Corona bremst auch das Böckstiegel-Museum in Werther aus
Drei neue Ausstellungen geplant

Werther (WB) -

Auch das »kleine Museum am Waldesrand«, wie der künstlerische Leiter David Riedel sein Haus gerne nennt, ist in seiner Dynamik von der Corona-Pandemie empfindlich ausgebremst worden. Dennoch befinde sich das Böckstiegel-Museum in Werther (Kreis Gütersloh) mit seinen mehr als 51.000 Besuchern seit Eröffnung im August 2018 auf einem guten Weg.

Montag, 11.01.2021, 19:24 Uhr aktualisiert: 11.01.2021, 23:08 Uhr
David Riedel und Elke Hardieck zeigen die neue Dauerleihgabe „Erntefeld“ (1925) im Böckstiegel-Museum in Werther.
David Riedel und Elke Hardieck zeigen die neue Dauerleihgabe „Erntefeld“ (1925) im Böckstiegel-Museum in Werther. Foto: Gerhards

Weil auch das Museum im Lockdown ist, wird die Schau „Dunkle Jahre, voller Farben“, die sich mit Böckstiegel und dem Nationalsozialismus auseinandersetzt, nicht mehr zu sehen sein. Stattdessen laufen die Planungen für drei hochkarätige Ausstellungen im neuen Jahr. Den Anfang macht vom 28. Februar bis 30. Mai »Familienbande. Conrad Felixmüller – in Arrode«. Zu sehen sein werden gut 70 Werke des Malers, Zeichners und Grafikers (1897-1977), der zur »zweiten Generation des deutschen Expressionismus« gezählt wird. Böckstiegel und sein späterer Schwager Felixmüller lernten sich 1913 an der Kunstakademie Dresden kennen.

Am 13. Juni beginnt eine weitere Schau mit Exponaten Böckstiegels. Dann stehen frühe Meisterwerke aus Privatbesitz und den Beständen des Museums im Fokus. Bereits während seiner künstlerischen Ausbildung an der Kunsthandwerkerschule in Bielefeld hat sich nach Ansicht von Riedel gezeigt, wie selbstbewusst der junge Maler seinen Weg in die Moderne wagt.

Zwischen dem 7. November 2021 und dem 6. Februar 2022 steht das Museum im Zeichen der abstrakten und gestischen Malerei der 1950- er und 1960er Jahre. Die Schau »Geste. Informel. Privat.« ist ein Spiegelbild jener Zeit und präsentiert 60 Werke aus einer privaten, ganz persönlich zusammengestellten Sammlung höchster Qualität. Aus Sicht des Böckstiegel-Museums stellt sich die Frage: »Wie hätte sich der westfälische Expressionist zur zeitgenössischen Kunst der Nachkriegsjahre verhalten, wenn er länger gelebt hätte?«

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