Verl
Ostergrüße auf der Straße als Lichtblick

Verl (matt) - Ob morgens in der Früh oder beim nachmittäglichen Osterspaziergang durch Verl, die Zeit spielt keine Rolle. Die St.-Anna-Gemeinde ruft ihre Mitglieder auf, Oster-Graffitis mit Malkreide als stillen Gruß an Mitmenschen zu entrichten. „Man könnte die Aktion auch einen stillen Oster-Flashmob nennen“, sagt Pfarrgemeinderats-Vorsitzender Thomas Neumann.

Donnerstag, 25.03.2021, 16:54 Uhr aktualisiert: 29.03.2021, 11:31 Uhr
„Einfach eine nette Idee zu Ostern bunte Oster-Grüße auf Straßen oder Wege zu hinterlassen“, findet Thomas Neumann (vorn), Vorsitzender des Pfarrgemeinderats St. Anna. Peter (v. l.), Josef, Paul und Luisa Cord-To-Krax haben schon mal mit Maya vorgemacht, wie so ein Graffiti aussehen könnte.
„Einfach eine nette Idee zu Ostern bunte Oster-Grüße auf Straßen oder Wege zu hinterlassen“, findet Thomas Neumann (vorn), Vorsitzender des Pfarrgemeinderats St. Anna. Peter (v. l.), Josef, Paul und Luisa Cord-To-Krax haben schon mal mit Maya vorgemacht, wie so ein Graffiti aussehen könnte.

Grafitti = Vandalismus? Nein, diese Gleichung ist Thomas Neumann in dem Fall zu einfach. „Die ersten Graffitis in der Geschichte waren schließlich Bekenntnisse des gemeinsamen Glaubens“, erklärt der Theologe und Vorsitzende des Pfarrgemeinderats. „Dass, was sich heute Gläubige aufs Auto kleben, war ein Symbol, das aussagen sollte: Du bist nicht allein.“ Gut zwei Jahrtausende taugt der Fisch nach wie vor symbolisch zur gleichen Botschaft. Allerdings vor einem etwas anderen Hintergrund als damals während der Christenverfolgung. 

Malkreide statt Sprayfarbe

Die St.-Anna-Gemeinde möchte ihre Mitglieder dazu ermuntern, stille Ostergrüße auf Straßen, Wegen und Plätzen zu hinterlassen. Natürlich nicht mit Spraydosen, sondern mit Malkreide, die nach einem kräftigen Regenguss ohne Rückstände wieder verschwindet. „Es wird ein stilles Osterfest werden, da tut so ein Ostergruß dem Einen oder Anderen mit Sicherheit einfach gut“, ist sich Neumann sicher. 

Ob der Fisch, bunte Blumen, ein Regenbogen oder Ostereier den Gruß zieren, ist eigentlich sekundär, findet auch Josef Cord-to-Krax. Auf der Zufahrt zu seinem Hof sind seine Kinder Paul, Peter, Luisa mit Freundin Maya schon kreativ gewesen. „Wir haben diese Aktion schon im Vorjahr initiiert, allerdings ohne das großartig publik zu machen“, so Neumann. 

Material wird zur Verfügung gestellt

Jetzt würde sich der Pfarrgemeinderat wünschen, dass die Aktion im zweiten Corona-Jahr etwas weitere Kreise zieht. Ab Palmsonntag liegen 200 Stück dicker Malkreise zum Mitnehmen in der Verler St.-Anna-Kirche bereit. Pfarrer Karl-Josef Auris wird die Kreide am Palmsonntag auch noch segnen. 

„Man darf selbstverständlich auch seine eigene Kreide nehmen“, ergänzt Thomas Neumann. Nur sei es oft so, dass in Haushalten ohne kleine Kinder keine Malkreide mehr vorhanden sei. „Der Gedanke, der dahinter steht, ist entscheidend.“ Und der ist wie vor knapp 2000 Jahren noch der Gleiche: „Wir glauben! Du bist nicht allein!“

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