Mo., 07.01.2019

Neujahrsempfang des CDU-Stadtverbandes – Grußworte von Laumann und Brok Politik für Verl, NRW und Europa

In den Räumen des Verler Unternehmens Elektro Beckhoff wurden am Sonntag die Jubilare der Verler Christdemokraten geehrt. Es freuen sich der stellvertretende Vorsitzende Robin Rieksneuwöhner (von links), Egbert Zeunert, Hermann Peitz, Hedwig Brockschmidt, Arno Beckhoff, Friederike Gerling (alle 25 Jahre), Karl-Heinz Westermann, Stefan Kampmann (beide 40 Jahre), Vorsitzender Matthias Humpert sowie Berthold Große-Rüschkamp (50 Jahre).

In den Räumen des Verler Unternehmens Elektro Beckhoff wurden am Sonntag die Jubilare der Verler Christdemokraten geehrt. Es freuen sich der stellvertretende Vorsitzende Robin Rieksneuwöhner (von links), Egbert Zeunert, Hermann Peitz, Hedwig Brockschmidt, Arno Beckhoff, Friederike Gerling (alle 25 Jahre), Karl-Heinz Westermann, Stefan Kampmann (beide 40 Jahre), Vorsitzender Matthias Humpert sowie Berthold Große-Rüschkamp (50 Jahre). Foto: Andreas Berenbrinker

Von Andreas Berenbrinker

Verl (WB). »Politik muss auch hart sein«, sagte Bürgermeister Michael Esken während des CDU-Neujahrsempfanges und verteidigte Entscheidungen, die einigen Bürgern unpopulär erscheinen.

In seiner Ansprache betonte Michael Esken, dass es der Stadt gut gehe und dass insbesondere Investitionen in die Bildung wichtig seien. Auch den Breitbandausbau bezeichnete er als notwendigen Schritt. Esken sagte, dass die Verler CDU nah am Bürger sei und es sehr viele Diskussionen mit den Einwohnern gebe. »Jeder Bürger in Verl ist wichtig.«

Bürgerkritik müsse man aushalten können, sagte er und spielte auf Proteste von Anwohnern gegen den sozialen Wohnungsbau in Kaunitz, den Ausbau der Bergstraße in Bornholte und gegen das Abholzen eines »nicht vorhandenen Wäldchens« (Esken) zugunsten eines neuen DRK-Heimes an.

»2019 wird kein langweiliges Jahr werden«, sagte Verls Stadtverbandsvorsitzender Matthias Humpert. Endgültige Entscheidungen zur Umgestaltung der Bürmschen Wiese und zum Bau eines Hauses für junge Menschen mit Behinderung sowie eines neuen DRK-Heimes werde es im ersten Halbjahr geben.

»Lieber falsch entscheiden«

Er betonte, dass irgendwann eine Entscheidung kommen müsse, »auch wenn nicht alle Bürger glücklich damit sind.« Der Opposition im Rat warf er vor, dass sie mit ständigen neuen Vorschlägen den Prozess verlängere. Humpert: »Wer zu lange wartet, hat Angst vor einer Entscheidung«. Manchmal müsse man lieber falsch als gar nicht entscheiden. Weitere Ziele im Jahr 2019 seien die Planungen zum Hallenbad und zur Gesamtschule, die Modernisierungen der Bibliothek und des Freibades sowie die Schaffung neuer Flächen für Wirtschaft und Bürger.

Außerdem müsse es das langfristige Ziel sein, dass jedes Gebiet in Verl über Glasfaserleitungen für schnelles Internet verfüge. »Die Einnahmen sprudeln in Verl«, umriss Humpert die gute finanzielle Lage Verls, dazu habe die CDU mit ihrer Mehrheit die richtigen Weichen gestellt. Der Stadtverbandsvorsitzende erinnerte an das Wirken verschiedener Bürgermeister wie Klaus Hörsting oder Josef Lakämper, ließ Paul Hermreck in seiner Aufzählung aber aus. Humpert warnte davor, die Rücklagen zu »verfrühstücken« und appellierte, auch in Zukunft verantwortungsvoll mit dem Geld umzugehen.

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»Wir müssen mehr Ärzte ausbilden,«

Karl-Josef Laumann

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Als Gastredner hatte die CDU den Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales im NRW-Landtag Karl-Josef Laumann eingeladen. Laumann stellte den hervorragend aufgestellten Arbeitsmarkt heraus, sprach aber auch Probleme an. So habe man in Krankenhäusern, bei den Ärzten und Pflegediensten zwar einen hohen Standard, aber es fehle an Personal. »Wir müssen mehr Ärzte ausbilden«, sagte Laumann und betrachtete den Bau einer medizinischen Fakultät in Bielefeld als wichtigen Schritt. Auch in der Pflege müsse gehandelt werden.

Landrat Sven-Georg Adenauer sagte, dass die CDU eine Partei der Freude und des Optimismus sein müsse. »Wir wollen den Miesmachern die Stirn bieten und uns nicht verrückt machen lassen.«

Abschließend appellierte Elmar Brok, einen engagierten Wahlkampf für die Europawahl am 26. Mai zu führen. Das Mitglied des europäischen Parlaments betonte, dass Europa keineswegs gescheitert sei. »Wir dürfen den Gegnern Europas keinen Raum geben«, sagte Brok und spielte damit insbesondere auf US-Präsident Donald Trump und die AfD an.

Jubilare

Im Rahmen des Empfangs wurden folgende Jubilare geehrt: Berthold Große-Rüschkamp, Winfried Schulte, Dr. Klaus Wiethoff (50 Jahre), Stefan Kampmann, Karl-Heinz Westermann, Egbert Zeunert, Klaus Westerbarkey (40 Jahre), Arno Beckhoff, Hermann Peitz, Hedwig Brockschmidt, Friederike Gerling, Maria Schulte Döinghaus, Egon Böwingloh, Anna Thiemann (25 Jahre)

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