Di., 17.09.2019

Wohnzimmerkonzert mit Le-Van-Vo und Osvaldo Hernandez Die Leichtigkeit des Südens

Le-Van-Vo und Osvaldo Hernandez bringen mit Latin, Pop und Jazz noch einmal  den Sommer ins Verler Wohnzimmer. Sie improvisieren und kommunizieren mit den Zuhörern. Es ist als hätten sie spontan die Gitarre ausgepackt.

Le-Van-Vo und Osvaldo Hernandez bringen mit Latin, Pop und Jazz noch einmal  den Sommer ins Verler Wohnzimmer. Sie improvisieren und kommunizieren mit den Zuhörern. Es ist als hätten sie spontan die Gitarre ausgepackt. Foto: Marie Horstmann

Von Marie Horstmann

Verl (WB). Ein Glas Wein in der Hand, gemeinsam Gitarrenklängen lauschen, während hinter einem die Sonne untergeht. Nein, die Besucher des Wohnzimmerkonzertes mussten für dieses Erlebnis nicht in den Süden fahren. In den Windmühlenweg in Verl ging es für viele Besucher mit dem Rad.

»Dies ist keine elitäre Veranstaltung, sondern ein gemütliches Konzert für Musikliebhaber«, macht Wolfgang Feuerborn gleich zu Beginn deutlich und gibt dann die Bühne frei für das Duo Encuentro. Der Gitarrist Le-Van-Vo kommt aus Frankreich und Osvaldo Hernandez aus Kuba. Zusammen bringen sie den Sommer und die südländische Leichtigkeit in das Verler Wohnzimmer. Nach und nach beginnen immer mehr Füße zu wippen, Gespräche verstummen und plötzlich sitzt man draußen irgendwo in Kuba oder Frankreich in einer Bar und schaut den Menschen rauchend beim Tanzen zu.

Musik bringt Menschen zusammen

»Oh ist das schön«, entfährt es einer Zuhörerin, und da können die meisten wohl nur zustimmen. Die Wohnzimmerkonzerte bringen Menschen durch die Musik zusammen, und es gibt Künstler zum Anfassen. »Es ist etwas Besonderes, denn man ist dem Publikum sehr nahe«, bestätigt Le-Van-Vo. Und auch Hernandez ist mit seiner lateinamerikanischen Lockerheit schnell mitten drin im Getümmel.

Wenn sie spielen, ist es als hätten sie spontan die Gitarre ausgepackt. Sie improvisieren, kommunizieren mit den Zuhörern und lassen einen teilhaben an ihrer Leidenschaft für Musik. »Ich liebe Gitarrenmusik und genieße vor allem die familiäre Atmosphäre«, sagt Fridolin Kleinegräber und freut sich, viele Bekannte zu treffen.

»Wir waren bisher immer begeistert und sind es auch heute wieder«, schwärmt Nicola Boenke, die schon selbst einmal Gastgeberin war. Feuerborn bemüht sich immer den passenden Musiker für ein Wohnzimmer zu finden und dabei den Wohnraum zu schützen.

Seit Wochen auf den Abend gefreut

Die Zufriedenheit der Gäste und der Gastgeber geben ihm Recht: »Wir haben uns seit Wochen auf diesen Abend gefreut, denn ein Zuhause ist, wo die Liebe wohnt und gelacht und getanzt wird«, sagt die Gastgeberin, die sich um das Wohl jedes einzelnen Gastes kümmert und unermüdlich Getränke und Salzstangen nachfüllt. An diesem Abend stehen die Musik und die Gemütlichkeit im Vordergrund.

Die Möglichkeit, seine eigene Musik und die Leidenschaft dafür zum Beruf zu machen, wird durch solche Kulturevents unterstützt. Musiker können neue Dinge ausprobieren und erhalten direktes Feedback vom Publikum.

Auf die Frage, ob er  Musikschülern empfehlen kann, das Hobby zum Beruf zu machen, findet Le-Van-Vo wohl auch deswegen eine klare Antwort: »Es ist nicht immer leicht, aber es lohnt sich.«

Am Ende des entspannten Abends lädt Feuerborn jeden, der sich für Musik interessiert und als Gast, Gastgeber oder Künstler an einem Konzert teilnehmen möchte, ein, sich per Mail zu melden (DF@kulturfreunde-musik.de). Dort gibt es dann weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung.

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