Mi., 04.12.2019

Am Biomasseheizwerk am Verler Freibad wird ein fast 25 Meter langer Wärmespeicher montiert Ein dickes Ding schwebt durch die Luft

24,50 Meter lang ist der Wärmespeicher, der in der Nacht von Montag auf Dienstag mit einem Spezialtransport von Belgien nach Verl gebracht wird. In dem Stahlbehälter können bis zu 300.000 Liter Wasser gespeichert und in das Fernwärmenetz der Stadt Verl eingespeist werden. Das soll ab Februar passieren.

24,50 Meter lang ist der Wärmespeicher, der in der Nacht von Montag auf Dienstag mit einem Spezialtransport von Belgien nach Verl gebracht wird. In dem Stahlbehälter können bis zu 300.000 Liter Wasser gespeichert und in das Fernwärmenetz der Stadt Verl eingespeist werden. Das soll ab Februar passieren. Foto: Dunja Delker

Von Dunja Delker

Verl (WB). Für Alexander Hetjens ist es eine Art Gesellenstück. Zum ersten Mal trägt der junge Mann allein die Verantwortung für den Aufbau eines 23 Meter langen Wärmespeichers. „Der liegt perfekt“, sagt er nach minutenlanger Millimeterarbeit.

Für die Firma Hans van Bebbern ist die Montage großer Gefäße für Biomasseheizwerke wie das am Verler Freibad Alltagsgeschäft, für den technischen Betriebsleiter Winfried Egbringhoff und sein Team ein einzigartiger Moment. 24,50 Meter ist der Wärmespeicher lang, hat einen Durchmesser von 4,50 Meter. Mit einem 37 Meter langen Spezialtransporter geht er am Montagabend um 20.30 Uhr in Belgien auf die Reise. Ankunft in Verl: 3.30 Uhr. Gegen 8 Uhr beginnen Jens Wiedemann und Alexander Hetjens mit dem Aufbau der acht Halbschalen, zwei Stunden später liegt der Wärmespeicher in seinem „Bett“.

Der Behälter ist der dritte und zugleich größte Warmwasserpufferspeicher, der die Verler dank des Fernwärmenetzes versorgt. Die anderen Wärmespeicher sind 30 und 50 Kubikmeter groß. „Mit Hilfe des dritten Behälters können wir die Laufzeiten der Holzkessel weiter optimieren“, sagt Egbringhoff.

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Wir gehen davon aus, dass er Anfang Februar ans Netz geht.

Uwe Schieweck

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In den kommenden Wochen wird der Behälter mit einer 20 Zentimeter dicken Schicht Mineralwolle und einer Aluverkleidung isoliert. „Wir gehen davon aus, dass er Anfang Februar ans Netz geht“, sagt Uwe Schieweck. Der Sürenheider ist bei der Heizungsbaufirma Kahmann Leiter des Verler Projekts.

430.000 Euro investiert die Stadt in den neuen Speicher, dessen Montage allerdings etwas teurer wird als geplant: Eine Halbschale hat bei der Kranfahrt die grüne Fassade gerammt und dicke Kratzer hinterlassen.

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