Gute Resonanz auf Aktion Rumpelkammer
Zylinder war auch dabei

Verl-Kaunitz (WB/abb). Eine Unterhose mit Weihnachtsmann-Motiv, ein altes Trikot von Borussia Dortmund, ein Zylinder oder ein großer Teddybär. Die Spenden zur Aktion Rumpelkammer muten manchmal kurios an. Aber mit der Resonanz und der Qualität der abgegebenen Kleider sind die Verantwortlichen zufrieden.

Dienstag, 21.01.2020, 11:45 Uhr aktualisiert: 21.01.2020, 15:54 Uhr
Peter Maasmeier (von links), Nora Pollmeier, Sabrina Hanswille, Lucia Jasper, Hannah Frickenstein und Heinz Riedel engagierten sich für die Aktion Rumpelkammer. Foto: Andreas Berenbrinker
Peter Maasmeier (von links), Nora Pollmeier, Sabrina Hanswille, Lucia Jasper, Hannah Frickenstein und Heinz Riedel engagierten sich für die Aktion Rumpelkammer. Foto: Andreas Berenbrinker

Seit mehr als 50 Jahren sammeln die 17 Kolpingsfamilien im Bezirksverband Wiedenbrück aussortierte Kleidungsstücke. Unterstützt werden sie dabei von den Familien aus Harsewinkel und Marienfeld, die zum Diözesanverband Münster gehören. Neben Sammelstellen in Gütersloh, Rheda, Langenberg, Clarholz und Rietberg wurden auch an der Kaunitzer Ostwestfalenhalle Säcke voller Klamotten aufgetürmt. Allein die drei heimischen Kolpingsfamilien aus Sürenheide, Kaunitz und Verl stellten 60 Helfer, darunter viele Jugendliche.

Unterhose mit einem Weihnachtsmann und Trikot vom BVB

„Das ist richtig gut“, sagt Heinz Riedel vom Bezirksverband. Nora Pollmeier, Sabrina Hanswille, Lucia Jasper und Hannah Frickenstein sammeln schon seit mehr als fünf Jahren und sind mit Eifer dabei. „Das macht einfach Spaß, wir erleben eine tolle Gemeinschaft und das anschließende Essen ist auch immer lecker“, sagt Lucia Jasper. Sie und ihre Freundinnen amüsieren sich auch über kurios anmutenden Spenden. „Wir haben eine Unterhose mit einem Weihnachtsmann und ein Trikot vom BVB entdeckt“, sagt Hannah Frickenstein. Außerdem wurden in den vergangenen Jahren beispielsweise ein Zylinder oder ein großer Teddy abgegeben.

Es ist kein Vergleich zu den Containern, in denen wir oft Müll oder sogar Essensreste finden.

Heinz Riedel

Die Qualität der gespendeten Kleider sei unterm Strich sehr gut, sagt Heinz Riedel. „Es ist kein Vergleich zu den Containern, in denen wir oft Müll oder sogar Essensreste finden.“ Die Kleidungsstücke werden alle zu einem Sortierwerk nach Rotterdam gebracht. Gut erhaltene Klamotten werden in Entwicklungsländern in Afrika oder auch in Osteuropa verkauft. Andere Stoffe werden zu Putzlappen verarbeitet, während wirklicher Kleidungsmüll geschreddert wird und beispielsweise an die Autoindustrie verkauft wird. Das mutet zunächst seltsam an, aber Heinz Riedel hat die Erklärung parat. „Aus den geschredderten Kleidungsstücken werden zum Beispiel die Dämmplatten für Motorhauben hergestellt.“

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