An der Gesamtschule beginnt ein neues Kapitel
95 Anmeldungen zur Oberstufe

Verl (WB). Die Stufe zehn der Gesamtschule Verl zählt 173 Schüler. 95 von ihnen haben sich für die Oberstufe angemeldet, mit dem großen Ziel, das Abitur zu machen. Sie sind quasi Pioniere, werden einmal die ersten Abiturienten der Gesamtschule Verl sein.

Freitag, 19.04.2019, 07:45 Uhr aktualisiert: 19.04.2019, 07:50 Uhr
Im Schulzentrum in Verl wird es im nächsten Schuljahr zwei Schulen mit einer Oberstufe geben. Die Gesamtschule freut sich über ihren ersten Jahrgang, der sich auf den Weg zum Abitur macht. Mit dem Gymnasium wird über Kooperationen gesprochen. Foto: Eigendorf
Im Schulzentrum in Verl wird es im nächsten Schuljahr zwei Schulen mit einer Oberstufe geben. Die Gesamtschule freut sich über ihren ersten Jahrgang, der sich auf den Weg zum Abitur macht. Mit dem Gymnasium wird über Kooperationen gesprochen. Foto: Eigendorf

Schulleiterin Tanja Heinemann macht keinen Hehl daraus, dass sie sich riesig freut, dass es in ihrem Hause bald eine Oberstufe geben wird. »Das ist ein neues Kapitel, ein schönes«, sagt sie. In den vergangenen Monaten sei schon viel vorbereitet worden – von Konzepten über mehr Personal bis hin zur Anschaffung von Büchern für die Stufen elf bis dreizehn. »Zum nächsten Schuljahr kommt dann auch endlich unser neuer Oberstufenleiter und dann können wir richtig loslegen.«

»An den Bedenken war nichts dran«

Tanja Heinemann.

Es ist kein Geheimnis, dass die Gerüchteküche in Verl in den vergangenen Monaten gebrodelt hat. Immer wieder wurde bezweifelt, dass die Gesamtschule eine Oberstufe zustande bekommen würde. »An den Bedenken war nichts dran«, betont Heinemann. 95 Anmeldungen für die neue Oberstufe sprächen für sich. »Ich gehe davon aus, dass es etwa 80 Schüler sein werden, die den ersten Jahrgang bilden werden. Denn am Ende entscheiden sich spontan doch noch immer einige der angemeldeten Schüler für eine Ausbildung oder sie schaffen die Qualifikation leider doch nicht«, weiß die Schulleiterin aus Erfahrung. Um eine Oberstufe einrichten zu dürfen, würden bereits laut Vorschrift 44 Schüler reichen.

Über Kooperationen mit dem Verler Gymnasium wird zurzeit gesprochen. Denkbar ist zum Beispiel, dass das Gymnasium Schüler zum Spanischunterricht zur Gesamtschule schickt und die Gesamtschule vom Latein-Angebot am Gymnasium profitiert. Denn drei Fächer wird die Gesamtschule ab dem Sommer neu anbieten: Spanisch, Ernährungslehre vor allem mit biologisch-chemischen Elementen und Pädagogik.

Neuland auf der einen Seite, Abschied auf der anderen: Die Gesamtschule entlässt dann Ende dieses Schuljahres die ersten Absolventen. Die einen haben ihren Hauptschulabschluss in der Tasche, die anderen die Fachoberschulreife. Wer die Qualifikation mit Berechtigung zur Oberstufe bekommen hat, macht meist weiter. »Ein emotionaler Moment, weil eine gemeinsame Zeit endet.«

Zahlen, über die man sich freuen kann

Davon sind die neuen Fünftklässler an den weiterführenden Schulen noch weit entfernt. 140 Anmeldungen liegen der Gesamtschule vor, das Gymnasium hat 136 für das Schuljahr 2019/20. »Stabile Zahlen, über die man sich freuen kann«, heißt es dazu aus dem Verler Rathaus.

An den Grundschulen fallen die Anmeldezahlen unterschiedlich aus. Während sie in Sürenheide annähernd gleich bleiben mit 45 i-Dötzchen im Vergleich zu 49 im Vorjahr, steigern sich die Grundschule Kaunitz-Bornholte von 46 auf 67 sowie die Grundschule Am Bühlbusch von 84 auf 91. Alleine die Marienschule hat für das kommende Schuljahr weit weniger Zulauf als im Vorjahr. Hier gibt es nur 48 Anmeldungen. Im Jahrgang zuvor – Schuljahr 2018/19 – waren es noch 73.

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