Fr., 13.09.2019

Literaturtage an ungewöhnlichen Orten mit prominenten Autoren Im Bus und im Möbelhaus

Schauspieler Martin Brambach wird mit seiner Frau, Christine Sommer, ab 19.30 Uhr im Deutschen Haus aus den »Love Letters« von Albert Ramsdell Gurney rezitieren

Schauspieler Martin Brambach wird mit seiner Frau, Christine Sommer, ab 19.30 Uhr im Deutschen Haus aus den »Love Letters« von Albert Ramsdell Gurney rezitieren Foto: Achim Prange

Von Matthias Kleemann

Verl (WB). Ein Krimi, dessen Hauptperson Busfahrer ist – welchen besseren Platz für eine Autorenlesung gäbe es, als einen Reisebus? Die vierten Verler Literaturtage machen es möglich.

Roman im Reisebus

Der Schriftsteller Stefan Nink kommt am Donnerstag, 14. November in den Betrieb Apelmeier Reise in Kaunitz, um aus seinem Buch »Treffinger und der Mörder aus der letzten Reihe« vorzulesen. Es dürfte nicht verwundern, dass die Zahl der Karten für diese Veranstaltung begrenzt ist. 60 Plätze hat der Reisebus, wer dabei sein will, sollte sich beeilen. Der Vorverkauf hat schon begonnen.

 

Uhlig und Pauly

Der Reisebus ist nicht der einzige ungewöhnliche Ort, an dem die Literaturtage stattfinden, dank der Kreativität des Teams, dass gemeinsam mit Elke Hänel vom Stadtmarketing die achttägige Veranstaltung geplant hat. Für die Lesung mit Elena Uhlig , »Doch, das passt, ich hab’s ausgemessen«, dürfen die Zuhörer in den Verkaufsräumen der Möbelzentrale Beckhoff Platz nehmen (Freitag, 15. November, 19.30 Uhr). Und für den Krimi »Sturmflut« aus dem die Autorin Gisa Pauly selbst vorlesen wird (Mittwoch, 13. November) werden die Verkaufsräume der Boutique »Collins« an der Hauptstraße umgeräumt.

 

Tatort-Kommissar

Insgesamt sind zwölf Veranstaltungen geplant, die erste am Montag, 11. November, die letzte am Montag, 18. November, ein kleiner Höhepunkt, denn der Schauspieler Martin Brambach (Tatort Dresden) wird mit seiner Frau, Christine Sommer , ab 19.30 Uhr im Deutschen Haus aus den »Love Letters« von Albert Ramsdell Gurney rezitieren. Es ist die Liebesgeschichte zweier Menschen, die sich von ihren Kindertagen bis in reife Alter Briefe schreiben.

 

Französische Literatur

Der Auftakt findet traditionell in der Buchhandlung Pegasus statt, und traditionell liest dort kein Autor. Die Schauspielerin Anja Bilabel und die Violinistin Sabine Fröhlich bringen dem Publikum französische Literatur näher: Victor Hugo, Marguerite Duras, Theophile Gautier und Charles Baudelaire.

 

Droste-Hülshoff

»Fräulein Nettes kurzer Sommer«, ein Roman von Karen Duve, handelt von der Schriftstellerin Annette von Droste-Hülshoff. Da liegt es nahe, die Lesung ins Droste-Haus zu verlegen, zumal die Einrichtung in diesem Jahr ihr 60. Jubiläum feiert. Am Dienstag, 12. November ab 19.30 Uhr wird Karen Duve erwartet.

Das Droste-Haus ist noch mit zwei weiteren Veranstaltungen am Sonntag, 17. November, dabei. Von 10.30 bis 17 Uhr findet der Familien-Kulturtag mit Buchausstellung statt, eine Veranstaltung, die es seit 30 Jahren gibt. Und damit auch für Kinder etwas dabei ist, führen die Bielefelder Puppenspiele ab 16 Uhr das Stück »Es klopft bei Wanja in der Nacht« auf.

Die Schauspielerin Ulrike Bliefert kommt am Freitag, 15. November, ins Rathaus. Sie hat einen raffiniert gewobenen Thriller um Manipulation, Selbstzweifel und die Suche nach der Schuld verfasst: »Die Samariterin«.

 

30 Jahre Mauerfall

Mit »So viel Anfang war nie. Notizen aus der ostdeutschen Provinz« würdigen die Literaturtage auch das 30. Jubiläum des Mauerfalls in diesen Jahr. Der Journalist Christhard Läpple hat das Portrait eines fiktiven Dorfes in Brandenburg geschrieben. Daraus wird er Samstag, 16. November, ab 15.30 Uhr in der Erlöserkirche vorlesen.

Der Krimi ist ein beliebtes Genre, deshalb tauchen mehrere davon während der Literaturtage auf. Dazu zählt auch »Der gespielte Krimi« am Samstag, 16. November, ab 19.30 Uhr in der Bibliothek. Corina Ramona und Peter Jackob lesen und spielen eine Geschichte, die von dem sympathisch-schnoddrigen Kommissar Schack Bekker handelt.

 

Krimi im Kötterhaus

Im Kötterhaus am Sennebach 1 darf man sich am Sonntag, 17. November, ab 19.30 Uhr einfinden, wenn die Bielefelder Krimiautorin Mechtild Borrmann Auszüge ihrer düsteren Geschichte »Der Grenzgänger« vorträgt. Sie spielt in den 50er-Jahren in einem Dorf an der deutsch-belgischen Grenze.

Für die Literaturtage kooperiert die Stadt Verl mit der Bibliothek, dem Droste-Haus und der Buchhandlung Pegasus. Das Team um Elke Hänel hat seit Januar an dem Programm gearbeitet. Man habe viele Wunschautoren bekommen können, sagt Elke Hänel. Und bei Anfragen, die negativ beschieden wurden, klappe es ja vielleicht im kommenden Jahr.

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