Do., 23.01.2020

Einlaufkinder fiebern dem Pokalkracher gegen Union Berlin entgegen Hand in Hand mit Neven Subotic

Feit Johannhörster (vorne von links), Klara Bienek, Fiona Nestroy, Michel Gräbner und Amelie Schweda fiebern dem Pokalspiel gegen Union Berlin entgegen. Auch Jörg Schoppengerd (hinten), Verkaufsleiter beim Schröder-Team, ist gespannt. Der Pappaufsteller mit Fußballprofi Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg) zeigt, wie groß die Einlaufkinder sein dürfen – höchstens 1,50 Meter.

Feit Johannhörster (vorne von links), Klara Bienek, Fiona Nestroy, Michel Gräbner und Amelie Schweda fiebern dem Pokalspiel gegen Union Berlin entgegen. Auch Jörg Schoppengerd (hinten), Verkaufsleiter beim Schröder-Team, ist gespannt. Der Pappaufsteller mit Fußballprofi Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg) zeigt, wie groß die Einlaufkinder sein dürfen – höchstens 1,50 Meter.

Von Andreas Berenbrinker

Verl (WB). Flutlicht, prickelnde Pokalatmosphäre und eine pickepackevolle Sportclub-Arena. Kein Wunder, dass da auch Einlaufkinder aufgeregt sind. Beim Pokalkracher sind sie dabei und laufen Hand in Hand mit den Stars auf das Spielfeld. Beim Schröder-Team in Verl wurden die Mädchen und Jungen nun eingekleidet.

Am 5. Februar spielt der SC Verl gegen den Bundesligisten 1. FC Union Berlin und die ganze Stadt fiebert diesem Achtelfinalspiel im DFB-Pokal entgegen. Besonders aufgeregt sind die Kinder, die mit den 22 Fußballern und dem Schiedsrichtergespann auf den heiligen Rasen der Verler Arena auflaufen dürfen. Während der SC Verl, aktueller Herbstmeister der Regionalliga West, von Spielern der eigenen Jugend begleitet wird, sorgte DFB-Pokal-Sponsor Volkswagen für die anderen elf Kids.

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Wir hatten fast 60 Bewerbungen, sogar aus Bochum oder Bayern.

Jörg Schoppengerd, Verkaufsleiter VW-Autohaus Schröder-Team

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Die Organisation übernahm wie schon bei den vorherigen Spielen gegen den FC Augsburg und Holstein Kiel das ortsansässige VW-Autohaus Schröder-Team mit Jörg Schoppengerd an der Spitze.„Wir hatten fast 60 Bewerbungen, sogar aus Bochum oder Bayern“, sagt der Verkaufsleiter. Die Sieger seien nicht willkürlich ausgelost worden. „Die Eltern mussten in der Bewerbung schreiben, warum gerade ihr Sohn oder ihre Tochter beim Spiel dabei sein muss.“ Letztlich habe man sich dann für elf Kinder zwischen sechs und zehn Jahren entschieden, die Anfang Februar mit den Union-Spielern auf das Feld dürfen. Alle wurden nun beim Schröder-Team mit einem Trikot, einer Hose und sogar Stutzen ausgestattet.

Feit Johannhörster entpuppt sich als wahrer Fußballexperte

Mit dabei ist dann auch die achtjährige Klara Bienek. Konditionell wird die junge Verlerin keine Probleme haben, die Fußballprofis von der Kabine bis zur Mittellinie zu begleiten. „Ich schwimme bei der DLRG und mache im Turnverein Rhythmische Sportgymnastik und Leichtathletik“, erzählt Klara. Ebenfalls sportlich unterwegs sind Fiona Nestroy (10), die in der Hip-Hop-Abteilung des TuS Friedrichsdorf aktiv ist sowie Feit Johannhörster, Michel Gräbner und Amelie Schweda, die alle Fußball spielen. Als wahrer Fußballexperte entpuppte sich Feit Johannhörster, der standesgemäß mit einem SCV-Trikot zum Fototermin gekommen ist. „Ich kenne ganz viele Spieler von Union Berlin“, hatte der Junge einen großen Wissensvorsprung vor den Eltern sowie dem Autohaus-Verkaufsleiter Jörg Schoppengerd. Und in der Tat, aus Feit sprudelte es nur so heraus. „Andersson, Polter, Ujah, Gentner, die kenne ich alle.“ Und dann spielen beim 1. FC Union mit Felix Kroos noch der Bruder des Weltmeisters Toni und der in der Nähe Ostwestfalens in Ibbenbüren geborene Marius Bülter, der mit dem SV Rödinghausen schon einige Male in der Regionalliga gegen den SC Verl spielte.

Neven Subotic ist der bekannteste Union-Kicker

Der bekannteste Spieler des Bundesliga-Aufsteigers ist aber wohl Neven Subotic, der sich insbesondere während seiner Zeit bei Borussia Dortmund in die Herzen der Fans spielte. Subotic, der 36 Länderspiele für Serbien bestritt und mit dem BVB Deutscher Meister wurde, überzeugt nicht nur durch seine Leistungen auf dem Spielfeld, sondern auch durch sein soziales Engagement und seine Bodenständigkeit. „Der fährt sogar mit der S-Bahn zum Union-Training“, staunt auch Jörg Schoppengerd.

Dem SC Verl räumen die Einlaufkinder im Achtelfinale vor über 5000 Zuschauern in der ausverkauften Sportclub-Arena durchaus Chancen ein. „Und im Finale spielen wir dann gegen Borussia Dortmund“, sagt Michel Gräbner mit dem Brustton der Überzeugung.

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