Der Wiedergewählte stellt das Amt 2017 zur Verfügung – Jörn Hainer ist Meyer-Hermanns zweiter Vertreter 
Horst Hardiek bleibt Vize-Bürgermeister 

Versmold (WB). Die von allen fünf Parteien vor der konstituierenden Ratssitzung am Donnerstagabend immer wieder zitierte »Vieltelefoniererei« hat sich gelohnt: Die Abstimmung zurWahl der stellvertretenden Bürgermeister sowie die zur Erhöhung der Ausschussanzahl ging schneller als erwartet. Horst Hardiek (SPD) bleibt erster Stellvertreter von »MMH«, dessen Parteikollege Jörn Hainer ist zweiter Vertreter. Künftig wird es statt bislang fünf sieben Fachausschüsse geben.

Samstag, 05.07.2014, 04:02 Uhr aktualisiert: 05.07.2014, 13:23 Uhr
Auf gute Zusammenarbeit in den kommenden sechs Jahren: Der Rat der Stadt Versmold besteht aus 34 Mitgliedern (CDU 13, SPD 13, Grüne 3, FDP 3, UWG 2) unter dem Vorsitz von Bürgermeister Michael Meyer-Hermann.
Auf gute Zusammenarbeit in den kommenden sechs Jahren: Der Rat der Stadt Versmold besteht aus 34 Mitgliedern (CDU 13, SPD 13, Grüne 3, FDP 3, UWG 2) unter dem Vorsitz von Bürgermeister Michael Meyer-Hermann. Foto: Klaus Münstermann

 Für Hardiek, der mit den 18 Stimmen von SPD, Grünen und UWG eine mehr als Jörn Hainer von CDU und FDP bekam, beginnt somit die fünfte Amtsperiode in Folge und geht ins 21. Jahr als stellvertretender Bürgermeister. Der 68-jährige Hardiek sagte nach seiner Wiederwahl und Vereidigung: »Ich wähle den Ausstieg in kleinen Schritten. Das Ratsmandat möchte ich bis zum Ende behalten. Auch aus Dank für mein persönlich hervorragendes Ergebnis in meinem Peckeloher Wahlbezirk. Das Amt des ersten stellvertretenden Bürgermeisters werde ich im Sommer 2017 zur Verfügung stellen.« Auf Nachfrage des WESTFALENBLATTES sagte SPD-Fraktionsvorsitzende Liane Fülling nach der Sitzung: »Vom Sommer 2017 ist Petra Pölzing unsere Kandidatin für das frei gewordene Amt.«

 Wenn Hardiek bis 2020 im Rat bleibt, ist er mit dann 41 Jahren in der Versmolder Lokalpolitik rekordhalter in Bezug auf die Amstzeit. Den Posten des Schiedsmannes der Stadt will der Peckeloher im übrigen nach dann 15 Jahren 2015 abgeben. Seine Stellvertreterin Sonja Brinkmann, die unter 25 Zuschauern während der Sitzung weilte, könne er sich gut als nachfolgerin vorstellen.

 Ausschüsse

 Die Abstimmung über eine Erhöhung der Ausschüsse war dank gefundener Mehrheiten im Vorfeld ebenfalls schnell vom Tisch. Wiederum setzten sich SPD, Grüne und UWG mit ihren zusammen 18 Stimmen gegen die 17 von CDU und FDP durch. Somit wird es fortan an einen Energie-, Klima- und Umweltausschuss (EKU) unter dem Vorsitz von Wolfgang Beuge (Grüne) und Stellvertreter Torsten Gronau (CDU) ebenso geben wie einen Ausschuss für Integration, Generation, Inklusion und Soziales (Vorsitzende Petra Pölzing, SPD; Stellvertreterin Mariann Kampwerth, CDU). Und um in den Namen die Beduetung einzelner Themen zu unterstreichen tragen zwei städtische Gremien neue Namen: Beim Haupt- und Finanzausschuss ist die »Wirtschaft« künftig explizit enthalten und aus dem Planungs- und Umweltausschuss wird durch die Neuschaffung des EKU der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung. Ob es zu den von der CDU und FDP geplanten Doppelberatungen kommen wird, werden die kommenden Monate im großen und kleinen Sitzuungssaal zeigen.

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