Mo., 14.01.2019

1400 Zuschauer feiern das Jahreskonzert des Musikvereins Verl Generalprobe fürs Deutsche Musikfest

Das Schülerorchester verzauberte das Publikum mit einer musikalischen Weltreise.

Das Schülerorchester verzauberte das Publikum mit einer musikalischen Weltreise. Foto: Viktoria Farkas

Von Viktoria Farkas

Verl (WB). Das Jahreskonzert des Musikvereins ist aus dem Programm der Stadt mittlerweile gar nicht mehr wegzudenken. Drei Orchester begeistern am Samstag die etwa 1400 Zuschauer mit dramatischen Tönen, humorvollen Moderationen, reichlich Zugaben und einigen Überraschungen.

Dieses Jahr ist der Auftritt auf das Deutsche Musikfest in Osnabrück ausgelegt, wie Vorsitzender Tobias Erichlandwehr erklärt. Denn sowohl der Musikverein als auch das Jugendorchester nehmen im Mai an den Wertungsspielen teil und nutzen jede Möglichkeit, ihr Können zu beweisen.

Der Musikverein eröffnet den Abend unter der Leitung des Dirigenten Dietmar Kay mit dem Zirkusmarsch »L’Entract«, bevor die musikalische Interpretation der Fabel »Reineke Fuchs« von Johann Wolfgang Goethe präsentiert wird. Dies ist das Pflichtstück des Musikfestes und spiegelt die charakteristischen Eigenschaften der Tiere, wie zum Beispiel den listigen Fuchs oder den königlichen Löwen wider.

Der Zusammenschnitt des Albums »Adele 21« mit Hits wie »Set fire to the Rain« oder »Someone like you« lässt das Publikum begeistert mitklatschen. Die Musiker verabschieden sich mit »Western Graffiti« als Zugabe und bekommen reichlich Applaus.

Musikalische Weltreise

Nach einem zügigen Wechsel begrüßen die Querflöten-Moderatorinnen Johanna Rofalski, Theresa Tönsmeyer, Lara Heising und Annika Merz die Zuschauer und laden sie auf eine kleine Weltreise ein. Zunächst geht es zu der Band Chicago, dessen Stück »25 or 6 to 4« gespielt wird, danach führt der Weg Richtung England und »Colliding Visions« ertönt. Eine kleine Besonderheit ist das russische Volkslied »Katyusha«, das auf Wunsch des Musikers Florian eingeübt wurde. Die Erleichterung ist dem Dirigenten Anatole Gomersall anzusehen, als er am Ende des Stückes seine Musiker lobt. Besonders stolz sei er auf die vielen Tonartwechsel, die von jungen Musikern sehr schwer zu meistern seien. Die Weltreise wird mit einem Abstecher nach »Havana« von Camilla Cabello beendet.

Das Finale des Konzerts wird mit einem Videoclip eingeleitet, das an »Star Wars« erinnert: »Das JOV schlägt zurück«, lautet das Motto. Auch hier spielt das Wertungsspiel die tragende Rolle, die benötigten Noten müssen gerettet werden! »Winds on Fire« von Bert Appermont wird von den Moderatoren Jonathan Verhofen, Patrick Pruß und Julian Kay mit dem letzten Schultag vor den Sommerferien verglichen. Die Erleichterung, nachdem endlich das »Gong« der Glocke ertönt, kann auch in dem Stück gefunden werden. Zum Schluss rundet das Orchester das Konzert nach einer humorvollen Überleitung der Moderatoren und Danksagungen des Vorsitzenden Tobias Erichlandwehr mit der Titelmusik »Star Wars« ab.

 

Und nun mal etwas ganz anderes...

Gomersall hat nette Worte für seine Musiker, erneut lobt er die einzelnen Register und äußert sich optimistisch bezüglich des Musikfestes. Nach dem nicht aufhörenden Applaus gibt auch das Jugendorchester eine Zugabe. Mit den Worten »And now something completely different« kündigt der Dirigent die außergewöhnliche Wahl an: Jonathan Verhoven performt einen Sologesang. Das Publikum klatscht mit. So ist dem Musikverein Verl ein stimmungsvoller und fröhlicher Ausklang gelungen.

Besonders bemerkenswert war der Zusammenhalt der Musiker, die synchronen Bewegungen der einzelnen Register und Wippen der Füße.

Ein glückliches Lächeln nach einem gelungenen Solo, der zufriedene Gesichtsausdruck der Dirigenten und das Publikum, das ihre Leistung feiert – das ist die Belohnung für die Musiker, die nach dieser gelungenen Zusammenarbeit erleichtert und zufrieden strahlen dürfen.

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