Betriebsausschuss stimmt Nahwärmenetz-Bau in Kaunitz zu
Heizzentrale in der Grundschule

Verl (WB). Die Stadt wird im kommenden Jahr mit dem Bau eines Fernwärmenetzes in Kaunitz beginnen. Dem hat der Betriebsausschuss einstimmig zugestimmt.

Samstag, 06.10.2018, 11:45 Uhr aktualisiert: 06.10.2018, 11:50 Uhr
Die Heizzentrale, von der aus sich das Wärmenetz erstrecken soll, befindet sich in der Grundschule Kaunitz, die zurzeit saniert wird. Das neue Sportheim, der Kindergarten sowie KHW-Wohnungen und private Haushalte sollen auch angeschlossen werden. Foto: Eigendorf
Die Heizzentrale, von der aus sich das Wärmenetz erstrecken soll, befindet sich in der Grundschule Kaunitz, die zurzeit saniert wird. Das neue Sportheim, der Kindergarten sowie KHW-Wohnungen und private Haushalte sollen auch angeschlossen werden. Foto: Eigendorf

Die Verwaltung hatte wie berichtet die Energieagentur Lippe damit beauftragt, eine Machbarkeitsstudie zu erstellen. Das Ergebnis: Ein Arealnetz in Kaunitz sei sinnvoll und wirtschaftlich. Und: »Kaunitz hat sich angeboten, weil wir an der Grundschule gerade ohnehin bauen«, betonte der Beigeordnete Heribert Schönauer.

Der Betriebsausschuss bevorzugte die dritte und somit höchste Stufe der drei vorgestellten Ausbauvarianten. In allen drei Fällen geht das Arealnetz von der Grundschule aus. Der dortige Heizkessel soll weiter genutzt werden. Dieser Gaskessel (Leistung 312 kW) dient als Grundlage und soll um ein thermisch eingesetztes Blockheizkraftwerk mit einer Leistung von 100 kW ergänzt werden. Der Gaskessel hätte dann die Funktion eines Spitzenlastkessels. Außerdem hält die Energieagentur einen Pufferspeicher für sinnvoll.

»Unsere Erfahrung zeigt, dass 50 bis 60 Prozent der Anlieger auch einen Anschluss haben wollen.«

Winfried Egbringhoff, Fachbereichsleiter Hochbau

Die von den Ausschussmitglieder präferierte Ausbauvariante C mit einer Trassenlänge von 731 Metern sieht den Anschluss des städtischen Kindergartens »Kleine Strolche« ebenso vor wie den des neuen Sportheims des FC Kaunitz, mit dessen Bau der Verein vor Kurzem begonnen hat. Außerdem finden sich die Neubauten der Wohnungsbaugesellschaft KHW »Zum Sennebach« mit 32 Sozialwohnungen ebenfalls im Nahwärmenetz in Kaunitz wieder, das von der Grundschule aus versorgt wird. Diese Variante beinhaltet zudem die Idee, private Haushalte in der Nachbarschaft auch zu integrieren. Konkret sind Montessoriweg und Teile der Paderborner Straße gemeint. »Unsere Erfahrung zeigt, dass 50 bis 60 Prozent der Anlieger auch einen Anschluss haben wollen«, sagte Winfried Egbringhoff, Fachbereichsleiter Hochbau in der Sitzung des Betriebsausschusses.

Frank Senge von der Energieagentur Lippe betonte, dass das Interesse von Anwohnern den Charme habe, »einen Nukleus für die öffentliche Wärmeversorgung zu schaffen«. Er empfahl, Kontakt zu potenziellen Anschlussnehmern aufzunehmen und Infoveranstaltungen zu organisieren.

Nutzwärmebedarf von 200.000 Kilowattstunden

Schon die Grundschule für sich betrachtet hat einen Nutzwärmebedarf von 200.000 Kilowattstunden im Jahr. Die Gebäude der KHW kämen mit 150.000 Kilowattstunden hinzu. Von 227.000 Kilowattstunden geht die Energieagentur bei den Anliegern aus.

Die Investitionskosten würden laut der Machbarkeitsstudie bei 624.277 Euro liegen. Es sind jedoch Fördermittel möglich, wie aus dem Programm des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle unter dem Stichwort »Kälte- und Wärmenetze« hervorgeht. Auch aus einem Fördertopf der Kreditanstalt für Wiederaufbau könnte es Geld geben. Somit summiert sich die mögliche Förderung auf mehr als 90.000 Euro. Das letzte Wort hat natürlich der Rat.

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