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Verler Leben soll 2020 abgesagt werden

Verl (ack) - Wer die Nachrichten in den vergangenen Wochen verfolgt hat, für den kann dieser Vorstoß nicht überraschend kommen: Das Volksfest Verler Leben wird in diesem Jahr wohl nicht stattfinden. Eine Hintertür bleibt aber noch offen. Dabei handelt es sich um eine Art Verler Leben light.

Dienstag, 21.04.2020, 16:07 Uhr aktualisiert: 21.04.2020, 18:31 Uhr
Verl: Verler Leben soll 2020 abgesagt werden

Bürgermeister Michael Esken hat sich am Dienstagnachmittag mit den Vorsitzenden der Stadtratsfraktionen zu einer Videokonferenz zusammengeschaltet. Das Hauptthema: Was passiert mit Verler Leben? Ein Fest, bei dem sich die Menschen auf der Hauptstraße und dem Kühlmannplatz drängeln, parallel ein Musikfestival stattfindet und bei dem die Kneipen richtig voll sind.

Bürgermeister will Klarheit für die Schausteller

Zwar gibt es vom Land noch keine Definition, was als Großveranstaltung gilt, aber Verler Leben dürfte wohl dazu zählen. „Das kann nicht stattfinden. Es ist nur fair, das jetzt zu sagen“, sagt Michael Esken im Gespräch mit dieser Zeitung. Der Bürgermeister will Klarheit für die Schausteller. Und auch für die Yaks. Der Baseballverein organisiert Jahr für Jahr das Musikfestival Baseball rockt.

In der kommenden Woche will Michael Esken das Thema auch im Haupt- und Finanzausschuss (Dienstag, 28. April, 18 Uhr, Rathaus) auf die Tagesordnung bringen. Dann soll auch über einen Aspekt abgestimmt werden, den Esken in Spiel bringt. „Wenn sich die Lage beruhigt, dann könnte es eine kleine, abgespeckte Variante geben“, erklärt Michael Esken. Quasi Verler Leben light.

„Die Menschen wollen wieder unbeschwert lachen“

In einer Vorlage für den Haupt- und Finanzausschuss ist von einer Familien-Kirmes die Rede. Also eher ein gemütliches Beisammensein als ein rauschendes Fest.

Die Schausteller haben in einem Schreiben mitgeteilt, dass sie gegen eine frühzeitige Absage sind. „Die Menschen wollen wieder unbeschwert lachen, wollen fröhlich und zuversichtlich sein. Kein Ort ist dafür besser geeignet als eine Kirmes“, heißt es in dem Schreiben.

Die Stadt hat eine andere Sicht auf die Dinge. Denn Verler Leben findet nur eine Woche nach dem Ende des von Bund und Ländern beschlossenen Verbots von Großveranstaltungen statt. „Eine Veranstaltung mit vielen tausend Besuchern ohne Vorliegen eines Impfstoffs oder wirksamen Medikaments bedeutet eine erhöhte Steigerung des Risikos zur Ausbreitung des Virus“, heißt es in der Vorlage.

Hintertür für eine Mini-Kirmes offen halten

Mit der Verler Werbegemeinschaft hat die Stadt außerdem gesprochen. Sie fokussiert sich auf das Herbstfest Verler Tod. Aus Sicht der Verwaltung ist es denkbar, dass die sich dort stärker engagiert und die Aktionen etwas umfangreicher werden. Und was sagen die Fraktionen? Nach Angaben von Michael Esken haben sie signalisiert, den Schritt mitzugehen. Also Verler Leben erst einmal absagen und die Hintertür für eine Mini-Kirmes offen halten.

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