Do., 10.10.2019

Pläne für Gesamtschule und Hallenbad über festgelegter Grenze Wohl neue Ausschreibung

Die Gesamtschule und ein Hallenbad sollen neu gebaut werden. Wie weiter verfahren wird, soll am kommenden Freitag entschieden werden.

Die Gesamtschule und ein Hallenbad sollen neu gebaut werden. Wie weiter verfahren wird, soll am kommenden Freitag entschieden werden. Foto: Bernd Steinbacher

Verl (WB/bs). Kauft die Stadt Verl die berühmte Katze im Sack – auch für unter 29 Millionen Euro viel Geld – oder verliert sie durch eine neue Ausschreibung etwa ein halbes Jahr Zeit? Die Entscheidung, wie es mit der Gesamtschule und dem Neubau des Hallenbades weitergeht, wird die Vergabekommission am Freitag nächster Woche treffen.

»Die Vertreter der Politik und der Schule tagen am 18. Oktober«, sagte Bürgermeister Michael Esken am Donnerstag auf Nachfrage. Es gebe die Möglichkeit, den noch beteiligten Architekturbüros eine Nachfrist zu geben, um die zuvor bereits bekannte Kostengrenze von 29 Millionen Euro einzuhalten. Dann könnten allerdings die Entwürfe, die beim Wettbewerb gewonnen hatten, durch die wegen der Kostengrenze notwendige Überarbeitung anders aussehen.

Bereits in seiner Haushaltsrede hatte er darauf hingewiesen, dass »wir noch sehr viele Diskussionen über den Schulneubau erleben« werden. »Nicht immer ist das ganz teure, architektonisch sehr wertvolle Bauvolumen auch geeignet, um der Pädagogik, die im Mittelpunkt unseres Handelns stehen sollte, gerecht zu werden.« Sollte das ein Hinweis sein, das Vergabeverfahren zu beenden? Esken verweist auf die anstehende Beratung.

Sollte das Verfahren beendet werden, muss neu und europaweit ausgeschrieben werden. Das bedeutet einen Zeitverlust von etwa einem halben Jahr.

Was Baukosten angeht, hat die Stadt Verl schlechte Erfahrungen beim Bau des Bauhofes gemacht. Die Kosten waren in die Höhe geschossen. Deshalb könnte es wahrscheinlich sein, dass die Kommission die Reißleine zieht und wegen der Kostenüberschreitung das Verfahren beendet. Dann würde ein Architekt gesucht, der dann nach den Vorgaben der Stadt und der Politik einen Plan zu erarbeiten hat. Wie teuer letztlich alles wird, ist somit offen. Denn während um die Entscheidung gerungen wird, steigen derzeit die Baukosten nicht zuletzt wegen der guten Auftragslage vieler Firmen immer weiter.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6992396?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516081%2F