So., 16.09.2018

Für die Größe Verls relativ niedrige Zahl an Kunden Schülerhilfe wechselt an neuen Standort

Seit 1974 gibt es die Schülerhilfe als Kette in Deutschland und Österreich. Die Verler Filiale führt Jan Fischer seit gut zwei Jahren. Nun ist sie umgezogen.

Seit 1974 gibt es die Schülerhilfe als Kette in Deutschland und Österreich. Die Verler Filiale führt Jan Fischer seit gut zwei Jahren. Nun ist sie umgezogen. Foto: Andreas Berenbrinker

Verl (WB/abb). Das neue Schuljahr hat begonnen und somit auch die Zeit der Tests, Klassenarbeiten und Klausuren. Wenn die Noten nicht so ausfallen, wie es sich die Schülerinnen und Schüler sowie Eltern wünschen, dann kommt immer häufiger die Schülerhilfe Verl ins Spiel. Seit Anfang September an neuem Standort – an der Paderborner Straße 42.

Jan Fischer (37), Standortleiter der Schülerhilfe in Verl, nutzte die Sommerferien, um die Straßenseite zu wechseln. Von der Paderborner Straße 35 ging es rüber in die 42. »Hier haben wir sechs statt nur vier Räume, barrierefreie Zugänge und es ist deutlich heller und freundlicher«, betont Fischer, der die Schülerhilfe seit Oktober 2016 in Verl betreibt.

Zurzeit betreuen Fischer und sechs weitere Nachhilfelehrer etwa 60 Schülerinnen. Der Großteil kommt aus Verl und besucht eine der hiesigen Grund- oder weiterführenden Schulen. »Aber wir haben auch Schüler aus Gütersloh oder Hövelhof.« Mit 60 Kunden sieht das Vorstandsmitglied der Werbegemeinschaft das Ende der Fahnenstange aber längst nicht erreicht. »Bei der Größe Verls und einem Aufkommen von ungefähr 2500 Schülern wären 90 bis 100 Nachhilfeschüler normal.« Als Gründe für die relativ niedrige Anzahl von Schülerhilfekunden sieht Fischer die fehlende Bekanntheit seines Zentrums sowie auch den Wohlstand in der Stadt. Fischer: »Viele Eltern zahlen bestimmt Privatnachhilfe.«

Das Konzept der Schülerhilfe sieht eine Einzelförderung in der Gruppe vor. Das klingt zunächst paradox, macht aber laut Jan Fischer Sinn. In kleinen Lerngruppen mit Schülern unterschiedlichen Alters und in verschiedenen Fächern kümmert sich der Lehrer reihum um jeden einzelnen Schüler, ehe alle ihre persönlichen Aufgaben erledigen. »In der Gruppe kann man sich dann gegenseitig unterstützen«, so Fischer.

Natürlich gibt es auch Einzelförderung. »Diese kommt zum Beispiel immer bei der Vorbereitung von Nachprüfungen zum Tragen.« Die Schüler kommen in den Sommerferien und büffeln, um die Versetzung doch zu schaffen.

Die Nachhilfelehrer unterrichten Schüler von der 3. Klasse bis zur Oberstufe in allen gängigen Fächern. Oft würden die Eltern den ersten Kontakt suchen, »aber manchmal melden sich die Schüler auch selbst«, sagt Fischer. Die Hemmschwelle sei weitaus geringer als zu früheren Zeiten, wo man sich für Nachhilfe geschämt habe. Mit dabei ist auch immer Nachhilfehündin, Labrador Shila.

Besonders wichtig ist Jan Fischer der Hinweis, dass die Nachhilfe für Kinder, deren Eltern Sozialleistungen empfangen, kostenfrei ist. »Dazu müssen nur Unterlagen ausgefüllt werden und beim Jobcenter des Kreises abgegeben werden.« Nachhilfe dürfe sich nicht am Einkommen der Eltern richten, sondern für alle Schüler möglich sein.

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