Löschzug Kaunitz: Marcel Busche übernimmt von Dirk Costantino
Ablösung an der Baustellenfront

Verl (WB). Der Löschzug Kaunitz steuert auf einen Führungswechsel zu. Der bisherige stellvertretende Löschzugführer, Marcel Busche (41), wird am Samstag, 23. Februar, die Leitung der Truppe übernehmen.

Donnerstag, 07.02.2019, 06:45 Uhr aktualisiert: 07.02.2019, 06:50 Uhr
Fünf Einsatzfahrzeuge und ein Fahrzeug der Jugendfeuerwehr mit Anhänger sind in der Fahrzeughalle des Feuerwehrgerätehauses Kaunitz untergebracht, außerdem dieser Oldtimer, der schon immer zum Löschzug gehört hat, und vor dem hier Marcel Busche (links) und Dirk Costantino posieren. Am Samstag, 23. Februar, löst Busche Costantino ab. Foto: Matthias Kleemann
Fünf Einsatzfahrzeuge und ein Fahrzeug der Jugendfeuerwehr mit Anhänger sind in der Fahrzeughalle des Feuerwehrgerätehauses Kaunitz untergebracht, außerdem dieser Oldtimer, der schon immer zum Löschzug gehört hat, und vor dem hier Marcel Busche (links) und Dirk Costantino posieren. Am Samstag, 23. Februar, löst Busche Costantino ab. Foto: Matthias Kleemann

Sein Vorgänger, bislang noch im Amt, Dirk Costantino (43), ist bereits zum stellvertretenden Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Verl aufgerückt. Seit seiner Ernennung im Oktober 2017 ist er der einzige Stellvertreter. Das ist neu. Bis dahin hatte der Leiter der Feuerwehr immer zwei Stellvertreter, und das waren die beiden Löschzugführer aus Verl und Kaunitz.

Mit diesem Wechsel hat also eine Verschlankung stattgefunden. Um außerdem Ämterhäufung zu vermeiden, war man übereingekommen, dass der stellvertretende Leiter der Feuerwehr nicht gleichzeitig Löschzugführer sein soll. Deshalb nun also als letzter Schritt die Ernennung eines neuen Löschzugführers in Kaunitz.

Wie das in Feuerwehrkreisen üblich ist, fand bereits eine Anhörung statt, bei der jedes Mitglied des Löschzugs sich äußern konnte. Einwände gab es nicht, und so wird Brandoberinspektor Marcel Busche während der Generalversammlung, die am Samstag, 23. Februar, um 20 Uhr beginnt, seine Ernennungsurkunde von Martin Wanders, dem Leiter der Feuerwehr, entgegen nehmen.

Busche und Costantino sind fast gleichzeitig in die Feuerwehr eingetreten, Busche ist sogar schon etwas länger dabei, nämlich seit 1994, Costantino erst seit 1995, hat es aber schon zum Stadtbrandinspektor gebracht. In der Löschzugführung sind sie schon länger ein Team, zusammen mit dem zweiten Stellvertreter Helmut Stüker.

46 Mitglieder

»Ich bin da hineingewachsen«, sagt Busche. Dennoch wird jetzt einiges auf ihn zukommen. »Das Telefon wird öfter klingeln«, sagt Costantino. Aktuell hat der Löschzug Kaunitz 46 Mitglieder, davon drei Frauen. »Da ist keiner wie der andere, das sind 46 Charaktere von 17 bis 67.« Als neuer Löschzugführer wolle er ein offenes Ohr für alle haben und fester Ansprechpartner sein.

Der Zusammenhalt im Löschzug sei wichtig. Einsätze seien belastend, da sei es gut, gemeinsam auch andere Dinge zu unternehmen, Ausflüge, Feiern, ein Grillfest im Sommer.

Auch er werde sich bemühen, neue Mitglieder zu werben, sagt Busche. Seit dem Wegfall der Wehrpflicht im Jahr 2011 gibt es nicht mehr die Möglichkeit, dass junge Männer um den Wehrdienst herum kommen, wenn sie sich für neun oder zuletzt sechs Jahre verpflichten, der Freiwilligen Feuerwehr beizutreten.

Die Mitgliederentwicklung ist im Löschzug aber wieder auf dem aufsteigenden Ast. »Wir hatten seit 2007 altersbedingt einen Rückgang bis auf 39 Mitglieder«, sagt Costantino. Von der angestrebten Mindestmarke, 50 Mitgliedern, ist man also noch vier Mitglieder entfernt. Zuwachs ist auch wichtig, weil unter anderem davon abhängt, dass die Stadt Verl regelmäßig ihre Ausnahmegenehmigung von der Bezirksregierung bekommt und keine Berufsfeuerwehr aufbauen muss.

Neues Feuerwehrgerätehaus

Die zweite Baustelle, die Costantino an Busche übergibt, ist wirklich eine: Das neue Feuerwehrgerätehaus, das auf der anderen Straßenseite entsteht. »Seit 2011 wird über die optimale Lösung diskutiert«, sagt Costantino. Erweiterung, Umbau, Neubau hier oder dort, alles sei schon beraten worden. Aber im aktuellen Gebäude, das aus dem Jahr 1980 stammt, ist mittlerweile vieles veraltet und zu klein geworden. Auch hat die 2001 gegründete Jugendfeuerwehr Fahrzeuge und Material im Haus gelagert.

So ist die Vorfreude auf den Neubau groß. Und Marcel Busche, im Zivilberuf kaufmännischer Angestellter mit Schwerpunkt Logistik, kann seine beruflichen Fähigkeiten ausspielen. Fertigstellung und Umzug sind für den Oktober dieses Jahres geplant.

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