Di., 16.04.2019

Kreisverbandstagung: VdK-Sozialverband sucht Fürsprecher und Mitstreiter »Armut bekämpfen, Barrieren abbauen«

Horst Vöge (links) und Karl-Heinz Asbeck (rechts) verabschiedeten Wolfgang Lange und Wilfried Böhm (von links).

Horst Vöge (links) und Karl-Heinz Asbeck (rechts) verabschiedeten Wolfgang Lange und Wilfried Böhm (von links). Foto: Gabriele Grund

Von Gabriele Grund

Verl (WB). Die Schieflage der sozialen Gerechtigkeit ist schon länger keine gefühlte Vermutung mehr, sondern eine nachweisliche und ernst zu nehmende Situation, sagen die Vertreter des VdK-Sozialverbandes. Allerdings würden überdurchschnittlich Verdienende immer reicher, Sozialschwache und Kranke immer ärmer.

Der neue Kreisvorstand des VdK-Sozialverbands (von links): Klaus van Stephaudt, Friedrich-Wilhelm Höcker, Sabine Kösters, Karlheinz Drossel, Klaus Meyer und Karl-Heinz Asbeck. Foto: Gabriele Grund

In der Region Gütersloh sei jeder Sechste von Armut bedroht, sagte der Vorsitzende des VdK Nordrhein-Westfalen, Horst Vöge, in seinem Grußwort während der VdK-Kreisverbandstagung am Samstag im Haus Ohlmeyer in Sürenheide. Besonders Frauen, Kinder und Migranten seien davon betroffen, aber auch 4000 Menschen, die in und um Gütersloh auf Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung angewiesen sind.

Vöge warb deshalb für eine Stabilisierung des Rentenniveaus und forderte mit Nachdruck die Eindämmung prekärer Beschäftigungsverhältnisse. »Als größter Sozialverband im Kreis Gütersloh setzen wir uns insbesondere für die Bekämpfung von Armut, den Abbau von Barrieren sowie eine menschenwürdige Pflege ein, denn Gerechtigkeit und Teilhabe sind die beste Medizin gegen Politikverdrossenheit und Vertrauensverlust.«

Retter in der Not

Der Sozialverband VdK berät und hilft Sozialrentnern, Menschen mit Behinderung, Unfallopfern sowie Kriegs- und Wehrdienstopfern in allen sozialrechtlichen Angelegenheiten und vertritt die Mitglieder bis hin zum Bundessozialgericht.

Als Retter in der Not will der VdK-Sozialverband den Betroffenen ein Stück Gerechtigkeit vermitteln. Keine leichte Aufgabe, denn für die Inanspruchnahme einer Rechtsberatung melden sich viele Menschen als Mitglieder an und verlassen den VdK wieder, sobald ihr Verfahren beendet ist. Das hat zwar zur Folge, dass der VdK kreisweit in der Mitgliederzahl mehr oder weniger stets wächst, doch auf ehrenamtliche Mitarbeiter in den Ortsverbänden hofft man oft vergeblich. Um so schöner, wenn sich doch mal Mitglieder für eine Mitarbeit gewinnen lassen oder sogar ein Amt im Kreisverband übernehmen.

Wolfgang Lange geehrt

So wie Klaus van Stephaudt aus Verl, der jetzt die Nachfolge von Wolfgang Lange als stellvertretender Kreisvorsitzender angenommen hat. Nach 48 Jahren im VdK, 38 Jahren aktiver Mitarbeit im Kreisvorstand, davon zuletzt 16 Jahre als stellvertretender Kreisvorsitzender, hat sich Wolfgang Lange in den verdienten Ehrenamtsruhestand verabschiedet. Vom Kreisvorsitzenden Karl-Heinz Asbeck mit einem Präsentkörbchen bedacht und vom NRW-Landesverbandsvorsitzenden Horst Vöge mit einer Silbermedaille geehrt, appellierte Wolfgang Lange vor allem an die jüngere Generation, vermehrt in der Vorstandsarbeit auf Kreis- oder Ortsverbandsebene mitzumachen. Nur so könne der VdK einer Zukunft entgegen sehen.

Insgesamt 92 Delegierte, die als Sprachrohr die Interessen der 3581 Mitglieder aus insgesamt 17 Ortsvereinen vertreten, waren der Einladung zum großen Kreisverbandstag gefolgt.

Ebenfalls aus Altersgründen verabschiedet hat sich auch Kreisverbands-Schriftführer Wilfried Böhm aus Werther. Seine Nachfolge übernimmt Sabine Kösters aus Greffen. Aus dem erweiterten Vorstand haben Ulrich Brockmann aus Langenberg, Josef Landwehr aus Greffen und Ulrike Putzke aus Gütersloh ihren Hut genommen.

Auch für ihre Ämter konnten Nachfolger gefunden werden, so dass sich der Kreisvorstand nach der Wahl aktuell aus dem wiedergewählten Vorsitzenden Karl-Heinz Asbeck aus Langenberg, sowie seinen ebenfalls in den Ämtern bestätigten Stellvertretern Karlheinz Drossel aus Rheda-Wiedenbrück und Friedrich-Wilhelm Höcker aus Versmold zusammensetzt.

Vorstandswahlen

Für eine Wiederwahl stimmten die Delegierten auch bei Klaus Meyer als Kassierer und seinem Stellvertreter Gerd Baumeister. Neu sind neben Sabine Kösters als Schriftführerin auch ihre Stellvertreterinnen Kerstin Kinscher und Karin Ackfeld. Ingeborg Altmann wurde als Hinterbliebenen- und Frauenvertreterin in ihrem Posten bestätigt, Norbert Dellit ist Vertreter der Kriegs- und Wehrdienstopfer, Axel Kruska Vertreter der Behinderten, Klaus-Dieter Räthel Vertreter der Sozialversicherten und Ulrike Träbert Vertreterin der jüngeren Mitglieder. Als Beisitzer gewählt wurden Werner Bakalorz, Brigitte Mittelberg, Ursula Weinekötter, Friedhelm Löwenstein und Franz Josef Verheyen. Revisoren sind Ulrich Kaptain und Hubert Markmann.

Der Kreisverbandstag 2020 findet in Werther statt.

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