Sa., 13.04.2019

Feuerwehr pumpt Wasser aus Keller und Becken – Eröffnung im April fraglich – mit Video Großeinsatz nach Rohrbruch im Freibad

40 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren am Freitag im Einsatz.

40 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren am Freitag im Einsatz. Foto: Kerstin Eigendorf

Von Kerstin Eigendorf

Verl (WB). 1600 Kubikmeter Wasser sind im Verler Freibad-Becken, als am Freitagnachmittag ein Wasserrohr in der Kellerwand bricht. Sofort beginnt der Keller vollzulaufen. Der anwesende Schwimmmeister pumpt ab. Als die Feuerwehr eintrifft, steht das Wasser trotz Abpumpens kontinuierlich 15 Zentimeter hoch im Keller.

Es ist ein 300er Wasserrohr, auf das die Kraft von 1600 Kubikmetern Wasser drückt. Denn das betroffene Rohr befindet sich auf dem Weg vom Beckenwasser in Richtung Filterung. »Als wir eintrafen, sprudelte das Wasser mit voller Wucht aus dem gebrochenen Rohr im Keller heraus«, sagt Verls Feuerwehrchef Martin Wanders. Auch die Kanalisation sei zeitweilig völlig überlastet gewesen. Die Feuerwehr flutet auch die Pufferspeicher am Freibad komplett, um den Druck von dem kaputten Wasserrohr zu nehmen.

Die größte Herausforderung – abgesehen vom Abpumpen des Beckenwassers – ist das Schließen der Boden- und Wandabläufe. Hierfür kommt ein Taucher zum Einsatz. Er muss die 14 bis 15 Abflüsse im Becken verschließen. Dazu legt er Gummimatten auf die Bodenabläufe und deckt die Wandabläufe mit Hilfe von Deckeln inklusive Rillenringen ab.

Wie Schwimmmeister Björn Jann berichtet, befindet sich die geborstene Stelle des Rohres an eine »blöden Stelle«, genau an der Kellerwand. So kann es nicht einfach abgedichtet werden. Es bleibt nur noch, die Zuflüsse an Wasser zu verschließen und das im Keller stehende Wasser plus etwa 1000 Kubikmeter Wasser im Freibadbecken abzupumpen.

Zum Zeitpunkt des Rohrbruchs läuft gerade der Befüllungsvorgang des Freibadbeckens. Es ist noch nicht ganz voll, aber schon gut gefüllt mit 1600 Kubikmetern. Wäre es komplett gefüllt gewesen, wäre der Keller wohl vollständig geflutet worden, so die Einschätzung des Schwimmmeisters Jann.

Im Einsatz ist zunächst der Löschzug Verl. Martin Wanders ruft aber noch ein Fahrzeug aus Sürenheide und zwei aus Kaunitz hinzu. Insgesamt sind etwa 40 Einsatzkräfte im Freibad.

Eine Fachfirma zur Reparatur des Rohres ist bereits am Freitag vor Ort. Sie wird am Montag erneut da sein und dann wird entschieden, wie es weitergeht. Eigentlich ist der Saisonstart wie jedes Jahr am letzten Donnerstag im April geplant. Ob dieser Zeitplan zu halten ist, ist noch nicht absehbar. »Erst wenn die Firma Karmann eine Einschätzung abgegeben hat, können wir Aussagen darüber machen, ob dem pünktlichen Start in die Freibad-Saison etwas entgegensteht«, sagt Bürgermeister Michael Esken. Auch zur Schadenshöhe könne erst am Montag etwas gesagt werden.

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