Mi., 05.02.2020

Hans-Ulrich Grimm referiert zu gesunder Ernährung Wie viel Huhn steckt in der Hühnersuppe?

Das Team des Vereins „Hof Diekämper“ mit (von links) Iva Potrebova, Daniela Toman und Claudia Schulz begrüßt den Autor Hans-Ulrich Grimm. Er referiert zum Thema „Gesunde Ernährung“.

Das Team des Vereins „Hof Diekämper“ mit (von links) Iva Potrebova, Daniela Toman und Claudia Schulz begrüßt den Autor Hans-Ulrich Grimm. Er referiert zum Thema „Gesunde Ernährung“.

Verl-Bornholte (WB). So gut wie ausverkauft ist jetzt der Vortrag von Hans-Ulrich Grimm im Bornholter „Hühnerstall“ gewesen: Der Bestseller-Autor war der Einladung des Vereins „Hof Diekämper – natürlich leben und lernen“ gefolgt. Mehr als 100 Gästen stellte er Ergebnisse aktueller Studien über gesunde und ungesunde Ernährung vor.

Mithilfe einer Präsentation erfuhren die Gäste vieles über industriell gefertigte Lebensmittel, Tricks der Lebensmittel-Industrie und deren Zusatzstoffe. So erfuhren die Gäste, dass er sein Lebensthema industrielle Nahrung durch eine einfache Nachfrage beim Hersteller einer Tütensuppe gefunden hatte. Damals wollte der Stuttgarter nur wissen, wie viel Huhn in der Hühnersuppe sei.

Seine Bücher landen regelmäßig in der Bestsellerliste

Mittlerweile wertet er Studien aus und reist durch die Welt, um mit weltweit bekannten Ernährungsforschern zu sprechen und darüber zu schreiben. Seine Bücher landen regelmäßig in der Bestsellerliste.

Teilweise waren Grimms Schilderungen erschreckend: Seiner Aussage zufolge sterben pro Jahr 180.000 Menschen weltweit durch gezuckerte Softdrinks – aber diese Getränke seien trotzdem nicht als gefährlich abgestuft. Er zeigte Fotos von Erosionsschäden an den Zähnen, die durch Zitronensäure verursacht worden seien. Er erklärte, was dieser Zusatzstoff im Körper anrichte, und, dass er aus genetisch manipulierten Schimmelpilz hergestellt sei.

Hans-Ulrich Grimm erzählte von seinen Gesprächen mit führenden Forschern über das Thema Altern: Obwohl es auf diesem Gebiet sehr interessante Fortschritte gebe, hätten ihm trotzdem alle Fachleute Blutwäschen, Infusionen und Einnahmen von jeglichen Vitaminen bei sich selbst verneint. Ihr Rezept sei ausgewogenes Essen: „frisch oder selbstgekocht und so nah an der Natur wie möglich.“

Fragerunde zu den Themen Zucker-Alternativen und Vitamine

Am Ende folgte eine Fragerunde, in der Themen wie Zucker-Alternativen, Vitamine, aber auch die Anti-Zucker-Strategie der Ernährungsministerin Julia Klöckner thematisiert wurden.

Viele Zuhörer nutzten das Angebot des Vereins „Hof Diekämper“, etwas länger zu bleiben und untereinander ins Gespräch zu kommen. Motiviert wurden sie dazu mit einem Begleitangebot: einer großen Tafel mit vegetarischen, regionalen und saisonalen Snacks, die die Vereinsmitglieder vorbereitet hatten, mit einem Büchertisch und Informationen zu Gemüsekisten des Biohofs Mertens Wiesbrock. „Es war für uns die erste Aktion dieses Ausmaßes, die sehr viele Vorbereitungen im Vorfeld gefordert hat“, sagte die erste Vorsitzende Iva Potrebova.

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