Sa., 19.01.2019

Pläne zur Seniorenresidenz vorgestellt – Wohnungen in Stadtvillen frei 80 neue Pflegeplätze

Auf dieser Fläche an der Königsberger Straße soll die Wohnanlage mit der Seniorenresidenz und vier Stadtvillen entstehen. Die Skizze zeigt erste Planungen einer Anordnung.

Auf dieser Fläche an der Königsberger Straße soll die Wohnanlage mit der Seniorenresidenz und vier Stadtvillen entstehen. Die Skizze zeigt erste Planungen einer Anordnung. Foto: Berenbrinker

Von Andreas Berenbrinker

Verl-Sürenheide (WB). Von 2022 an könnte es in Sürenheide 80 zusätzliche Plätze in der stationären Pflege geben. Bis zu diesem Zeitpunkt könnte die von der Lindhorst-Gruppe geplante Seniorenresidenz fertiggestellt sein.

Im ersten Bauabschnitt sollen zusätzlich 22 Wohnungen in zwei Stadtvillen entstehen, später könnte auf vier Villen mit 44 Wohnungen erweitert werden.

Wie bereits berichtet, soll an der Königsberger Straße in Sürenheide in direkter Nachbarschaft der evangelischen Kirche und des Jugendhauses Oase eine Seniorenresidenz entstehen. Am Donnerstagabend wurden die Pläne von Jens Kalkmann (Architekturbüro K'25) und Susanne Thon, Geschäftsführerin des Mediko Pflege- und Gesundheitszentrums – ein Tochterunternehmen der Lindhorst-Gruppe – vorgestellt. Auf einer Fläche von 12.300 Quadratmetern sollen in zwei Bauabschnitten eine dreigeschossige Seniorenresidenz sowie vier Stadtvillen mit 44 frei vermietbaren, altersgerechten und barrierefreien Wohnungen entstehen.

In der Residenz soll es 80 Pflegeplätze geben, die in Wohnbereiche untergliedert werden. 54 Plätze dienen der vollstationären Pflege, 13 der Kurzzeitpflege, weitere 13 der Pflege jüngerer Menschen. Das Altenwohnheim soll ausschließlich über Einzelzimmer mit eigenem Bad sowie einer Vollküche mit Speisesaal, Kaminzimmer, Terrasse und Gartenanlage verfügen. Auch ein Friseursalon ist im Gebäude geplant.

Mit der Residenz könnten 70 Arbeitsplätze in der Pflege, Betreuung, Verwaltung, Hauswirtschaft und Haustechnik geschaffen werden. Die Seniorenresidenz soll auch externen Interessierten – vornehmlich Senioren – als Beratungsstelle dienen, man kann den Mittagstisch einnehmen oder an Festen und Veranstaltungen teilnehmen.

Die 44 Wohnungen in den Stadtvillen sollen über eineinhalb bis zwei Zimmer mit einer Größe von 40 bis 60 Quadratmetern verfügen, auch ein Balkon oder eine Terrasse sind geplant. Vermietet werden die Wohnung vom Mediko Pflege- und Gesundheitszentrum.

Grundsätzlich haben die Wohnungen mit dem benachbarten Altenwohnheim nichts zu tun, Dienstleistungen der Residenz können aber genutzt werden. Der städtische Beigeordnete Heribert Schönauer bat Susanne Thon eindringlich, zumindest in einer Stadtvilla betreutes Wohnen anzubieten.

Nach Hochrechnung auf Basis von Angaben aus der Landesdatenbank NRW würden laut Mediko im Jahr 2030 etwa 160 Plätze in der Vollzeitpflege in Verl fehlen. Daher habe die Lindhorst-Gruppe den Entschluss gefasst, in Verl eine Seniorenresidenz zu bauen. Insgesamt 16 Grundstücke habe man sich laut Jens Kalkmann im gesamten Stadtgebiet angeschaut, darunter auch das Areal an der Paderborner Straße, auf dem das Hotel Jägerhof stand. In Sürenheide sei ein Grundstück in unmittelbarer Nähe der Grundschule und des Elli-Marktes in die engere Auswahl gekommen. Letztlich scheiterte dieser Plan aber aus Platzgründen. An der Königsberger Straße habe man ein passendes Grundstück gefunden.

Kritik am Standort übten einige der etwa 60 anwesenden Bürger im Haus Ohlmeyer, speziell das Verkehrsaufkommen würde steigen, auch Parkplatzprobleme könnten entstehen.

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