Mi., 11.09.2019

Kooperationspartner sollen zusammen gebracht werden Auf dem Weg zur »Sportstadt«

Sportliches Verl: Beim Citylauf, der bald wieder stattfindet, sind Verler aller Generationen dabei. Wie man ihnen noch mehr helfen kann, sportlich und gesund zu bleiben, das sollen jetzt Sportwissenschaftler in einer Analyse ermitteln.

Sportliches Verl: Beim Citylauf, der bald wieder stattfindet, sind Verler aller Generationen dabei. Wie man ihnen noch mehr helfen kann, sportlich und gesund zu bleiben, das sollen jetzt Sportwissenschaftler in einer Analyse ermitteln. Foto: Matthias Kleemann

Von Matthias Kleemann

Verl (WB). Verl soll Sportstadt werden. Das bedeutet: Vereine, Schulen, Kindergärten, Betriebe sollen auf dem Gebiet des Sports stärker miteinander vernetzt werden, um Bürger jeglichen Alters in Sachen Sport besser zu fördern.

In einem ersten Schritt sollen die Rahmenbedingungen in Verl analysiert werden. Das geht aus einem Konzept hervor, das die Stadtverwaltung vom Institut für Trainingswissenschaft und Sportinformatik an der Deutschen Sporthochschule Köln hat erarbeiten lassen.

Die Stadtverwaltung schlägt den Mitgliedern des Ausschusses für Bildung, Sport, Kultur und Generationen, der am kommenden Montag tagt, vor, eine entsprechende Analyse in Auftrag zu geben.

Zurück geht das Ganze auf einen Antrag der CDU-Fraktion zu Beginn dieses Jahres im Rahmen der Haushaltsberatungen. 30.000 Euro sind für die Erarbeitung eines Sport- und Gesundheitsförderplans bereit gestellt worden. Für die Analyse werden im ersten Schritt etwa 10.000 Euro fällig.

In dem Konzept geht es darum, dass unabhängig von der Sportart, vom Alter und von der Leistungsfähigkeit der Bürger eine Sportförderung erarbeitet werden soll. Damit könne dann die Sportförderung vom Gesundheits-, Breiten- über den Leistungs- bis zum Höchstleistungssport sowie der betrieblichen Gesundheitsförderung dargestellt werden.

Sportförderung allüberall

Sportförderung allüberall also: am Arbeitsplatz in der freien Wirtschaft und in der Behörde, im Kindergarten, in der Schule und auch in Einrichtungen der Seniorenbetreuung. In einem ersten Schritt soll es möglich sein, den sportlichen Leistungsstand der Bürger zu ermitteln, um ihnen in einem zweiten Schritt Empfehlungen geben zu können.

Zum Beispiel: Kindergärten oder Schulen würden unterstützt, die sportliche Bewegung regelmäßig und gezielt zu fördern. Eltern würden frühzeitig Empfehlungen gegeben, wie sie ihre Kinder durch eine gezielte Förderung bei einem aktiven Lebensstil unterstützen können. Ortsansässige Vereine und private Anbieter könnten unterstützt werden, für die Bürger interessante breitensportliche Programme anzubieten. Sie könnten außerdem darin unterstützt werden, ihren Talentpool auszuweiten, Talente gezielt zu fördern und leistungssportlichen Strukturen den professionellen Rahmen geben. Sportlichen Talenten könnte eine Perspektive in den Verler Sportvereinen angeboten werden, um zielgenau und effizient ihre sportliche Karriere zu gestalten. Betrieben oder auch der Feuerwehr könnte es ermöglicht werden, sich individuell auf berufliche Anforderungen vorzubereiten und Gesundheitsrisiken zu minimieren. So könnten Firmen von einem geringeren Krankheitsstand und einer adäquaten Leistungsfähigkeit über den Karriereverlauf profitieren.

Im Rahmen der Analyse, mit der die Stadt das Kölner Institut beauftragen möchte, sollen Gespräche mit möglichen Kooperationspartnern geführt werden. Dabei soll ermittelt werden, wer als Kooperationspartner in Frage kommt:  Kindergärten, Schulen, Sportvereine, private Anbieter (Fitnessstudios), Betriebe.

Ferner soll ermittelt werden, welche Sportarten in Verl besonders erfolgreich betrieben werden, was es schon für Angebote gibt und ob möglicherweise sogar schon Kooperationen bestehen. Wichtig sei es auch, die Rahmenbedingungen in Verl zu ermitteln und die leistungssportliche Konkurrenz um Verl herum zu analysieren. Das Ganze könnte drei bis sechs Monate dauern.

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