Verl
Anbau des Caritashauses  eingeweiht

Verl (lw) - Anderthalb Jahre nach Baubeginn heißt es für einige Bewohner des Caritashauses St. Anna: Koffer packen. Am Mittwoch wurde der Anbau des Pflegeheims eingeweiht. Im Oktober ziehen die Bewohner ein. Mit der Maßnahme kann die geforderte Einzelzimmerquote nun erfüllt werden.

Mittwoch, 23.09.2020, 18:00 Uhr
Verl: Anbau des Caritashauses  eingeweiht

„Dem Ganzen sind Tausende Tage an Planung, Abstimmung mit Stadt und Kreis sowie Arbeit vorangegangen“, sagte Matthias Timmermann vom Vorstand des Caritas-Kreisverbands. 

Der Weg dorthin war nicht gerade einfach, wie die Beteiligten bei der Einweihung unisono erklärten. Nötig war der Anbau geworden, da das St.-Anna-Haus die gesetzliche Einzelzimmerquote von 80 Prozent nicht erfüllen konnte. Deswegen stehen nach der Baumaßnahme nun weniger Plätze zur Verfügung als zuvor. Waren es bisher 36 Einzel- und 31 Doppelzimmer für insgesamt 98 Bewohner, sind es nun 66 Einzel- und 8 Doppelzimmer – also insgesamt 82 Plätze. 

Architekt Martin Brockmeyer sprach von zahlreichen Plänen, die für den Umbau aufgestellt worden waren. „Bei 20 haben wir aufgehört zu zählen“, sagte er. „Die Sonne hat nicht immer über diesem Haus geschienen.“ Ein kompletter Neubau war auch mal in Planung gewesen. Da sei aber die Stadt eingeschritten und habe darum gebeten, die Struktur des geschichtsträchtigen Gebäudes zu erhalten. Ein Umbau im Bestand sei ebenfalls diskutiert worden. „Aber das wäre nicht finanzierbar gewesen“, so der Architekt. „Das Ergebnis ist dafür sehr befriedigend.“ Er dankte für den guten Umgangston, den alle Beteiligten gepflegt hätten. 

Gut 4,4 Millionen Euro hat der Anbau gekostet – inklusive Eingriffe in die Substanz des Bestandsgebäudes, bei dem nun auch Umbauarbeiten folgen sollen. 

Das St.-Anna-Haus ist geschichtsträchtig. Und Brigitte Gnegel, stellvertretende Vorsitzende des Vorstands der katholischen Kirchengemeinde St. Anna, ist schon lange mit dem Gebäude verbunden. „1976 wurde ich hier – damals noch ein Krankenhaus – operiert“, sagte sie. Ein halbes Jahr später bekam sie dort ihren Sohn, ein paar Jahre später ihre Tochter. „Als bekannt wurde, dass das Krankenhaus zu einem Altenheim werden sollte, haben viele demonstriert – ich auch.“ Aber sie habe sich geirrt. Welche Fürsorglichkeit und Fröhlichkeit in dem Haus herrsche, habe sie erfahren, als Angehörige von ihr dort gepflegt worden seien. Das habe sich auch nicht geändert, als die Kirchengemeinde das Haus 2018 an den Caritasverband übertragen habe. 

Mit dem Ergebnis sind die Beteiligten sichtlich zufrieden. Bürgermeister Michael Esken (CDU) wünschte den Bewohnern, dass sie sich dort wohlfühlten. Pfarrer Karl-Josef Auris übernahm die Segnung des Anbaus. Das Architekturbüro Brockmeyer und Rüting spendete zudem 1000 Euro an die Einrichtung.

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