Mi., 11.12.2019

Stadt kooperiert mit Deutscher Sporthochschule – Kinder im Fokus Verler sollen fitter werden

Fraktionsvorsitzende Gabriele Nitsch, Bürgermeister Michael Esken, Dr. Heinz Kleinöder (sitzend, von links), Erster Beigeordneter Heribert Schönauer, Maja Kraft (TV Verl), Margret Pollmeier, Jochen Scholz, Dirk Schott (alle SSV), Dirk Hildebrandt (Stadt Verl), Ulrike Dörmann, Dr. Nicolas Wirtz (beide DSHS) und Laura Bokel (Stadt Verl, stehend von links) bei der Vertragsunterzeichnung.

Fraktionsvorsitzende Gabriele Nitsch, Bürgermeister Michael Esken, Dr. Heinz Kleinöder (sitzend, von links), Erster Beigeordneter Heribert Schönauer, Maja Kraft (TV Verl), Margret Pollmeier, Jochen Scholz, Dirk Schott (alle SSV), Dirk Hildebrandt (Stadt Verl), Ulrike Dörmann, Dr. Nicolas Wirtz (beide DSHS) und Laura Bokel (Stadt Verl, stehend von links) bei der Vertragsunterzeichnung. Foto: Carsten Borgmeier

Von Carsten Borgmeier

Verl (WB). Fachleute der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) sollen in den nächsten drei Monaten analysieren, wie die Menschen in Verl fitter werden können. Einen entsprechenden Kooperationsvertrag haben am Dienstagnachmittag Bürgermeister Michael Esken und Dr. Heinz Kleinöder (DSHS) unterschrieben.

Sportliche Aktivitäten in Verls Vereinen, Unternehmen und Schulen werden dabei zunächst unter die Lupe genommen. Aus dieser Bestandsaufnahme in Zusammenarbeit mit Stadtsportverband (SSV) und Stadtverwaltung soll dann in den nächsten ein bis zwei Jahren ein Konzept erstellt werden, so Bürgermeister Esken (CDU) zu dem Projekt, das auf den Antrag seiner Fraktion von Januar dieses Jahres zurückgeht.

CDU stellte den Antrag

„Es ist der CDU wichtig, dass Verl sich auch im Bereich des Sportes noch weiter entwickelt und die Vernetzung der Sportvereine, anderer auf dem Gesundheits- und Sportsektor tätigen Akteure, der Kitas und Schulen, unter Einbeziehung des Stadtsportverbandes, zukunftsweisend ausgebaut wird“, schreibt Fraktionsvorsitzende Gabriele Nitsch in dem Antrag. „Dieses soll sowohl dem Leistungs- als auch dem Breitensport in Verl dienen.“ Von modernen und nachhaltig konzeptionierten Sportstätten und neuen Formaten, die den Sport und die gesundheitliche Prävention noch mehr in die Mitte der Gesellschaft und in das Bewusstsein der Menschen rückten, würden Jung und Alt gleichermaßen profitieren, so die Christdemokratin.

Immer weniger Kinder treiben Sport

„Noch nie gab es so viele verschiedene Sportangebote in Deutschland, aber dennoch ist unsere Jugend so unfit wie nie zuvor“, sagt Dr. Heinz Kleinöder im Hinblick auf eine der Hauptzielgruppen. Für diese erste Bestandsaufnahme sind im städtischen Haushalt nach Auskunft von Dirk Hildebrandt (Fachbereichsleiter Schule, Kultur und Sport) 10.000 Euro eingestellt. Für daraus folgende Maßnahmen stünden weitere 15.000 Euro bereit. Über weitergehende Vorhaben muss die Politik dann weiter entscheiden.

Dass auch in Verl das Interesse besonders der 14- bis 21-Jährigen am Sport nachgelassen hat, bestätigen Margret Pollmeier, Dirk Schott und Jochen Scholz vom örtlichen Stadtsportverband (SSV): Ihren Angaben zufolge sind in den Vereinen in der Stadt gut 3000 Kinder und Jugendliche organisiert, „vor zehn Jahren waren es noch 3500“, so Pollmeier. Mit den Erwachsenen zusammen gebe es aktuell 7800 Vereinsmitglieder in Verl, so Scholz.

Wie halten sich Feuerwehrleute fit?

Auch in den Verler Firmen sowie in den Schulen wollen die DSHS-Experten genau hinschauen: Wie könnte zum Beispiel der Betriebssport ausgebaut werden oder wie halten sich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr für ihre körperlich oftmals fordernden Einsätze fit?

Dr. Kleinöder nennt da ein Projekt, das er in Mönchengladbach mitentwickelt habe: die „Blaulicht-AG“. Dabei handele es sich um ein Angebot für Teenager, mit Sport und Spaß das Interesse an der Feuerwehr zu wecken. Auch in den Schulen sieht Dr. Kleinöder aus der Abteilung für Trainingswissenschaftliche Interventionsforschung der DSHS Defizite hinsichtlich des Sportunterrichts.

Leistungs- und Breitensport werden untersucht, und auch das Thema Gesundheit spielt eine Rolle. Am Ende des Projekts könnte dann zum Beispiel ein Diagnostik-Zentrum stehen, nennt Bürgermeister Michael Esken ein mögliches Resultat.

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