Mi., 25.09.2019

Auszeichnungen beim Projekt »Energiesparen macht Schule« für drei Kitas, drei Grundschulen und die beiden weiterführenden Schulen in Verl. Kinder und Schüler bewegen was

Zufriedene Gesichter bei allen Ausgezeichneten (vorne von links): Klimaschutzmanager Dr. Fabian Humpert, Susanne Krampe (Kita Abenteuerland), Anja Gisbertz (St.-Georg-Schule), Bürgermeister Michael Esken, Jutta Press (Grundschule Kaunitz Bornholte), Dirk Meyer und Matthias Geukes (Gesamtschule), Ruben Levi und Marietta Horsthemke (Kita Kleine Strolche), Sahin-Aydin Rüveyda (Energiebüro), mittlere Reihe: Ares Rolf (Gymnasium), Swetlana Zesdris (KIta Zwergenland), Britta Arend (Gymnasium), Tanja Kuhn-Gellrich und Ariane Hülsmann (Kita Abenteuerland), Susanne Badde (Kita Kleine Strolche), Sarah, Madlein und Cosma vom Gymnasium, Sabine Hanebrink (Kita Kleine Strolche), obere Reihe: Romeo, Mia, Amalia und Lasse, die Energiedetektive der Kita Abenteuerland.

Zufriedene Gesichter bei allen Ausgezeichneten (vorne von links): Klimaschutzmanager Dr. Fabian Humpert, Susanne Krampe (Kita Abenteuerland), Anja Gisbertz (St.-Georg-Schule), Bürgermeister Michael Esken, Jutta Press (Grundschule Kaunitz Bornholte), Dirk Meyer und Matthias Geukes (Gesamtschule), Ruben Levi und Marietta Horsthemke (Kita Kleine Strolche), Sahin-Aydin Rüveyda (Energiebüro), mittlere Reihe: Ares Rolf (Gymnasium), Swetlana Zesdris (KIta Zwergenland), Britta Arend (Gymnasium), Tanja Kuhn-Gellrich und Ariane Hülsmann (Kita Abenteuerland), Susanne Badde (Kita Kleine Strolche), Sarah, Madlein und Cosma vom Gymnasium, Sabine Hanebrink (Kita Kleine Strolche), obere Reihe: Romeo, Mia, Amalia und Lasse, die Energiedetektive der Kita Abenteuerland. Foto: Matthias Kleemann

Von Matthias Kleemann

Verl (WB). Romeo, Mia-Sophie, Lasse und Amalia sind die Energiedetektive der Kindertagesstätte Abenteuerland. Sie haben dazu beigetragen, dass die Kita beim Projekt »Energiesparen macht Schule« 20 Punkte und damit eine Goldauszeichnung errungen hat.

Am Dienstagnachmittag war Siegerehrung. Drei Kitas, drei Grundschulen und die beiden weiterführenden Schulen beteiligen sich an dem Projekt und haben sich ihre Auszeichnung abgeholt, außerdem eine Geldprämie, die nach der eingesparten Energie berechnet wurde.

Klimaschutz von unten

Die Kita Abenteuerland präsentierte ihre Anstrengungen in Sachen Klimaschutz. Die Energiedetektive achten unter der Leitung der Energiebeauftragten Ariane Hülsmann darauf, dass die Thermostatventile an den Heizungen richtig eingestellt sind, dass richtig gelüftet wird, dass elektrische Geräte nicht unnötig lange eingeschaltet sind. Und sie haben zwei Kräuterbeete angelegt. Da wachsen Rosmarin, Schnittlauch, Minze und Erdbeeren. Einen Tee aus der Minze und einen Dipp mit dem Schnittlauch durften die Teilnehmer der Veranstaltung selbst probieren.

Susanne Krampe von der Kita weist auf eine Besonderheit der Einrichtung hin. Sie liegt weit draußen. Aber alle geben sich Mühe, beim täglichen Besuch möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Trotz der Entfernung kommen viele Kinder mit ihren Eltern per Fahrrad. Und einige werden sogar auf dem Pferd gebracht.

Die Schüler der Klasse 6a des Gymnasiums haben Waffeln gebacken und verkauft, sie haben Jutebeutel hergestellt und Müll gesammelt. 455 Euro sind zusammen gekommen. Dafür sollen jetzt Bäume gepflanzt werden, und zwar wahrscheinlich auf der Streuobstwiese beim Friedhof.

Energieverbrauch sinkt

Sahin-Aydin Rüveyda vom e&u Energiebüro aus Bielefeld, das das Projekt betreut, ist zufrieden. Seit 2016 läuft das Projekt, und es konnten viele kleine Erfolge erzielt werden. Weil Kinder und Jugendliche selbst darauf achten, sinkt der Energieverbrauch in den Schulen und Kindergärten. Im Laufe eine Projektjahres finden Gebäudebegehungen und Workshops statt. Darin geht es um die Themen Energie und Gas, Wärme und Strom oder klimafreundliche Ernährung.

In der St.-Georg-Schule Sürenheide füllen die Schüler Listen aus und zeichnen Diagramme. So sehen sie, was es für eine Wirkung hat, wenn zum Beispiel Ferien sind und kaum Energie verbraucht wird, oder wie der Verbrauch steigt, wenn ein Fest gefeiert wird. Die Schüler achten auf Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit und CO 2 -Gehalt.

»Es ist ein tolles Konzept«, sagt Klimamanager Fabian Humpert. »Die Kinder übernehmen Verantwortung und werden sensibilisiert.« Das bedeutet: Sie achten nicht nur in Kita oder Schule, sondern sicher auch zu Hause aufs Energiesparen.

Das Projekt wird natürlich von der Stadt unterstützt. Mit den guten Ergebnissen ist deshalb auch Bürgermeister Michael Esken zufrieden. Die Diskussion sei momentan in aller Munde, sagt er und betont, dass man in Verl schon länger auf dem richtigen Weg sei, wie sich an dem Projekt erkennen lasse. »Wir haben früh angefangen und zunächst die Hausmeister in die Pflicht genommen.« Mit dem didaktischen Konzept werde noch einmal mehr erreicht.

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