Sechstklässler üben Nachhaltigkeit und rufen ein Projekt ins Leben
Schüler kaufen Bäume fürs Klima

Verl (WB). Während bei den Fridays-for-Future-Protesten Tausende Schüler auf die Straße gehen, packt die 6B des Gymnasiums Verl lieber an. Ihr Motto: Lokal wirken, um global etwas zu ändern. Ihr Erfolg: Bäume für ein besseres Klima in Verl.

Samstag, 13.07.2019, 11:45 Uhr aktualisiert: 13.07.2019, 11:50 Uhr
Die Schüler der 6B stellten Verls Bürgermeister und dem Klimaschutzmanager der Stadt ihre Fragen zum Thema Umwelt und Klima bei einem gemeinsamen Frühstück. Ihr eigenes Engagement kann sich dabei sehen lassen: 455 Euro Erlöse und Spenden für ein besseres Klima in Verl. Foto: Alexandra Wittke
Die Schüler der 6B stellten Verls Bürgermeister und dem Klimaschutzmanager der Stadt ihre Fragen zum Thema Umwelt und Klima bei einem gemeinsamen Frühstück. Ihr eigenes Engagement kann sich dabei sehen lassen: 455 Euro Erlöse und Spenden für ein besseres Klima in Verl. Foto: Alexandra Wittke

Ein bisschen aufgeregt sind die Schüler am letzten Schultag schon. Und das liegt nicht nur an den Zeugnissen, die es gleich noch geben wird. Verls Bürgermeister Michael Esken und Klimaschutzmanager Matthias Humpert stellen sich nämlich vorher noch ihren Fragen zum Thema Umwelt und Klima beim gemeinsamen Frühstück. Vor allem Nachhaltigkeit ist zentraler Inhalt der Fragen, die Esken und Humpert in den gut zwei Stunden beantworten werden. Im Ergebnis steht am Ende fest: Jeder Beitrag, auch wenn er noch so klein ist, zählt.

Ausgehend von einem Projekttag zum Thema SDGs (Sustainable Development Goals) entstand bei den Schülern der Wunsch, selbst aktiv zu werden, erklärt Klassenlehrer Manuel Rahmann. »Lieber etwas unternehmen, als demonstrieren gehen«, so Rahmann weiter.

Erlös für drei bis fünf Bäume

Waffeln und wiederverwertbare Jutebeutel haben die Schüler dann zum Verkauf angeboten und damit insgesamt 455 Euro erlöst. Zehn Euro kommen am Freitag noch spontan von Matthias Hermeler dazu. Der Schulleiter lässt es sich nicht nehmen, den Schülern persönlich zu ihrem Erfolg zu gratulieren. »Ihr habt etwas ganz Besonderes gemacht«. Es sei beeindruckend zu sehen, was aus etwas Kleinem entstehen kann.

Drei bis fünf Bäume schätzt Michael Esken, könnten die Schüler mit dem Erlös kaufen. Einen Platz dafür kann er auf die Schnelle zwar nicht anbieten, ein spontaner Anruf in der Verwaltung bringt aber erste Vorschläge. »Neben der Streuobstwiese könnte ich mir das sehr gut vorstellen. Auch auf der Bürmschen Wiese müssen Bäume gepflanzt werden.«

Gepflanzt werden soll im Herbst. Dann steht auch der Standort fest. Und die Schüler haben eine Anlaufstelle, an der sie den Erfolg ihres Einsatzes für ein besseres Klima jederzeit sehen können.

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