Sa., 14.09.2019

Außenspielgelände der Kita Abenteuerland eingeweiht Viel Platz für Fantasie

»Wer will fleißige Handwerker seh’n?«, singen die Kinder, ein Klassiker, der quasi bei jedem Neubau für Kinder angestimmt wird. Denn es sind auch ganz schnell passende Strophen dazu gedichtet: »Säget fein, säget fein, die Bretter für das Tipi ein.«

»Wer will fleißige Handwerker seh’n?«, singen die Kinder, ein Klassiker, der quasi bei jedem Neubau für Kinder angestimmt wird. Denn es sind auch ganz schnell passende Strophen dazu gedichtet: »Säget fein, säget fein, die Bretter für das Tipi ein.« Foto: Matthias Kleemann

Von Matthias Kleemann

Verl (WB). Baumstämme sind ein wichtiges Baumaterial auf dem Außengelände der Kita Abenteuerland. Sie sind als Baumstammmikado verarbeitet, als Balancierbalken, als Sitzgelegenheit.

Mit ganz viel Fantasie kann man in einem krumm gewachsenen Stamm ein Pferd erkennen. »Wie viele Baumstämme sind in unserem Außengelände verarbeitet?«, fragt das Erzieherinnen-Team und lädt anlässlich der offiziellen Einweihung des Außenspielgeländes am Freitag zum Schätzspiel ein.  Der Sieger gewinnt eine viertägige Reise ins Zillertal.

Vorzeigeprojekt

Von einem Vorzeigeprojekt spricht Bürgermeister Michael Esken. Die Stadt hatte den Verein Ideenwerkstatt ins Boot geholt. Der hat gemeinsam mit Eltern und Kindern die Planung entwickelt und umgesetzt. Herausgekommen ist eine riesige Abenteuerlandschaft. Da gibt es Tipis aus Holz, Balancierparcours, Kullermulden für die Kleinen, ein – fast ebenerdiges – Baumhaus, ein steinernes Forum, Kriechtunnel, Brücken, viele Versteckmöglichkeiten, eine Matschküche, einen Verkaufsladen – und alles aus natürlichem Baumaterial. Natürlich muss niemand auf die Klassiker verzichten: Rutsche, Schaukel, Sandkasten, Reckstange, Klettergerüst. Ein Spielbereich für die U3-Kinder ist abgetrennt.

Immerhin hat das Abenteuerland 4000 Quadratmeter, die gestaltet werden mussten. Wo sich vorher ein nahezu nackter Schulhof erstreckte, tut sich nun eine fantasievolle Landschaft auf.

Zweieinhalb Jahre hat die Umgestaltung gedauert, Eltern, Kinder und Erzieher haben sich mit fünf Arbeitseinsätzen beteiligt, die sehr viel Identifikation geschaffen und gleichzeitig mehr als 90.000 Euro gespart haben. Knapp 33.000 Euro hat die Stadt für das Projekt ausgegeben. Bei der Stadt und speziell im Fachbereich Jugend ist man stolz und zufrieden mit diesem Ergebnis.

Eltern arbeiten mit

»Schön war, dass jeder Bauabschnitt anschließend sofort bespielbar war«, sagt Fachbereichsleiter Patrick Bullermann. Die Betreuung durch Vereinsmitglieder der Ideenwerkstatt sei super gewesen, sagt Kindergartenleiterin Yvonne Masjosthusmann. Erstaunlich zu beobachten sei es gewesen, wie bei jedem Arbeitseinsatz aus dem gefühlten Chaos etwas entstanden sei und Formen angenommen habe.

Die Kita ist seit 2014 in der ehemaligen Dorfschule untergebracht, zunächst provisorisch. Davor stand das Objekt leer, davor beherbergte es eine Außenstelle der Hauptschule. »Wir waren uns schon nach zwei Monaten einig, dass das kein Provisorium bleibt«, sagt Yvonne Masjosthusmann. Die idyllische Lage und das große Gelände sind ein Pfund, mit dem die Einrichtung wuchern kann. 4000 Quadratmeter gestaltetes Außengelände stehen den 55 Kindern und 11 Erzieherinnen zur Verfügung.

Zur Eröffnung gab’s Kaffee und Kuchen für alle, die jemals mitgeholfen haben und Spiel und Spaß für die Kinder – und Süßigkeiten, die der Bürgermeister im Gepäck hatte.

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