Verl
Wie es mit der FWG in Verl weitergeht

Verl (rast) - Um die Freie Wählergemeinschaft (FWG) in Verl ist es ruhig geworden. Hinzu kommen Gerüchte, dass drei wichtige Mitglieder aufhören. Zeit, einmal nachzufragen, wie es nun weitergeht. „Es gibt derzeit Dinge, die wir anpacken müssen“, sagt der Fraktionsvorsitzende Luc Solemé.

Dienstag, 11.02.2020, 21:00 Uhr
Verl: Wie es mit der FWG in Verl weitergeht

Gleichzeitig gibt Luc Solemé bekannt, dass er für die kommende Kommunalwahl nicht erneut kandidieren wird. „Ich werde komplett aufhören“, sagt der 51-Jährige und begründet seinen Entschluss: „Ich möchte meine Abende nicht mehr im Rathaus verbringen. Und ganz so viel bewegen kannst du in Verl nicht.“ Seit 15 Jahren mache er Politik am Ölbach. Zunächst in der FDP, wechselte er Anfang 2014 zur FWG.

„Die Gerüchte stimmen nicht“

Die anderen Gerüchte bestätigten sich dagegen nicht. Udo Maik als Vorsitzender macht ebenso weiter wie Helmut Kosfeld, der als sachkundiger Bürger gerade erst über die Liste in den Rat gerutscht ist. „Die Gerüchte stimmen nicht. Politik muss man auch erst lernen. Aber es macht mir Spaß. Man bekommt einiges mit“, sagt Kosfeld. Und seitdem er sein Amt als Brudermeister der Sürenheider Schützen niedergelegt habe, könne er sich voll und ganz auf sein politisches Amt konzentrieren.

Mitte Januar haben die Freien Wähler ihre ordentliche Jahreshauptversammlung abgehalten. Udo Maik ließ sich für zwei Jahre als Vorsitzender der 66 Mitglieder starken Partei wiederwählen. Bei den organisatorischen Aufgaben wird er im Hintergrund von Dieter Börchers unterstützt. Alfred Fiekens ist der zweite Vorsitzende, und Paul Tillmann übernimmt von Pauline Rohde das Amt des Schatzmeisters.

Es wird Neuerungen geben

Und wie geht es nun weiter? Laut Luc Solemé trifft sich der Vorstand in den kommenden zwei Wochen, um die Besetzung der Wahlkreise festzulegen. „Es wird Neuerungen geben“, sagt der Versicherungsfachmann. Welche das konkret sind, konnte er noch nicht sagen. Sürenheide sei nicht das Problem. Ebenso wenig der Bezirk Bornholte. Dort sind Paul Tillmann und Alfred Fiekens aktiv. Luc Solemé rechnet vor, dass momentan 7 der 19 Wahlkreise besetzt sind.

„Ich hoffe, dass wir alles besetzt bekommen“, sagt Solemé. Er möchte keine Lücke für eine mögliche Liste der AfD bilden. „Wenn wir als FWG keine starke Aufstellung hätten, wäre das nicht gut“, sagt der amtsmüde Fraktionschef.

Wahlkreise werden in Kürze besetzt

„Wir müssen uns erst einmal neu ordnen und wieder Boden unter die Füße bekommen.“ Dieter Börchers weiß als organisatorischer Mitarbeiter des Vorstands, dass sich die Partei in den Wahlkreisen dringend positionieren muss. Das solle in Kürze geschehen.

Die Ankündigung des Fraktionsvorsitzenden Luc Solemé, nicht noch einmal zu kandidieren, kommt da nicht gerade gelegen. „Wir könnten Luc auch weiter gut gebrauchen“, sagt Dieter Börchers. Es bestehe ja noch die Möglichkeit, dass Solemé sich den Schritt überlege. Dabei komme es sicher auch auf die Mannschaft an, die in den Wahlkampf geschickt werde. Aber für den Fall, dass Solemé nicht überzeugt werden kann: Gibt es einen Nachfolger? Zu Personalfragen will Dieter Börchers nichts sagen.

Ist Paul Hermreck eine Option?

Und der ehemalige Bürgermeister Paul Hermreck? Der ist doch Gerüchten zufolge im Gespräch, für die FWG anzutreten. „Ich muss immer etwas schmunzeln, wenn über Köpfe geredet wird. Wenn ein Jan Böttcher zur FDP wechselt, ist das öffentliche Interesse gering“, so Börchers. Aktuell will er sich nicht weiter zu dem Thema äußern. Allerdings weist Börchers darauf hin, dass die FWG als eine moderne Partei ohne Fraktionszwang für mögliche Interessenten durchaus attraktiv sei. „Wer unsere Satzung akzeptiert und zu uns kommen möchte, der soll das machen. Ich würde auch Sven-Georg Adenauer bei uns begrüßen.“

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