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Kaunitzerin halbiert ihr Körpergewicht

Kaunitz (ams) - Juliana Rempe aus Kaunitz hat abgenommen. So sehr, dass sie ihr Körpergewicht mehr als halbiert hat. Sie verlor 85 Kilogramm. Über das soziale Netzwerk Instagram lässt die junge Frau andere an ihrer Verwandlung teilhaben. Mehr als 3500 Abonennten hat sie dort mittlerweile.

Sonntag, 17.01.2021, 20:00 Uhr aktualisiert: 17.01.2021, 20:16 Uhr
Sportskanone statt Couchpotato: Ohne Bewegung vergeht für Juliana Rempe kaum noch ein Tag. „Wenn ich nur auf der faulen Haut liege, werde ich wahnsinnig“, sagt die Studentin.
Sportskanone statt Couchpotato: Ohne Bewegung vergeht für Juliana Rempe kaum noch ein Tag. „Wenn ich nur auf der faulen Haut liege, werde ich wahnsinnig“, sagt die Studentin.

Der 20. Februar 2019 brachte den Wendepunkt in Juliana Rempes Leben. An jenem folgenschweren Tag stand die Verlerin in ihrer Küche und bereitete sich eine Tütensuppe zu. Mehr ging nicht. Sie habe an schweren Depressionen gelitten, sagt sie im Gespräch mit dieser Zeitung. „Ich habe fast nur im Bett gelegen und mich nahezu ausschließlich von Brot mit sehr viel Butter ernährt“, erinnert sich die Jura-Studentin.

Gang auf die Waage ein Schock

Ein folgenschwerer Lebensstil: Juliana Rempe aß so viel, dass die Waage an jenem Tag 160 Kilogramm zeigte. Ein Schock. „Das war das letzte Mal, dass ich so richtig gefressen habe“, sagt sie. Eine unfassbare Verwandlung setzte ein. Ihr Leben habe sie ab diesem Zeitpunkt radikal geändert. Direkt am Folgetag habe sie sich einen Kalorienzähler für ihr Mobiltelefon heruntergeladen. Sport wurde zusätzlich zu gesunder Ernährung ihr täglicher Begleiter. „Angefangen habe ich mit einem Fitnessband. Das war schon anstrengend genug.“ S

tück für Stück kämpfte sie sich zurück ins Leben. „Ich bin dann wieder selbst in den Keller gegangen, was vorher meistens mein Freund gemacht hat“, so Rempe. „Aber am Anfang musste man für mich fast ein Sauerstoffzelt aufbauen.“ Doch sie machte schnell Fortschritte. Die ersten zehn Kilogramm waren binnen weniger Wochen weg. „Zum ersten Mal habe ich gesehen, dass ich mein Leben wirklich ändern kann“, erklärt Juliana Rempe. Ihre Ernährung fand fortan in begrenzten Zeiträumen statt.

Beim sogenannten Intervall-Fasten nimmt sie ihre letzte Mahlzeit des Tages schon nachmittags zu sich. Das habe sie bis heute beibehalten. Sport, früher ein rotes Tuch, sei heute fester Bestandteil ihres Alltags. Inzwischen kann die junge Kaunitzerin unlängst wieder joggen gehen, trainiert sogar auf einen Halbmarathon hin. Zwischenzeitlich stehen Fitnesseinheiten mit dem eigenen Körpergewicht auf dem Programm.

Überschüssige Haut macht zu schaffen

Heute geht es Juliana Rempe deutlich besser – körperlich wie auch psychisch. Ihre Depressionen bestimmen ihr Leben nicht mehr. „Sie sind zwar immer noch nicht ganz weg. Aber ich gehe heute anders damit um.“ Nur ihre überschüssige Haut macht ihr noch zu schaffen. Zurzeit überlegt sie, ob sie diese entfernen lassen soll. Das könnte dann die nächste Veränderung im Leben der Verlerin werden. Eine, die ihre Mitmenschen bemerken dürften.

Während ihres Gewichtsverlusts hat Juliana Rempe eine große Fangemeinde gewonnen. Im sozialen Netzwerk Instagram teilt sie ihre Verwandlung und gibt Tipps und Ratschläge für einen gesunden Lebensstil. Ihr Name in dem Netzwerk: fit_mit_juliana. Das kommt an. Mehr als 3500 Menschen haben ihre Beiträge abonniert. Sie können regelmäßig Nachrichten aus dem Abnehmalltag der Jura-Studentin sehen. Immer wieder stellt sie Vorher-Nachher-Fotos ein.

Auch ihr erster Beitrag unter ihrem neuen Profil war so ein Bild. Am 30. April 2020 ermunterte sie ihre Mitmenschen mit dem Spruch „Lass uns gemeinsam die beste Version von uns selbst werden“. Der Beitrag erhielt mehr als 180 sogenannte Likes. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie 77 Kilogramm verloren. „Letztendlich ist es wichtig, zu verstehen, dass du dich nicht selbst geißeln musst, um Gewicht zu verlieren“, schrieb sie ein paar Tage später. „Es gilt vielmehr, einen anderen Bezug zu Nahrungsmitteln zu entwickeln, klug zu entscheiden, damit man dauerhaft seine Ziele erreichen kann.“ Außerdem informiert sie regelmäßig über ihr Fitnessprogramm, das sie mit dem eigenen Körpergewicht oder geringen Gewichten wie Kurzhanteln ausübt.

Täglich werden Informationen zur Abnahme gepostet

In den Storys, zeitlich begrenzt sichtbare Video- oder Fotobeiträge, teilt sie nahezu täglich Informationen. Inzwischen hat sie sich auch in diesem Bereich weiterentwickelt. „Ich schaue mir an, wie ich Fotos richtig bearbeiten kann“, erklärt sie. Ihre „Fans“ danken es ihr. Immer wieder wird sie mit positiven Kommentaren und Reaktionen bedacht. Rempe: „Es ist schön, dass ich andere dadurch mitreißen kann. Ich weiß, wie schwer es manchmal ist, sich selbst zu motivieren.“

Während die Kaunitzer Jura-Studentin Juliana Rempe früher oft einseitig und zu viel Nahrung aufnahm, hat sich ihr Essverhalten radikal geändert. Ihr Geheimrezept: Intervall-Fasten. Zwei Mal am Tag stehen Mahlzeiten auf ihrem Speiseplan. „Ich esse häufig sehr viel auf einmal“, sagt die Studentin, die sich zur Zeit auf ihre Examen vorbereitet. Nach dem Frühstück macht sie vier bis fünf Stunden Pause mit der Nahrungsaufnahme. Mittagessen gibt es dann gegen 15 Uhr. Sie nimmt dann, wie sie sagt, High-Volume-Food zu sich: „Es geht prinzipiell darum, sich richtig satt zu essen.“

Nahrungsmittel wie Magerquark und Gemüse, die auf viel Volumen bezogen wenig Kalorien haben, um den Blutzuckerspiegel konstant zu halten, seien dafür ideal. „Denn wenn man oft am Tag, seien es auch nur Kleinigkeiten, isst, fährt die Achterbahn, was sich negativ auf die Fettverbrennung auswirkt“, berichtet die Kaunitzerin. „Über den Tag verteilt trinke ich sehr viel“, erklärt Rempe. Mindestens 2,5 Liter Wasser, schwarzer Kaffee und Tee gehören zur Ernährung. Sie bestimmt genau, was sie isst. Ihre Küchenwaage ist ihr ständiger Begleiter. Brot hat den Speiseplan fast vollständig verlassen. Juliana Rempe bleibt ihrem Erfolgsrezept treu. Abnehmshakes, wie sie in der Werbung oft propagiert werden, sind ihr fremd. „Dann esse ich lieber mehr Gemüse und bin danach richtig satt.“

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