Verl
Das Leben in Verl in 330 Bildern

Verl (matt) - Von Verlern, aber nicht ausschließlich nur für Verler sollte der neue Bildband werden. Nach drei Jahren Produktionszeit ist ein Band erschienen, der dem Spagat eines Stadtporträts und den Bürgern gerecht wird und den mehrdeutigen Titel „Mensch, Verl!“ trägt.

Sonntag, 29.11.2020, 15:27 Uhr aktualisiert: 29.11.2020, 16:16 Uhr
Verl: Das Leben in Verl in 330 Bildern

Bürgermeister Michael Esken (CDU) war noch nicht lange im Amt, da ging der alte Bildband, den Malte Mohr noch herausbrachte, zur Neige. Gleichzeitig kam eine Neuauflage nicht in Frage. Zu sehr hat sich die Stadt im Lauf der vergangenen Jahre verändert. Die Ortsdurchfahrt, der Ratssaal, der Wertstoff- und Bauhof, das Stadion an der Poststraße, der Umbau des Gymnasiums – alles markante Punkte, die sich in den vergangenen Jahren gewandelt haben und die es auch Wert sind, gezeigt zu werden. Ebenso wie die parkähnliche Landschaft, historische Gebäude und vor allem die Menschen, die in der Stadt leben. Verl ist eine dynamische Kommune mit dörflichem Charakter (geblieben), weltoffen und gleichzeitig bodenständig als ein besonderer Ort: Dieses Bild soll beim Betrachter haftenbleiben.

Mit dem neuen Bildband sind die Stadt Verl und der Gütersloher Flöttmann-Verlag neue Wege gegangen, indem – auf Idee Eskens – die Verler Fotogruppe in das Projekt einbezogen wurde. Sabine Brummel, Jeanette Fröhleke, Matthias Kruck, Marc Schramm, Michael Spenner und Frank Wever haben den Großteil der insgesamt 330 Bilder beigetragen. Art Dirctor Ines Meyer hatte die schwierige Aufgabe, aus 4780 Fotos die besten auswählen zu müssen. Gebündelt wurden die Bilder in fünf Kapiteln („Wir“, „Arbeit“, „Leben“, „Schön“ und „Grün“) auf 196 Seiten.

Plakative, großformatige, aber dann auch wieder kleine situationsbeschreibende Fotos fügen sich zu einem Gesamtbild. Dem Motiv, dem Ausdruck haben die Macher den Vorzug vor technischer Brillanz eingeräumt. Der Grund, warum der Fotoband trotz des strengen und sehr nüchternen Layouts einen warmen, sympathischen Eindruck vermittelt.

„Mit dem Bildband habe ich Verl besser verstehen gelernt“, ist Guido Klinker, Verlagsleiter beim herausgebenden Flöttmann-Verlag, überzeugt. Verl kennen und verstehen und lernen ist schließlich ein Motiv der Stadtverwaltung gewesen, einen neuen Bildband aufzulegen. Die 26 000-Einwohner-Kommune als einen lebenswerten Ort für potenzielle Mitarbeiter zu präsentieren.

„Dieser Band ist Bestandteil des Stadtmarketings und wird auch dementsprechend bezuschusst“, erklärt Bürgermeister Michael Esken. Für 19,80 Euro ist das Buch im Rathaus oder in der Buchhandlung Pegasus erhältlich. Eine Investition, die auch für ansässige Verler lohnt – sofern sie nicht darauf warten wollen, dass der Bürgermeister den Band als Jubiläumsgeschenk zum runden Geburtstag mitbringt –, da viele bekannte, aber auch unbekannte Gesichter dort zu entdecken sind.

„Beim ersten Durchblättern schaut man sich die Bilder an. Beim zweiten Mal liest man die Bildunterzeilen und beim dritten Mal die Texte“, schlägt Guido Klinker als Herangehensweise vor. Jedes Kapitel schließt mit einem Feature von Verler Persönlichkeiten wie Hans Beckhoff oder einem Zwiegespräch der Generationen wie zwischen Georg Altemeier oder Laura Lükewille ab. Die erste Auflage des Bildbands umfasst 5000 Exemplare.

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