Mi., 15.05.2019

Deutsche Glasfaser wird bis zu 80 Prozent aller Haushalte anschließen Einmalig!

80 Prozent aller Haushalte können ans schnelle Internet kommen. Den Erfolg feiern Wirtschaftsförderin Sandra Claes, Bürgermeister Michael Esken (vorn) und (hinten von links) Beigeordneter Thorsten Herbst und Projektleiter René Fuchs.

80 Prozent aller Haushalte können ans schnelle Internet kommen. Den Erfolg feiern Wirtschaftsförderin Sandra Claes, Bürgermeister Michael Esken (vorn) und (hinten von links) Beigeordneter Thorsten Herbst und Projektleiter René Fuchs. Foto: Monika Schönfeld

Von Monika Schönfeld

Verl (WB). Bürgermeister Michael Esken ist bescheiden und sieht Verl unter den Top 10 aller deutschen Städte, René Fuchs von der Deutschen Glasfaser geht noch weiter: »Einmalig!« 80 Prozent aller Haushalte in Verl können bis 2021 das schnelle Internet erhalten (bis zu 1000 Mbit/s).

Nachdem bereits vergangenes Jahr in Kaunitz, Sürenheide und Bornholte-Bahnhof und Pausheide 40 Prozent aller Haushalte Verträge mit der Deutschen Glasfaser GmbH geschlossen haben, dienten die Stadtteile als Zugpferde für Verl-Stadt und Sende. In den Stadtteilen sind es 1400 Verträge, in Verl, Sende, Verl-West, am Feldweg und an der Grünstraße haben 1660 Haushalte unterzeichnet. »Das ist ein hervorragendes Ergebnis«, sagt Projektleiter René Fuchs. Bürgermeister Michael Esken sieht das als Chance für die Außenbereiche, die es nicht noch einmal geben werde. »Ich freue mich, dass sich diese Kraftanstrengung gelohnt hat.«

Die städtische Wirtschaftsförderin Sandra Claes verweist auf den strategischen Vorteil des schnellen Internets für die Wirtschaft. Alle Gewerbegebiete erhalten zudem über die Business-Sparte Angebote.

Kabel vor der Tür wertet Grundstück auf

Das Glasfaserkabel vor der Haustür, so Beigeordneter Thorsten Herbst, wertet ein privates Grundstück um 12.000 Euro auf.

Begonnen hatte die Glasfaser-Initiative vergangenes Jahr mit der Aus

Zahelen und Zeitplan

Bis spätestens Ende 2021 sollen alle Haushalte, die Verträge geschlossen haben, an das Glasfasernetz angeschlossen sein. Die ersten Kunden gehen dieses Jahr ans Netz und können zwischen Tarifen für 200, 400, 600 oder 1000 Mbit/s wählen.

2018 haben die Stadtteile die erforderliche Anzahl an Verträgen geschlossen: Kaunitz knapp 50 Prozent, Sürenheide mehr als 40, Bornholte-Bahnhof knapp unter 40 Prozent (plus 80 Haushalte in der Pausheide). Insgesamt sind dies hier 1400 Verträge.

In Verl wurden 39 Prozent (24 Verträge fehlen an 40 Prozent), am Feldweg 44,4, an der Grünstraße 26, in Sende 38,4 und in Verl-West (ohne Gewerbegebiet) 41,8 Prozent erreicht. Durchschnittlich kommen die Bereiche auf 40 Prozent und erreichen damit das Quorum (1660 Verträge).

schreibung des geförderten Ausbaus für die Bereiche, in denen weniger als ­30 Mbit pro Sekunde erreicht werden. Das betrifft 384 Gebäude mit 650 Haushalten. Dort wird das Glasfaserkabel bis an die Grundstücksgrenze gelegt. Wer einen Vertrag über zwei Jahre abschließt, bekommt das Glasfaser ins Haus kostenlos. »Allein in den geförderten Gebieten werden 9000 Kilometer Glasfaserkabel verlegt«, sagt Herbst.

Geld kommt von EU, Land und Stadt

Bezahlt wird das mit vier Millionen Euro. 45 Prozent der Summe kommen jeweils von der EU und vom Land, zehn Prozent, also 400.000 Euro, gibt die Stadt dazu. Die Deutsche Glasfaser hatte die europaweite Ausschreibung gewonnen und begonnen, die nicht geförderten Gebiete eigenwirtschaftlich zu bewerben. Über die erreichte Quote von 40 Prozent aller Haushalte, die sich anschließen lassen, ist es möglich, im Nachhinein auch alle anderen einzubinden, die bisher keinen Vertrag unterschrieben haben. Ist der Bagger aber weg, ist der Anschluss von der Grundstücksgrenze zum Haus nicht mehr kostenfrei.

Mit den geförderten und eigenwirtschaftlich geschlossenen Verträgen werden 80 Prozent des Stadtgebiets mit Glasfaser ausgestattet. Für die übrigen 20 Prozent sei eine nochmalige Ausschreibung oder der Zusammenschluss der Interessenten denkbar.

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