Neues Ausbildungszentrum bei Nobilia – Eine Million Euro investiert
Wo Lernen Spaß macht

Verl (WB). Lehrwerkstatt war gestern. Heute sagt man Ausbildungszentrum. Und tatsächlich ist dieser Begriff für die 2000 Quadratmeter große Etage in einem der Gebäude auf dem Nobilia-Werksgelände, wo jetzt das neue Ausbildungszentrum eröffnet wurde, auch angemessen.

Samstag, 06.07.2019, 07:45 Uhr aktualisiert: 06.07.2019, 08:01 Uhr
Ausbildungsleiter Wolfgang Lengenfeld, Geschäftsführer Michael Klein und Ausbildungsmeister Frederik Venne durchschneiden das rote Band und haben damit Nobilias neues Ausbildungszentrum eröffnet.Foto: Matthias Kleemann
Ausbildungsleiter Wolfgang Lengenfeld, Geschäftsführer Michael Klein und Ausbildungsmeister Frederik Venne durchschneiden das rote Band und haben damit Nobilias neues Ausbildungszentrum eröffnet. Foto: Matthias Kleemann

Da stehen nicht nur ein bis zwei Werkbänke, sondern gleich ein ganzes Dutzend. Es gibt Maschinen, wie man sie auch nebenan in der Serienfertigung findet. Und sogar eine kleine Lackiererei mit Trockenraum, natürlich komplett nach den neuesten Arbeitsschutzvorschriften, ist vorhanden. Hinzu kommen ein Furnierbereich, ein Holz- und Plattenlager, Büro- und Sozialräume.

Außerdem gibt es einen Projektraum für Prüfungsvorbereitungen. Dort können die jungen Handwerker an ihren Gesellenstücken arbeiten, und es sind Maschinen-Lehrgänge möglich.

Kein Wunder, dass die Auszubildenden hier ungern gehen, wenn sie die Lehrzeit beendet haben. Aber trotzdem hat so gut wie keiner von ihnen seine Prüfung nicht bestanden. Darauf ist man stolz bei Nobilia.

Lehrwerkstatt seit 1979

Eine Lehrwerkstatt gibt es seit 40 Jahren bei Nobilia. In dem Familienunternehmen hat man gern die jungen Leute an die Firma gebunden. Außerdem wollte man sie früh in die Fertigung einbinden. Und schließlich herrschte auch 1979 schon Fachkräftemangel. Da war es eine gute Strategie, den Nachwuchs selbst auszubilden. 300 Tischler oder Holzmechaniker haben seit 1979 eine Ausbildung bei Nobilia gemacht. Zwei von ihnen, die nach 40 und 30 Jahren immer noch im Betrieb tätig sind, begrüßte Geschäftsführer Michael Klein. Es sind Wolfgang Rempe und Hugo Rieksneuwöhner.

Endlich ausreichend Platz, darüber freuen sich Ausbildungsleiter Wolfgang Lengenfeld und Ausbildungsmeister Frederik Venne. Und wenn Nobilia weiter wächst und noch mehr Platz gebraucht wird, dann kann die Werkstatt auf ein angrenzendes Flachdach in der Fläche noch einmal verdoppelt werden.

Doch schon jetzt ist die Ausbildung von 50 Holzmechanikern und Tischlern jährlich möglich. Zurzeit arbeiten 34 angehende Handwerker bei Nobilia. Und Ausbildung in diesem Unternehmen bedeutet nicht nur Lernen und Arbeiten sowie betriebseigenen Unterricht, sondern auch eine Team-Entwicklungsfahrt und ein Azubi-Projekt. Nach der Ausbildung ist ein duales Studium bei Nobilia möglich.

»Alles was Nobilia macht, ist für Verl wichtig«, sagte stellvertretender Bürgermeister Josef Dresselhaus. Er gratulierte zum neuen Ausbildungszentrum.

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