Fr., 17.05.2019

95 Kilo Pommes, 400 Bratwürste – So lief die 2,7-Millionen-Eröffnung Ein schmucker Sportplatz

Fahnen- statt Schlüsselübergabe: Bürgermeister Michael Esken (links) und FCS-Vorsitzender Ulrich Trost.

Fahnen- statt Schlüsselübergabe: Bürgermeister Michael Esken (links) und FCS-Vorsitzender Ulrich Trost. Foto: Hendrik Fahrenwald

Von Hendrik Fahrenwald

Verl-Sürenheide(WB). Nur 24 Stunden vor der offiziellen Eröffnung sind die rot-weißen Eckfahnen angekommen. Ein Glück, denn eine dieser Fahnen steht plötzlich im Mittelpunkt der Sportplatzeinweihung des FC Sürenheide.

Beherzt greift Bürgermeister Michael Esken zur Fahne. Es folgen ein paar Fotos und ein paar Worte zur Anlage. Immerhin sind hier satte 2,75 Millionen Euro reingeflossen. Dafür gab’s zum bereits bestehenden Kunstrasenplatz ein Fußballfeld mit Kunstrasen (7850 Quadratmeter), ein kleineres Kunstrasenfeld mit 3850 Quadratmetern sowie eine Finnenbahn und ein Beachvolleyballfeld.

Fahne statt Schlüssel

Statt einem Schlüssel überreicht Esken symbolisch die Eckfahne, dann macht er den Anstoß zum Eröffnungsspiel. Die 1:25-Niederlage des Fußball-C-Ligisten FC Sürenheide gegen Landesligist FC Kaunitz ist nur eine Nebensache. Vorher jubeln die E-Jugend-Mannschaften aus dem Kreis über ihre Medaillen beim Blitzturnier, und die Frisbee-Abteilung des TV Verl präsentiert ein Training. Im frisch rot-weiß gestrichenen Grillhäuschen geht ein Großteil der 95 Kilo Pommes und 400 Bratwürste über die Theke.

Seit Juli 2018 ist das Sportareal umgestaltet worden. Für die Kunstrasenplätze gab’s 340 Tonnen Quarzsand, 60 Tonnen Granulat sowie 10 neue Tore und 10 Flutlichtmasten. Apropos Flutlicht. »Das Licht ist noch nicht ganz ausgemessen«, sagt Esken und richtet seine Worte an die Nachbarn. Einige von ihnen hatten sich über die Anlage an ihrer Grundstücksgrenze beschwert. Bis 22 Uhr darf das Flutlicht nur an sein. Und eine weitere Bedingung stellt Esken noch an den FCS. »Lasst alle Aufstiegsfeiern so stattfinden, dass die Nachbarn in Ruhe schlafen können.« Um den Lärm abzuschwächen ist im Westen der Anlage an der Tannenbergstraße ein Sechs-Meter-Wall errichtet worden. Mit einer Wand könnte er um zwei Meter erhöht werden.

»Die Anlage ist ein Schmuckstück geworden«, freut sich FCS-Vorsitzender Ulrich Trost. Neben den 300 Vereinsmitgliedern werden die Plätze von den Vereinen Suryoye Verl und Preußen Verl sowie der Landjugend Sürenheide genutzt. Rote Linien auf dem Kunstrasen weisen zudem auf einen weiteren Verein, der den Platz nutzt, hin.

Dafür sind die roten Linien

Die weißen Linien zeigen das klassische Fußballfeld. Die blauen Linien markieren die Felder der Fußballjugend. Zwar sind Rot und Weiß die Vereinsfarben des FC Sürenheide, doch der Grund liegt bei einer ausgefallenen Sportart. Die zwei Markierungen zeigen die Spielfelder für Ultimate Frisbee und sind einmalig in Nordrhein-Westfalen.

Damit kann sich Verl neben den Städten Darmstadt, Leipzig und Berlin einreihen. Denn diese vier Spielorte sind die einzigen bundesweit, die eine solche Markierung vorweisen können. Für Training und Turniere der Frisbee-Fans bietet die Sportanlage nun ideale Bedingungen. In Verl hat die ungewöhnliche Sportart seit vergangenem Jahr ihren Landesstützpunkt in NRW. Auf dem neuen Platz kann dank der Flutlichtanlage künftig auch im Winter gespielt werden. Trainer Oliver Hülshorst freut es.

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