Erster Student beendet duales Studium bei Hüttenhölscher Maschinenbau
Vom Praktikanten zum Konstrukteur

Verl (WB). Im Januar 2009 schnupperte Raphael Fricken­stein als Schülerpraktikant drei Wochen lang Werkstatt-Luft. Bei Hüttenhölscher Maschinenbau lernte er die Grundlagen der Metallbearbeitung wie Anreißen, Körnen, Bohren, Sägen und Feilen kennen und bekam eine Vorstellung davon, wie Maschinenbau funktioniert.

Freitag, 08.03.2019, 11:45 Uhr aktualisiert: 08.03.2019, 12:22 Uhr
Raphael Fricken­stein hat als Schülerpraktikant bei Hüttenhölscher Maschinenbau ins Unternehmen geschnuppert und arbeitet nach dem abgeschlossen dualen Studium in der Konstruktionsabteilung des Maschinenbauers. Foto: Andrea Hüttenhölscher
Raphael Fricken­stein hat als Schülerpraktikant bei Hüttenhölscher Maschinenbau ins Unternehmen geschnuppert und arbeitet nach dem abgeschlossen dualen Studium in der Konstruktionsabteilung des Maschinenbauers. Foto: Andrea Hüttenhölscher

Im Fall des 25-jährigen Verlers war es der Grundstein für seine berufliche Laufbahn. Heute – genau zehn Jahre später – darf sich Raphael Frickenstein Bachelor of Engineering nennen. Denn gemeinsam mit Hüttenhölscher Maschinenbau hat er sein Maschinenbau-Studium nach dem Soester-Modell mit durchweg sehr guten Noten beendet.

Ausbildung und Studium bauen aufeinander auf

»Sich direkt nach dem Abitur für zirka sechs Jahre an ein Unternehmen zu binden, war natürlich ein großer Schritt«, erklärt Frickenstein nachdenklich. Anders als bei einem klassischen »dualen« Studium laufen Ausbildung und Studium bei einem »praxisintegrierten dualen« Studium nach dem Soester-Modell nicht parallel, sondern bauen aufeinander auf.

Geschäftsführer Daniel Hüttenhölscher (41), der das Soester-Modell beim Verler Maschinenbauer eingeführt hat: »Ich habe nach meiner Industriemechaniker-Ausbildung bei Miele Automatisierungstechnik an der Fachhochschule Südwestfalen in Soest studiert. Dabei habe ich festgestellt, wie hilfreich es ist, zunächst die praktische Ausbildung zu durchlaufen. Deshalb finde ich das ›praxisintegrierte duale Studium‹ absolut sinnvoll.«

Kammersieger geworden

Im Sommer 2012 startete Frickenstein seine dreijährige Feinwerkmechaniker-Ausbildung, die bei Hüttenhölscher mit dem Ausbildungsnetzwerk BANG in Verl durchgeführt wird. Seine Gesellenprüfung legte der Verler so gut ab, dass er 2015 Kammersieger wurde. Daraufhin folgten sieben Semester Maschinenbau-Studium. Die Fächer an der Fachhochschule sind sehr praxisorientiert. »In diesem Punkt machte sich die Ausbildung definitiv bemerkbar«, erklärt Frickenstein, der während des Studiums in einer Dreier-WG in Soest wohnte.

Während der Semesterferien arbeitete der 25-Jährige zunächst in der Montage. Nach dem dritten Semester ging es das erste Mal in die Konstruktion. Jetzt zieht Frickenstein für sich ein positives Fazit: »In der Ausbildung habe ich neben der Praxis gelernt, Verantwortung zu übernehmen, und ich habe mich persönlich weiterentwickelt. Während des Studiums war es von Vorteil, zusammen mit einem Unternehmen zu studieren. Einmal wegen der finanziellen Unterstützung, aber auch, weil ich mir für die Semesterferien nicht ständig einen anderen Arbeitgeber suchen musste. Im Gegenteil: Ich habe das Unternehmen jedes Mal ein kleines Stück mehr kennengelernt. So kann ich jetzt nach meinem Studium direkt als Konstrukteur durchstarten.«

Studentenleben kommt nicht zu kurz

»Bei allem Ernst fürs Studium ist auch das Studentenleben nicht zu kurz gekommen, denn da hat Soest mit seiner Kneipen-Szene einiges zu bieten«, sagt Fricken­stein. Dies bestätigen auch die zwei Studenten, die nach ihrer Ausbildung zusammen mit Hüttenhölscher in Soest studieren. Der nächste angehende Student startet im Sommer seine Ausbildung beim Verler Maschinenbauer.

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