Mi., 15.01.2020

Mehr Kommunikation, mehr Teilhabe der Schüler: Anika Krumhöfener (KSB) über Ziele Wie Ganztagsschule besser werden kann

Seit 2018 beteiligt sich die Stadt Verl mit ihren vier Grundschulen und der Gesamtschule an dem Projekt „Qualität im Ganztag“.

Seit 2018 beteiligt sich die Stadt Verl mit ihren vier Grundschulen und der Gesamtschule an dem Projekt „Qualität im Ganztag“. Foto: dpa

Von Dunja Delker

Verl (WB). Das Kind ist krank. Mama ruft in der Schule an, um es abzumelden. Doch das Team der Offenen Ganztagsbetreuung (OGS) wundert sich, dass es nicht da ist. Szenen wie diese sind nicht selten. Deswegen soll die Ganztagsbetreuung in Verl weiter optimiert werden.

Seit 2018 beteiligt sich die Stadt Verl mit ihren vier Grundschulen und der Gesamtschule an dem Projekt „Qualität im Ganztag“. Träger sind die Reinhard-Mohn-Stiftung, die Bezirksregierung Detmold und der Kreissportbund Gütersloh. Mit im Boot sitzen auch Halle und Versmold.

Handlungsplan bis 2022 erarbeitet

Nach Befragungen hat eine Projektgruppe aus Grundschulleitungen, OGS-Leitungen, Lehrern, Vertretern des Droste-Hauses, der Stadtverwaltung und des Kreissportbundes (KSB) Ende 2018 einen Handlungsplan bis 2022 erarbeitet. Welche Ziele 2019 erreicht wurden und noch umgesetzt werden, stellte Anika Krumhöfener jetzt vor.

Ein Ziel sei die weitere Verzahnung von Vor- und Nachmittagsbereich, sagt Krumhöfener. Die Kommunikation müsse besser werden. Zum einen, was Beispiele wie den Krankheitsfall eines Kindes beträfen. Zum anderen auch bei komplizierteren Inhalten. Hier müssten auch die Eltern in Gesprächen hinzugezogen werden.

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Wir wollen Standards einführen.

Anika Krumhöfener

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Weiteres Ziel sei, dass die Flexibilisierung vereinheitlicht werde. „Wir wollen Standards einführen: Kann ein Kind erst nach schriftlicher Abmeldung eher gehen oder reicht es mündlich?“, nennt die Expertin des Kreissportbundes ein Beispiel. Auch die Schülerpartizipation soll erleichtert werden. Themen, die Kinder beschäftigen, müssten intensiver aufgegriffen werden, beispielsweise in einem „Motto des Monats“.

Für die Leiter der Arbeitsgemeinschaften (AG), die von außen kommen, sollen Checklisten erarbeitet werden. Welche Informationen brauche ich, damit ich gut in die Arbeit einsteigen kann?

Besonders bei der Flexibilisierung gibt es Nachholbedarf

Teilweise seien diese Ziele schon umgesetzt, so Krumhöfener. Schüler fühlten sich stärker gefragt, Eltern und Lehrer nähmen einen schwächeren Bruch zwischen Vor- und Nachmittag wahr. Dennoch gebe es bis 2022 noch einiges zu tun. Besonders bei der Flexibilisierung gebe es Nachholbedarf. Gemeinsame Qualitätsstandards der Ganztagsschulen müssen laut Krumhöfener weiter ausgearbeitet werden.

Ein weiteres Ziel ist das Angebot von Misch-AGs nicht nur für OGS-Kinder. Das ist laut Krumhöfener für Grundschulen wie Kaunitz-Bornholte von Vorteil, in denen nicht ganz so viele Schüler die Nachmittagsbetreuung besuchten und deswegen viele Arbeitsgemeinschaften nicht zustande kämen. In Fall der Öffnung von OGS seien aber Finanzierung und Versicherung abzuklären. Auch der Raumbedarf für den Ganztag dürfe nicht aus den Augen verloren werden.

Gesamtschule ist nicht außen vor

Die Gesamtschule als Ganztagsschule ist bei diesen Überlegungen nicht außen vor. Hier werden laut Krumhöfener mit Unterstützung der Schüler auch der Sekundarschule Versmold und der Gesamtschule Halle erarbeitet.

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