Di., 09.04.2019

»Der Weiße Brasilianer« ist Stargast beim schrill-bunten Kartenspielabend in Verl Brinkmann setzt Pokerface auf

Da lassen sich Sebastian Schmelter und Ansgar Brinkmann noch in die Karten schauen.

Da lassen sich Sebastian Schmelter und Ansgar Brinkmann noch in die Karten schauen. Foto: Andreas Berenbrinker

Verl(abb). Als Fußballspieler hatte Ansgar Brinkmann oft ein Ass im Ärmel. Er zauberte, trickste und vernaschte seine Gegenspieler. Im Gasthof Menning saßen seine Kontrahenten nun mit an einem Tisch – »Der Weiße Brasilianer« war Stargast beim Pokercup 2019.

Wie es sich für einen Superstar, zumindest einem kleinen, gehört, kam Ansgar Brinkmann (49) mit einstündiger Verspätung nach Verl – in seiner Geburtsstadt Vechta gab er vorher noch eine Lesung. Und wie es sich für Ansgar Brinkmann gehört, gab es vor dem Beginn des Pokerspiels noch einen Plausch an der Theke (siehe Kasten).

Der fröhlich-bunte und äußerst schrille Abend hatte einen Hauch von Las Vegas. Direkt am Verler »Strip« an der Gütersloher Straße wussten die 55 Kartenspieler mit ausgefallenen Anzügen zu gefallen. Hier hatte Ansgar Brinkmann mit seinem ordinären T-Shirt eindeutig Nachholbedarf. Seine Konkurrenten kamen in sehr bunten, knallgrünen oder orangefarbenen Anzügen. Da musste auch der ehemalige Fußballer, der auch in Ostwestfalen beim SC Verl, dem FC Gütersloh und Arminia Bielefeld aktiv war, grinsen.

Besetzung der Tische ausgelost

Der Pokercup fand bereits zum 17. Mal statt. »Aber so einen Stargast hatten wir hier noch nie«, sagt Initiator Sebastian Schmelter, der bereits vor einigen Jahren Kontakt zu Brinkmann aufgenommen hatte. Nun hat es endlich geklappt, der Star zum Anfassen und ohne jegliche Allüren gab sich die Ehre. »Ich komme immer gerne nach Verl, hier ist immer was los«, so Brinkmann, der beim SC Verl nicht mit seinem Trainer Dieter Brei klar kam, nur wenige Spiele bestritt und es dennoch auf die »Wall of Fame« in der Sportclub-Arena geschafft hat. Werbung für die Veranstaltung hat Sebastian Schmelter vorher bewusst nicht gemacht, das Turnier war sowieso ausgebucht. »Wenn in der Zeitung gestanden hätte, dass der Weiße Brasilianer nach Verl kommt, hätten wir hier 6000 Leute bei Menning gehabt«, so Schmelter mit eisernem Pokerface.

Die Besetzung der fünf Tische mit je elf Spielern wurde ausgelost. Arminia-Fan Oliver Flöttmann und Martin Kresing hatten die Ehre, neben dem Stargast zu sitzen – in die Karten schauen ließ sich Ansgar Brinkmann aber natürlich nicht. Mit am Tisch auch das CDU-Ratsmitglied Henrik Brinkord, der sich als Poker-Fachmann erwies und zunächst als »Dealer« (Kartengeber) fungierte.

Der Spaß stand an dem Abend im kleinen Las Vegas eindeutig im Vordergrund, wenngleich es einige Sachpreise zu gewinnen gab. Gestiftet wurden diese von den beiden Sponsoren des Abends Energieversum sowie schmelterland.de. Die Geschäftsführer der Firmen René Möllenbeck und Sebastian Schmelter zahlten zu je einem Drittel auch das Antrittshonorar von Ansgar Brinkmann, der Rest wurde durch Eintrittsgelder der 55 Spieler generiert.

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