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„Das ist ein wahrer Goldregen für uns“

Verl/Varensell (matt) - „Das ist ein wahrer Goldregen für uns“, freut sich Thomas Pankoke über die mit 45 200 Euro größte Einzelspende in der Geschichte der Ugandahilfe. Die Varenseller Zahnarztpraxis von Leif Hellweg hat neun Jahre lang Altgold der Patienten gesammelt.

Sonntag, 27.09.2020, 16:26 Uhr aktualisiert: 27.09.2020, 16:46 Uhr
Verl: „Das ist ein wahrer Goldregen für uns“

Jetzt wurde es verkauft und gespendet. Damit kann die Ugandahilfe Verl aus dem Stand in dem afrikanischen Land eine Leitzentrale bauen und einrichten – die erste in Uganda.

Spendeneinnahmen gehen deutlich zurück

Das Sammeln von Spenden ist für Vereine momentan nicht wirklich ein Vergnügen. Unternehmen halten sich coronabedingt mit Zuwendungen deutlich zurück. Diese Erfahrung macht auch die Ugandahilfe aus Verl. „Das Spendenvolumen ist um 30 bis 40 Prozent zurückgegangen“, so Pankoke. 

Umso gelegener kommt die Großspende von Zahnarzt Leif Hellweg und seinem Praxisteam. An die Errichtung einer Leitstelle habe er bislang noch nicht zu denken gewagt, sagt Pankoke. Erst 7000 Euro hatte er für das Großprojekt gesammelt. Jetzt kann die Realisierung des Funktionsbaus in Angriff genommen werden. 

Zahnarzt stockt die Spendensumme auf

„Die Pläne gibt es schon. 31 mal 8,20 Meter groß wird die Leitstelle werden und außer Übungsräumen auch Büros haben. Die Baukosten betragen 45 200 Euro“, erläutert er weiter. Damit die Leitstelle zur Koordinierung des – ebenfalls von der Ugandahilfe aufgebauten – Rettungsdienstes komplett eingerichtet werden kann, hat Hellweg die ursprüngliche Summe von 38 200 um 5000 auf 45 200 Euro hochgeschraubt. 

Das Dritte-Welt-Land Uganda bekommt damit in Kürze die erste Leitstelle für den lokalen Rettungsdienst überhaupt, die künftig über eine kostenfreie Notrufnummer erreichbar sein wird. Bislang war für einen Notruf übrigens eine Gebühr fällig. 

24-Stunden-Notruf wird eingerichtet

Mehr als 300 000 Menschen können nach Angaben der Ugandahilfe demnach künftig besser und effizienter notfalltechnisch betreut werden. 24 Stunden am Tag soll die Leitstelle mit einem Disponenten besetzt werden, der 13 Rettungswagen an sechs Standorten koordiniert. 

„Der Bau wird aus qualitativ gutem Wellblech errichtet“, so Pankoke. Das Gebäude soll vor allem zweckmäßig sein: zwei Arbeitsplätze in der Leitstelle, ein Trainingsraum, zwei Büros für den Father Ernest, der den Verein in Uganda repräsentiert, und seinen Stellvertreter. Außerdem sind außer einem Besprechungsraum sanitäre Anlagen sowie eine Küche vorgesehen. Gebaut wird auf einem 6000 Quadratmeter großem Teil auf dem Gelände der Montfort Fathers. 

Verler Verein will sich als NGO registrieren lassen

Zwei weitere Funktionen soll das Gebäude übernehmen: Einerseits soll es als Trainingszentrum dienen und gleichzeitig als feste Repräsentanz des Vereins in Uganda. „Dann haben wir endlich auch eine feste Adresse vor Ort“, zeigt sich der Vereins-Vorsitzende froh. Das ist für den Verler Verein insofern von Bedeutung, als sich die Ugandahilfe vor Ort als Nicht-Regierungs-Organisation (NGO) registrieren lassen will.

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