Fr., 11.10.2019

Rege Diskussion und viele Anregungen beim ersten Verler Jugendplenum Nasse Fahrräder und verspätete Busse

Konzentriert und gut vorbereitet stellt Konstantin Lüke, Klassensprecher der 7d des Gymnasiums, seine Fragen. Mit am Tisch sind Semih Erdem (7a), Charlotte Winkler (7a der Gesamtschule) und Henriette Esken (7d).

Konzentriert und gut vorbereitet stellt Konstantin Lüke, Klassensprecher der 7d des Gymnasiums, seine Fragen. Mit am Tisch sind Semih Erdem (7a), Charlotte Winkler (7a der Gesamtschule) und Henriette Esken (7d). Foto: Bernd Steinbacher

Von Bernd Steinbacher

Verl (WB). Verspätete Busse, nasse Fahrräder, öffentliche Toiletten, die zeitweise sehr volle Mensa, die Gesamtschule und das neue geplante Hallenbad: Es gibt viele Themen, die die Schüler interessieren.

Die Stadtverwaltung Verl hatte am Donnerstagvormittag 65 Schülersprecher der weiterführenden Schulen eingeladen, um zu hören, welche Probleme sie in der Stadt sehen und welche Sorgen sie haben.

In Verl gibt es kein Jugendparlament, aber die Stadtverwaltung bezieht Kinder und Jugendliche in Entscheidungen mit ein, die sie betreffen. Das Jugendplenum war nun ein weiteres Angebot, mit den jungen Menschen ins Gespräch zu kommen.

Geballtes Wissen der Stadtverwaltung: (von links) Dirk Hildebrandt (Fachbereichsleiter Schule, Sport, Kultur), Frank Hövelhasse (Gebäudemanagement), Patrick Bullermann (Jugendamtsleiter) und Erster Beigeordneter Heribert Schönauer geben Auskunft. Foto: Bernd Steinbacher

Bürgermeister Michael Esken wird nun als eine Konsequenz aus den vorgebrachten Anliegen gemeinsam mit dem zuständigen Fachbereichsleiter Dirk Hildebrandt mit einem Schulbus mitfahren, um zu sehen, wie die Lage ist. »Es gab die Umstellung der Buslinien«, erklärte Esken auf Nachfrage. Da habe es wohl Busfahrer gegeben, denen die Schüler sagen mussten, wo sie halten müssen. Verspätungen führten auch dazu, dass sie zu spät zu schulischen Veranstaltungen kamen, sagten Schüler.

Wünsche für mehr überdachte Fahrradständer wurden geäußert und selbst bei bereits überdachten Ständern werden wohl manche Fahrräder nass, da die Dachüberstände zu kurz sind.

Die Verwaltung versprach Abhilfe beziehungsweise Überprüfung der angesprochenen Punkte, wie beispielsweise einen weiteren Trinkwasserspender. Eine Schülerin sprach fehlende öffentliche Toiletten an. Esken sagte, dass die beiden öffentlichen Toiletten am Friedhof und am Marktplatz künftig kostenlos zu nutzen seien. Sie müssten aber besser ausgeschildert werden.

 

In Sachen dritter Treff für Jugendliche scheint wohl kein so großer Handlungsbedarf da zu sein. Es gibt die Oase und das Kinder- und Jugendnetzwerk. Allerdings soll die dritte Freizeitstätte eher für Jugendliche und nicht für Kinder geschaffen werden. Damit ergebe sich keine Konkurrenz zu den bestehenden Angeboten. Das hatte eine Schülerin befürchtet, die selbst in der Oase tätig ist.

Einem 14-jährigen Schüler erklärte Michael Esken, dass er das neue Hallenbad wohl nutzen könne, wenn er volljährig sei. Der Neubau soll 2024 fertig sein, falls es nicht noch Verzögerungen gibt.

Bürgermeister Michael Esken bezieht Stellung und beantwortet im Gymnasium die zahlreichen Schülerfragen. Foto: Bernd Steinbacher

Cornelia Darijtschuk, Sprecherin der Klasse 8b des Gymnasiums, hatte die Platzprobleme in der Mensa angesprochen. Zurzeit ist eine Etage für die jüngeren Gesamtschüler reserviert. Zeitweise scheint es deshalb im Erdgeschoss Engpässe zu geben. »Die Veranstaltung ist gut. Es ist interessant, auch andere Meinungen zu hören«, sagte die Schülerin.

Der Bürgermeister dankte den Schulleitungen, dass sie die Unterrichtszeit zur Verfügung gestellt haben und den Lehrern für die Vorbereitung.

Auch Erster Beigeordneter Heribert Schönauer zog ein positives Fazit der Veranstaltung: »Ein bunter Mix an Themen wurde angesprochen. Die Schüler haben realistische Wünsche geäußert.«

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