Di., 20.08.2019

Neues Vereinsheim des FC Kaunitz: Sportler müssen noch etwas Geduld haben Mehr Platz für Mannschaft und Schiri

Geschäftsführer Klaus Moselage, Vorsitzender Wigbert Erichlandwehr und Schriftführer Jens Fordkort sind mit dem Baufortschritt des neuen Vereinsheims zufrieden. Allerdings wird es wohl trotzdem nicht bis zum Jahresende fertig.

Geschäftsführer Klaus Moselage, Vorsitzender Wigbert Erichlandwehr und Schriftführer Jens Fordkort sind mit dem Baufortschritt des neuen Vereinsheims zufrieden. Allerdings wird es wohl trotzdem nicht bis zum Jahresende fertig. Foto: Matthias Kleemann

Von Matthias Kleemann

Verl (WB). Der Rohbau steht und ist winterfest. Eigentlich sollte das neue Sportheim des FC Kaunitz bis Ende des Jahres fertig sein, aber dieser Termin wird wohl nicht ganz zu halten sein.

Weil das Projekt von Vereinsmitgliedern komplett in Eigenleistung errichtet wird, geht es nicht ganz so schnell voran, wie ursprünglich geplant. »Wir haben Zimmerleute, Dachdecker, Maurer und bis jetzt etwa 5000 Stunden an Eigenleistung erbracht«, sagt Vorsitzender Wigbert Erichlandwehr. Und natürlich ist er selbst mit seiner Installationsfirma vom Fach.

Vor ziemlich genau einem Jahr war Baubeginn. Nachdem vor kurzem die Fenster eingesetzt wurden, soll jetzt die Elektro-, Wasser- und Heizungsinstallation folgen. »In zwei Wochen ist der Innenputz geplant, danach kommt des Estrich rein«, sagt Schriftführer Jens Fordkort.

Zwischen den Plätzen

Das Gebäude steht zentral auf dem Kaunitzer Sportgelände zwischen dem Kunstrasenplatz und dem Hauptrasenplatz. »Von hier hat man einen guten Blick auf beide Plätze«, freut sich Geschäftsführer Klaus Moselage. Dafür sorgt vor allem eine Terrasse, die im Augenblick aber noch nicht existiert.

Als vor drei Jahren erste Überlegungen für den Neubau angestellt wurden, waren noch mehrere Standorte im Gespräch. Die jetzt gefundene Lösung hat den Vorteil, dass damit eine neue Erschließung des Geländes möglich ist. Künftig sollen Besucher nicht mehr über den jetzigen Parkplatz gegenüber vom Friedhof kommen, sondern auf der Straße »Am Furlbach« ein Stück weiter fahren. Hinter der Skateranlage hat die Stadt damit begonnen, einen neuen Parkplatz anzulegen. Von dort führt dann ein direkter Weg von Süden her zu dem neuen Sportheim.

Lärmschutzwall wird gebaut

Damit wird die Nachbarschaft des Sportplatzes auf der Nordseite entlastet. Zusätzlich wird ein Lärmschutzwall errichtet. Dann darf der Spielbetrieb auf zwei Plätzen gleichzeitig laufen. Das Sportheim selbst trägt durch Höhe und Lage ebenfalls zum Lärmschutz bei.

Zunächst wird nur das Erdgeschoss des neuen Sportheims ausgebaut. »Den Zuschuss in Höhe von 342.600 Euro haben wir nur dafür bekommen«, sagt Klaus Moselage. Es hat eine Grundfläche von 265 Quadratmetern und soll im Endausbau auf zwei Vollgeschossen eine Nutzfläche von 510 Quadratmetern haben.

Geplant sind zwei Mannschaftskabinen und eine Schiedsrichterkabine, ein so genannter Passraum, ein Ball- und Geräteraum, ein Wasch- und Aufbewahrungsraum für die Spielertrikots, Sanitäranlagen für die Spieler und Sanitäranlagen für die Besucher einschließlich eines Behinderten-WCs, schließlich ein Jugendraum, mit einer kleinen Küche und die erwähnte Terrasse.

Das reicht zunächst, denn noch hat der Verein ja sein altes Sportheim am Montessoriweg, in dem sich zwei weitere Mannschaftskabinen befinden. Langfristig könnte es aber sein, dass dieses Gebäude einer Schul- oder Kindergartenerweiterung weichen könnte. »Die Stadt hat da schon ein Auge drauf geworfen«, so Erichlandwehr.

Anschluss an Fernwärmenetz

Dann passen ins Obergeschoss des Neubaus noch einmal vier Mannschaftskabinen und eine Schiedsrichterkabine, ein Vorstandsbüro und ein Besprechungsraum. Kleiner Luxus ist ein Balkon, von dem der Ausblick noch einmal besser ist als von der Terrasse.

Das Sportheim wird an das Fernwärmenetz angeschlossen, ebenso wie Schule und Kindergärten und einige Privathäuser. »Die Stadt baut hier noch ein Blockheizkraftwerk«, sagt Erichlandwehr. Die Bauarbeiten sind fast beendet. Noch sieht es auf dem Sportgelände recht chaotisch aus.

Der FC Kaunitz hat etwa 500 Mitglieder. 18 Mannschaften spielen Fußball. Die erste Mannschaft spielt in der Landesliga. Die A- und B-Jugend ist mit je einer Mannschaft in der Bezirksliga unterwegs..

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6860289?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516081%2F