Abendkasse am Montag kosten die Karten 17 Euro.

Sie stellen Ihr gemeinsames Buch im Rahmen der Verler Literaturtage am 13. November um 19.30 Uhr in OWL vor. Was dürfen Ihre Zuhörer an diesem Abend erwarten?

Elstner: Ich komme mit einem Edelstein im Gepäck nach Verl – und der ist Matthias Reinschmidt. Die Menschen werden viele inter­essante Dinge über Tiere erfahren, Matthias wird das sachlich und vor allem glaubwürdig erzählen. Ich bin der Entertainer an seiner Seite. Gemeinsam bilden wir ein heiteres Duo.

Welche weiteren Projekte verfolgen Sie in der kommenden Zeit?

Reinschmidt: Wir haben für die Fernsehsendung »Elstners Reisen« für den SWR zuletzt in Bulgarien gedreht, da geht es unter anderem um bedrohte Geier. In Kenia standen die Nashörner im Mittelpunkt. In der Ukraine konnten wir zuletzt helfen, zwei Bären zu retten.

Elstner: Wenn man eines der letzten Nashörner seiner Art ganz nah erlebt, dann ist man sehr gerührt. Wir wollen uns weiter für den Artenschutz einsetzen.

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