Sa., 15.06.2019

17. Kinderflugtag in Bielefeld-Windelsbleiche für 130 Kinder aus Verl und Umgebung Herzen fliegen bis in den Himmel

Pilot Frank Maser hat gleich zwei Co-Piloten: Luca (9) und Ayhan (10, von links) aus der Albatros-Schule lassen sich die Instrumente erklären. In seiner Piper Navajo kann Maser sieben weitere Passagiere mitnehmen.

Pilot Frank Maser hat gleich zwei Co-Piloten: Luca (9) und Ayhan (10, von links) aus der Albatros-Schule lassen sich die Instrumente erklären. In seiner Piper Navajo kann Maser sieben weitere Passagiere mitnehmen. Foto: Monika Schönfeld

Von Monika Schönfeld

Verl (WB). Ayhan kann sein Glück nicht fassen. Sein Papa hebt den Zehnjährigen aus dem Rollstuhl und setzt ihn auf den Copiloten-Sitz in der Piper Navajo von Frank Maser. Gleich geht es in die Luft mit seinem Freund Luca. Sie sind zwei der 130 Kinder, die kostenlos beim Kinderflugtag in Bielefeld-Windelsbleiche mit einem der 14 Piloten starten dürfen.

Zum 17. Mal hat Gerd Hirschberg den Kinderflugtag für integrative Kindertagesstätten und Schulen aus Verl und Umgebung beim Luftsportverein Bielefeld-Gütersloh organisiert. Eine Flughalle auf dem Flugplatz in Bielefeld-Windelsbleiche wird zur Schalterhalle. Hier bekommen die Kinder »echte« Flugtickets.

Piloten haben den Termin fest gebucht

»Wir Piloten haben diesen Termin fest gebucht«, sagt Frank Maser, der gerne mitmacht. In seiner Maschine können sieben Personen mitfliegen. Er hat ein so großes Flugzeug, weil er selbst fünf Kinder hat. »Sie sind alle gesund. Da ist es mir ein besonderes Anliegen etwas für Kinder zu tun, die mit einem Handicap leben«, folgt er gern dem Ruf Gerd Hirschbergs.

Mit dabei sind Kinder aus der DRK-Kindertagesstätte Verl, der DRK-Schule Senne I (Bahnhofschule), aus der Kindertagesstätte St. Judas Thaddäus, der Kindertagesstätte Kleine Strolche Kaunitz, die Asylkinder aus Verl und aus Bielefeld, die Rollstuhlfahrer der Albatrosschule und Kinder aus der Kinderkrebsklinik Bethel. »Wir werden von dem Lächeln im Gesicht der Kinder belohnt«, sagt Gerd Hirschberg. Die Herzen der Kinder fliegen bis in den Himmel.

Privat- und Firmenflugzeuge stehen bereit, alle arbeiten ehrenamtlich und mit Unterstützung von 60 Sponsoren. Die Hauptsponsoren werden von Hirschberg, Bürgermeister Michael Esken und den Verantwortlichen der Verler Kindergärten mit Blumen und einer Urkunde geehrt.

Spenden für Fruchtalarm

In den Genuss von Spenden kommt auch das Projekt Fruchtalarm, das in 30 Kinderkrebskliniken bundesweit die Kinder selbst mit Fruchtsäften Cocktails mixen lassen. »Das bringt etwas Freunde in den Klinikalltag«, sagen Ines Ewerszumrode, Markus Rohner und Christina Menzel. Sie besuchen die Kliniken viermal im Jahr. Flüge zu den Kliniken nach Sylt und nach Freiburg werden ebenfalls von den Machern des Kinderflugtages kostenlos angeboten. Auch Dr. Clown wird bedacht. Die Spaßmacher bringen ebenfalls Abwechslung in den oft bedrückenden Klinikalltag.

»Es ist grandios, was hier geleistet wird«, sagt Christian Trame, der einen finanziellen Beitrag der Volksbank-Stiftung überbringt. »Mit dem Schulterschluss der Menschen, die sich hier ehrenamtlich engagieren, setzen Gerd Hirschberg und der Luftsportverein ein Zeichen in der Gesellschaft.« Michael Esken sieht in Gerd Hirschberg den »Propeller und Motor« und in den Sponsoren das Benzin. Die Verler Kitas beteiligten sich mit Kuchenbüffet, Luftballonwettbewerb und Kinderschminken. Zum Toben standen Hüpfburg und das Spielmobil bereit. 

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